Reihen im Lazarett lichten sich

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(sno). Während der dritten März-Woche hat sich der FC Gießen auf dem Kunstrasenplatz an der Miller Hall vorbereitet, am heutigen Samstag (14 Uhr) sollen auf dem grünen Geläuf am Waldstadion dann drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Regionalliga Südwest eingefahren werden. Die Bundesliga-Reserve des FSV Mainz 05 gibt ihre Visitenkarte an der Lahn ab.

Der FC Gießen kann den Gast mit dem fünften Heimsieg der Saison heute überholen. Basis dafür wird die Defensive sein: Zum dritten Mal in Folge könnte Gießen zu Null spielen. »Die defensive Arbeit der gesamten Mannschaft ist unser Faustpfand«, weiß FCG-Verteidiger Hendrik Starostzik.

Seine Mannschaft weist die siebtbeste Verteidigung der Liga auf und kassierte in den letzten neun Spielen nur einmal mehr als ein Gegentor (gegen die SV Elversberg). »Mir wären noch mehr Spiele zu Null trotzdem lieber«, sagt der Marburger. »Es geht auch besser: Nicht schlafen, bei Standards aufpassen, Angriffe besser einleiten.«

Der 29-Jährige, dessen Kontrakt sich im Falle des Klassenerhalts automatisch verlängert, dirigiert das Team im Waldstadion schon lange und kommt seiner angedachten Führungsrolle so nach. Starostzik sagt: »Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, die Tabelle ist eng.«

Zwei Zähler Vorsprung weist der heimische Viertligist derzeit auf den ersten Abstiegsplatz auf. »Es waren turbulente Monate, ich ziehe den Hut vor jedem Spieler. Viel läuft über den Team-Spirit. Ich würde mir dennoch ein paar knappe Siege mehr anstelle von Unentschieden wünschen«, sagt der Kapitän.

Heute wäre dafür ein guter Zeitpunkt. »Wir wissen um die Möglichkeit, die Mainzer Reserve mit einem Sieg hinter uns zu lassen«, zeigt sich FC-Trainer Daniyel Cimen durchaus optimistisch.

Personell steht dem Coach dabei so viel Auswahl wie selten zuvor zur Verfügung: Flügelspieler Niclas Mohr konnte voll mittrainieren, Offensivakteur Zeki Erkilinc steigt nächste Woche wieder ins Training ein. Damit fehlen nur noch Stürmer Marcel Mansfeld und Linksverteidiger Eduardo Landu Mateus langfristig. Kurzfristig ausfallen könnte Rechtsverteidiger Gabriel Weiß, der an einer Oberschenkelverhärtung laboriert.

Auch Gießens 39-jähriger Routinier und Ex-Profi Michael Fink wird nach seiner Schwellung am Auge mitwirken können. »Es sah grün, lila, blau, ganz lustig aus«, sagte Trainer Cimen über seinen tapferen Schützling im zentralen Mittelfeld.

Dessen Gegenpart stellt der 33-jährige Stephan Fürstner bei Mainz dar. Der defensive Mittelfeldspieler blickt auf 31 Bundesliga- und 202 Zweitliga-Einsätze. Nicht nur in diesem Zweikampf, auch im Gesamten will der FCG im Duell zwischen 13. und Elftem die Oberhand behalten - konsequente Defensivarbeit vorausgesetzt.

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