Regionalliga Südwest vor Restart

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(gäd). Ab Freitag soll in der Regionalliga Südwest wieder der Ball rollen. Das entschied gestern das Landgericht Mannheim. Sechs Vereine wollten eine einstweilige Verfügung erwirken, um den bevorstehenden Restart noch zu stoppen. Ohne Erfolg.

Es geht also am Freitag schon weiter, es sei denn, es wird Berufung eingelegt. Beim TSV Steinbach Haiger, einer der sechs Kläger-Vereine, stellt man sich aber darauf ein, auf den Platz zurückzukehren: "Wir akzeptieren selbstverständlich das Urteil und werden nun alles geben, um sportlich so erfolgreich wie möglich durch den Dezember zu kommen", erklärt Steinbachs Vorstandssprecher Roland Kring.

Neben dem TSV Steinbach Haiger waren die Vereine FC Gießen, TSV Eintracht Stadtallendorf, TSV Schott Mainz, FC Astoria Walldorf und der Bahlinger SC juristisch gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 11. Dezember vorgegangen. Die Begründung: Es sei für die Klubs aufgrund der Corona-Lage nicht zumutbar, noch vor Weihnachten wieder zu spielen. Der Gesundheitsschutz sei nicht gewährleistet.

Grundlage der Entscheidung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, war, dass gemäß Corona-Verordnung seit dem 1. Dezember auch Rheinland-Pfalz neben Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland das Trainieren und Spielen in der Regionalliga Südwest wieder erlaubt hat. Vor den Partien sollen bei Spielern, Offiziellen und Schiedsrichtern Corona-Tests durchgeführt werden.

OFC begrüßt das Urteil

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, teilte das Landgericht Mannheim mit. Aber die Kartellkammer sah juristisch keine gravierenden Verstöße bezüglich der Saisonfortsetzung. Es sei allein um die Frage gegangen, ob die Antragsgegnerin - also die Regionalliga Südwest GBR - eine vertretbare Abwägung vorgenommen habe. Davon sei auszugehen, teilte das Gericht mit. Es sei deshalb vertretbar gewesen ... das bisherige, bislang behördlich nicht beanstandete Hygienekonzept weiterhin als übergeordnetes Hygienekonzept anzusehen, zumal es um Schnelltests erweitert worden sei.

Das Gericht verhandelte gestern ab 14 Uhr, die Offenbacher Kickers hatten ihre Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Astoria Walldorf (Freitag, 19 Uhr) daher nach hinten verlegt. Doch die Entscheidung zog sich hin. Erst um kurz vor sechs wurde bekannt, wie das Urteil des Landgerichts Mannheim ausgefallen war.

"Meine Laune bessert sich gerade deutlich", zeigte sich OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik erleichtert. "Mir fallen Steine vom Herzen. Das freut mich für uns alles. Es ist immens wichtig, dass weiter gespielt wird. Wir spielen ja nicht nur, um zu spielen, sondern, weil wir uns etwas vorgenommen haben."

Sobotzik erklärt weiter: "Die Liga hat die Behördenlage berücksichtigt. Ich habe mit keinem anderen Verein ein Problem, empfinde aber großes Unverständnis, wenn jemand klagt, um nicht zu spielen", sagte Sobotzik. Ihm sei auch kein Fußballer - weder beim OFC, noch bei einem anderen Verein - bekannt, der sich dabei unwohl fühle, zu spielen.

Kickers-Trainer Angelo Barletta ergänzte: "Wir haben unseren Spielern schon viel früher eingeimpft, dass sie penibel auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten sollen, zumal sie auch eine Verantwortung für ihre Familien haben. Wir achten strikt darauf, die Abstände einzuhalten - auch im Bus. Das ist kein Hexenwerk und hilft allen."

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