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Tolles Wetter, tolle Atmosphäre: Das Reitturnier auf dem Friedberger Marienhof ist ein großer Erfolg.

Reis doppelt auf dem Podest

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(pm). Als am vergangenen Sonntag gegen 19.45 Uhr der letzte Pferdetransporter das Turniergelände an der B 3 verlassen hatte, standen die Vereinsmitglieder der Pferdesport-Gemeinschaft Marienhof zusammen und atmeten zufrieden durch. Das seit vielen Jahren erste Turnier auf dem seit 2017 von der Familie Götz gepachteten Pferdehof, welcher mit viel Aufwand und einer nicht zu unterschätzenden Investition in eine überaus schöne Anlage versetzt wurde, konnte auf Anhieb die Reitsportler aus nah und fern anlocken.

800 genannte Paare übertrafen bei Weitem die Erwartungen des Vereins, deswegen begannen die ausgeschriebenen Prüfungen bereits am Freitag. Springprüfungen der Klasse A und L sowie ein Springreiterwettbewerb standen da auf dem Programm. Diese Prüfungen richten sich speziell an Nachwuchsreiter aus der Umgebung, und diese nahmen das Angebot an. Hier waren in einer Springprüfung der Klasse A** Katharina Hodes aus Haunetal mit Classic Girl und Hillary Ann Seidler mit Fine Feeling aus Holzheim siegreich. Im Stilspringen der Klasse L, welches auch in zwei Abteilungen gewertet wurde, siegten die Usingerin Clara Grund mit Rasputin und Cara Zillmann aus Bad Homburg mit Que Passa.

Der Samstag galt dann den Reitern mit jungen Pferden. Auch hier war der Zuspruch immens. International erfolgreiche Reiter wie der Elzer Jörg Oppermann oder die Lokalmatadorin Sabrina Deußer vom Wetterauer RV zeigten mit den vier- bis sechsjährigen Pferden feinen Sport im Parcours. Dass der Samstag mit viel Regen nicht so angenehm war, tat den Leistungen der Aktiven keinen Abbruch. Das Abreiten und Vorbereiten der Pferde fand in der unmittelbar am Turnierplatz gelegenen Reithalle im Trockenen statt, der neu angelegte Außenplatz war so zu jeder Zeit in gutem Zustand. In den diversen Springpferdeprüfungen waren dann auch Oppermann, Deußer und Karl-Georg Schäfer erfolgreich.

Gerade die Details, wie ein guter Abreiteplatz und die generelle Bodenbeschaffenheit auf dem Springplätzen, sind im heutigen Pferdesport immens wichtig und zeigen die Sachkunde der Familie Götz. Allen voran der erste Vorsitzende und Pächter der Anlage, Christian Götz. Schon von Kindesbeinen an sitzt er im Sattel und seine Frau Ina, aus der Hattersheimer Reiter-Dynastie Schäfer, teilt nicht nur die Leidenschaft zu den Pferden mit ihrem Mann, sie ist immer mit Kind und Kegel dabei. Aber auch der Rest der Familie, Freunde und natürlich die Vereinsmitglieder haben zum Gelingen dieser Veranstaltung maßgeblich beigetragen.

Die gute Organisation mit Verkaufsständen, Kuchenbuffet, Catering und einer Kinderbetreuung durch den Montessori-Kindergarten, zog dann selbst am Muttertag zahlreiche Gäste und Zuschauer an. Zeitweise waren mehr als 500 Besucher auf dem Gelände. Dass dieses Turnier auch gesellschaftlich einen wichtigen Platz in der Stadt Friedberg einnimmt, zeigt die Anwesenheit von Honoratioren aus Politik und Wirtschaft. Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender äußerte sich hier direkt nach seinem Besuch über die sozialen Medien und lobte das Engagement des Vereins.

Sportlich war eine Springprüfung der Klasse M* mit anschließender Siegerrunde der Höhepunkt des Wochenendes. 42 Paare gingen an den Start. Die elf besten qualifizierten sich für die Siegerrunde. Im ersten Umlauf waren nur Ingo Jungblut (Ronneburger Hügelland), Karl-Georg Schäfer (Wiesbadener RFC), und Jasmin-Marie Reis vom gastgebenden Verein fehlerfrei geblieben. Auch im zweiten Umlauf blieb Jungblut mit seinem Pferd Cartania ohne Stangenkontakt und siegte mit 37,66 Sekunden. Schäfer ritt mit Con Power in 41,08 Sekunden und ohne Fehler ins Ziel und belegte den zweiten Platz. Mit seinem zweiten Pferd Great Blue hatte er im ersten Umlauf einen Zeitfehler und war in der Siegerrunde fehlerfrei und in 42,48 Sekunden durch die Zeitschranke geritten, was ihm auch noch den dritten Platz einbrachte. Lilly Gebauer vom Marienhof platzierte sich mit Diddel van de Kwakkelhoek auf dem vierten Rang.

Da für dieses Springen 62 Reiter genannt hatten, wurde in zwei Abteilungen platziert. So konnte sich Reis mit ihrem Wallach Vuyani über den Sieg in der zweiten Abteilung freuen. Sie ritt im ersten Umlauf ohne Fehler und blieb auch in der Siegerrunde ohne Holzkontakt. Die Zeit von 38 Sekunden reichte ihr zum Erhalt der goldenen Schleife,

Moritz Egger, vom Fasanenhof mit Claire angereist, hatte einen Zeitfehler im ersten Umlauf mitgebracht und wurde in 41,85 Sekunden Zweiter. Jasmin-Marie Reis war mit ihrem zweiten Pferd Con Air Charlette mit 36,48 Sekunden als Schnellste unterwegs - durch einen Hindernisfehler fiel sie aber auf Rang drei zurück.

Während die Organisatoren das Wochenende ausklingen ließen, wurde schnell deutlich, dass die Planungen für das nächste Turnier schon in den Startlöchern stehen. Dann soll auch die Marke von 1000 Nennungen geknackt werden.

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