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Regionalliga-Topspiel geht an Vilbel

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Von: Sascha Kungl

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Hendrik Jan Davids (TC Bad Vilbel) gewinnt sein Einzel gegen Esslingen in zwei Durchgängen und setzt sich auch im Doppel - an der Seite von Paul Haarhuis - in zwei Sätzen durch. © Jürgen Keßler

(kun). In der Tennis-Regionalliga Süd-West haben die Herren 50 des TC Bad Vilbel das Spitzenspiel gegen den TC Esslingen gewonnen und stehen damit bereits nach dem vorletzten Spieltag fast sicher als Teilnehmer am Finalturnier in Berlin fest. Auf eigener Anlage feierte der verlustpunktfreie Tabellenführer aus der Brunnenstadt einen 7:2-Erfolg gegen den Rangzweiten aus Baden-Württemberg und benötigt nun am letzten Spieltag einen Auswärtserfolg in Kaiserslautern zur Meisterschaft.

Dagegen mussten die Bad Vilbeler Damen 50 beim Gipfeltreffen der Südwest-Liga gegen Spitzenreiter TC Blau-Weiß Maxdorf ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Vereinskollegen des Herren-40-Teams müssen nach der knappen 4:5-Niederlage in Bruchköbel als Tabellenvorletzter weiterhin um den Klassenerhalt bangen, während die Herren 50 des Ober-Mörler TC durch den 7:2-Auswärtssieg bei Schwarz-Weiß Frankfurt einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib machten.

Regionalliga / Herren 50 (Gr. 21), TC Bad Vilbel - TC Esslingen 7:2: Das Spitzenspiel hielt, was es im Vorfeld versprach. Die Zuschauer auf der Bad Vilbeler Anlage bekamen hochklassige Partien geboten. An den Spitzenpositionen setzten sich Paul Haarhuis und Benoit Halle gewohnt souverän durch. »Paul war kaum gefordert, während Benoit - wie schon oft in dieser Saison - eine bärenstarke Leistung gezeigt hat«, konstatierte Vilbels Mannschaftsführer Andreas Binder, der sich abseits des Platzes über Unstimmigkeiten in den Regularien ärgerte. »Durch einen Fehler des Spielleiters sind die gegnerischen Akteure nicht nach ihrer LK-Wertung, sondern nach ITF-Wertung sortiert gewesen, was dazu geführt hat, dass die stärksten Esslinger Spieler an den hinteren Positionen gelistet waren.« Der stärkste Akteur der Gäste, Isidro Lledo Boyer, lieferte sich an Position vier mit Hendrik Jan Davids das Match des Tages, das der Vilbeler in zwei Sätzen für sich entschied. Dagegen musste sich Philipp Stockhoff seinem Kontrahenten Christoph Back an Position fünf ebenso geschlagen geben wie Christopher Rummel dem französischen Nationalspieler Olivier Cayla an Position sechs. »Aufgrund der knappen 4:2-Führung ging es mit einer ordentlichen Portion Spannung in die Doppel, von denen wir zwei souverän und eines glücklich gewinnen konnten«, zeigte sich Binder nach dem vierten Saisonsieg seines Teams erleichtert.

Im Stenogramm / Einzel: Paul Haarhuis - Gerd Albiez 6:0, 6:3; Benoit Halle - Martin Mössner 6:1, 6:0; Jiri Prutyszyn - Michael Barth 6:2, 6:1; Hendrik Jan Davids - Isidro Lledo Boyer 6:4, 6:3; Philipp Stockhoff - Christoph Back 6:4, 4:6, 3:10; Christopher Rummel - Olivier Cayla 1:6, 2:6. - Doppel: Haarhuis/Davids - Kocher/Lledo Boyer 6:0, 6:1; Halle/Schmücking - Albiez/Back 6:0, 6:2; Prutyszyn/Rummel - Barth/Cayla 3:6, 6:4, 11:9.

Südwest-Liga / Damen 50 (Gr. 11), TC Bad Vilbel - BW Maxdorf 4:5: Personell geschwächt gingen die Gastgeberinnen ins Spitzenspiel gegen den Tabellenführer. »Wir können die Niederlage leicht verschmerzen, zumal mit Maxdorf nun auch das Team an der Spitze steht, das in dieser Saison unbedingt aufsteigen möchte«, konstatierte Vilbels Mannschaftsführerin Kristina Pomerenke-Schön nach der ersten Saisonniederlage des TCBV. An der Spitzenposition setzte sich Gabriella Precup in ihrem Einzel souverän in zwei Sätzen durch. Auch Christine Wagner hatte mit ihrer Gegnerin nur wenig Mühe. Nichts zu holen gab es dagegen für Ulrike Lochner, Yuko Watanabe, Beatrix Wilken und Caterina Pohl-Heuser, die ihren Kontrahentinnen allesamt glatt in zwei Sätzen unterlagen, sodass die Gastgeberinnen mit der Hypothek eines 2:4-Rückstands in die Doppel gingen. Zwar konnten die Vilbeler Paarungen Precup/Wagner und Lochner/Wilken ihre Duelle gegen die Blau-Weißen für sich entscheiden, durch den Matchverlust von Watanabe/Willenbring stand die erste Saisonniederlage der Brunnenstädterinnen jedoch fest.

Steno / Einzel: Gabriella Precup - Claudia Diehl 6:4, 6:3; Ulrike Lochner - Sandra Stauffer 1:6, 1:6; Yuko Watanabe - Daniela Fischer 2:6, 1:6; Christine Wagner - Heidi Fuchs 6:2, 6:0; Beatrix Wilken - Heike Hess 4:6, 6:7; Caterina Pohl-Heuser - Iris Drescher 0:6, 0:6. - Doppel: Precup/Wagner - Diehl/Fuchs 6:1, 6:0; Lochner/Wilken - Stauffer/Hess 7:5, 6:2; Watanabe/Willenbring - Fischer/Drescher 0:6, 4:6.

Herren 40 (Gr. 19), TC Bruchköbel - TC Bad Vilbel 5:4: Bereits nach der ersten Einzel-Runde liefen die abstiegsgefährdeten Wetterauer Gäste einem 0:3-Rückstand hinterher. Während Sebastian Strauch seine Partie gegen Javier Linares Corral aufgrund von Rückenproblemen vorzeitig beenden musste, lieferte sich Mannschaftsführer Bastian Hehner mit seinem Kontrahenten ein ausgeglichenes Match. »In den entscheidenden Momenten hat es leider nicht gereicht, den sehr gut spielenden Christian Hoffmann zu besiegen«, konstatierte Hehner nach der knappen Niederlage. Derweil fand Mirko Bruder besser in sein Match als noch an den ersten Spieltagen, konnte seine Partie über weite Strecken ausgeglichen gestalten, musste sich am Ende aber ebenfalls geschlagen geben. In Runde zwei trafen die Topspieler Oskars Vaskis (Vilbel) und Israel Najera Aliende aufeinander. Im ersten Satz fand die Vilbeler Nummer eins nicht den passenden Hebel, um dem läuferisch starken Aliende gefährlich zu werden. Im zweiten Satz stellte der Lette sein Spiel um, agierte aggressiver und konnte den zweiten Durchgang souverän für sich entscheiden. Im Match-Tiebreak ging Vaskis in Führung, erarbeitete sich zwei Matchbälle und musste sich dem Bruchköbeler am Ende dennoch knapp geschlagen geben. Oliver Kesper präsentierte sich an Position drei formstark und gewann in zwei Sätzen. Auch Dennis Linden ließ seinem Gegner keine Chance und sicherte den Gästen ihren zweiten Matchpunkt. »Die Ausgangslage nach den Einzeln war nicht die Beste. Wir haben versucht, die Doppel so aufzustellen, dass wir eine Chance haben, alle drei zu gewinnen«, erklärte Hehner, der in seinem Match an der Seite von Linden nichts anbrennen ließ. Auch Kesper/Strauch gewannen ihr Match nach leichten Startschwierigkeiten souverän. Dagegen hatten Vaskis/Bruder gegen die Gastgeber das Nachsehen, sodass die Brunnenstädter am Ende leer ausgingen.

Im Stenogramm / Einzel: Aliende Najera - Oskars Vaskis 6:1, 0:6, 12:10; Christian Hoffmann - Bastian Hehner 7:5, 7:5; Heiko Jöckel - Oliver Kesper 3:6, 0:6; Javier Linares Corral - Sebastian Strauch 1:0 Aufg. Vilbel; Dirk Heck - Dennis Linden 1:6, 0:6; Alexander Schamal - Mirko Bruder 6:4, 6:4. - Doppel: Hoffmann/Hofmann - Hehner/Linden 3:6, 3:6; Najera/Schamal - Vaskis/Bruder 6:4, 6:3; Linares/Grosse - Kesper/Strauch 4:6, 1:6.

Herren 55 (Gr. 25), SW Frankfurt - Ober-Mörler TC 2:7: Für den OMTC geht die Saison in die heiße Phase. Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen sind noch alle Entscheidungen offen. »Welches Team aufsteigt und welche drei Mannschaften absteigen werden, ist noch nicht abzusehen. Durch den Sieg in Frankfurt haben wir einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht«, zeigte sich OMTC-Sprecher George Pascal erleichtert. Vor 300 Zuschauern lieferten sich der amtierende britische Hallenmeister Andrew Hutchinson, der sein Debüt für Ober-Mörlen gab, und Frankfurts Christian Möller an Position zwei ein hochklassiges Match mit dem besseren Ausgang für den Briten. Stefan Rudnick und Richard Wittner gewannen ihre Duelle überzeugend in zwei Sätzen. Auch Ober-Mörlens Nummer eins Nick Fulwood machte mit dem Linkshänder Marcus Göring kurzen Prozess, während Spielführer Jürgen Elsner sein Spiel verlor. Bernd Goering behielt in einem engen Match die Nerven, wehrte einen Matchball ab und setzte sich letztlich gegen Axel Nordt durch. »Da auch die Matchpunkte am Ende über den Klassenerhalt entscheiden können, freuen wir uns über die beiden Doppelsiege«, konstatierte Pascal.

Im Stenogramm / Einzel: Marcus Göring - Nicholas Fulwood 4:6, 1:6; Christian Möller - Andrew Hutchinson 4:6, 7:6, 7:10; Torsten Diergardt - Jürgen Elsner 7:5, 6:2; Michael Christ - Stefan Rudnick 2:6, 3:6; Axel Nordt - Bernd Göring 7:5, 5:7, 4:10; Oliver Cyrus - Richard Wittner 2:6, 2:6. - Doppel: Göring/Möller - Fulwood/Wittner 4:6, 4:6; Diergardt/Cyrus - Hutchinson/Göring 4:6, 6:1, 7:10; Christ/Dustmann - Pascal/Rudnick 6:2, 6:3.

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Der Niederländer Paul Haarhuis (Bad Vilbel) macht vor seinem Regionalliga-Einzel einige Aufwärmübungen. Seine Herren 50 sind nur noch einen Sieg vom Finalturnier entfernt. © Jürgen Keßler

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