Reingekniet, aber verloren

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(gae). Die Leistung und Einstellung stimmte, aber das Resultat nicht. Erneut zeigten die Gießen 46ers gegen einen Favoriten - immerhin Spitzenreiter der Basketball-Bundesliga - eine beachtliche Vorstellung. 69 Sekunden vor dem Abpfiff lagen sie nur mit acht Punkten hinten (85:93). Letztlich belohnte sich aber die Mannschaft von Trainer Rolf Scholz beim 85:99 (44:50) bei den Riesen Ludwigsburg nicht und fuhr in der späten Samstagnacht frustriert an die Lahn zurück.

Die ständigen Niederlagen gehen an die Substanz - und stecken in den Köpfen drin. »Ein Sieg würde uns jetzt einmal gut tun«, weiß Scholz, auf welchem mentalen Level sich seine Protagonisten momentan bewegen. Das Selbstbewusstsein ist angeschlagen.

Nur gut, dass er mit Diante Garrett noch einen Hoffnungsträger in der Hinterhand hat, der nach seiner Quarantäne in dieser Woche ins Teamtraining einsteigen wird und sicherlich auf den Einsatz am Samstag gegen die Merlins Crailsheim brennt. »Er wird uns sofort helfen«, macht Scholz Mut. Der Eurocup- und NBA-erfahrene Playmaker muss dem schwächelnden Backcourt Stabilität geben und dafür sorgen, dass beim Ballvortrag und im Spielaufbau die Fehlerquote klein gehalten wird.

Letztlich waren es die vielen Ballverluste der Gießener, die sie in Ludwigsburg killten. 16-mal verloren sie die Kugel. Das spielte den bekanntlich aggressiv agierenden Riesen in die Hände, die daraus meist einfache Punkte erzielten. Ihre eigenen Turnover hielten sie dabei in Grenzen (5).

»Wir wussten, dass die Ludwigsburger mit enormen Druck spielen. Trotzdem haben wir uns nach einem starken Beginn zu einfachen Ballverlusten hinreißen lassen«, betreibt Scholz Ursachenforschung. Wie recht er hatte!

Eng war es bis in die Schlussphase: Nach einem Bowman-Dreier beim 85:93 (bei Restspielzeit 69 Sekunden) kam nochmals Hoffnung im Gießener Lager auf. Doch Lukas Herzog brachte mit zwei erfolgreichen Dreiern den Sieg für Ludwigsburg zu Ende. Die 46ers erhielten zwar für ihren couragierten Auftritt Lob aus aller Munde - ein Erfolg wäre ihnen aber lieber gewesen.

Die kommenden Aufgaben werden für den Tabellenletzten nicht leichter. Wie gesagt: Am Samstag erwarten sie die Überflieger aus Crailsheim in der Osthalle, am 9. Februar kommt es in Würzburg zum Aufeinandertreffen mit dem Ex-Trainer Denis Wucherer und den ebenso um den Klassenerhalt kämpfenden Franken, ehe am 12. Februar bereits das Rückspiel in Oldenburg ansteht und nur 48 Stunden später die Hamburg Towers in der Osthalle gastieren.

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