Rechnerische Chance erhalten

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Quantez Robertson grinste verschmitzt. "Vielleicht", sagte der Kapitän der Frankfurt Skyliners, "wenn die anderen Teams Probleme bekommen, dann kann alles passieren." Mit alles passieren, meinte der 34-Jährige das Erreichen der Playoffs nach dem 71:60 (30:25)-Erfolg des hessischen Basketball-Bundesligisten in Bonn.

Quantez Robertson grinste verschmitzt. "Vielleicht", sagte der Kapitän der Frankfurt Skyliners, "wenn die anderen Teams Probleme bekommen, dann kann alles passieren." Mit alles passieren, meinte der 34-Jährige das Erreichen der Playoffs nach dem 71:60 (30:25)-Erfolg des hessischen Basketball-Bundesligisten in Bonn.

Zumindest die rechnerische Chance haben sich die Skyliners mit ihrem 13. Saisonsieg erhalten. Sie haben vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde vier Punkte Rückstand auf den Tabellenachten Braunschweig. Um es in die Top acht zu schaffen, müssen die Skyliners aber alle verbliebenen Partien gewinnen. Und selbst dann würde es auf einen oder mehrere direkte Vergleiche hinauslaufen. Gegen Würzburg, Ludwigsburg (je 15 Siege) und Bayreuth (14) gingen die zusammengefassten Duelle aus Hin- und Rückspiel verloren. Nur gegen Braunschweig und Bonn (je 15 Erfolge) ist die Bilanz positiv.

Für Cheftrainer Gordon Herbert ging es vor der Partie in Bonn auch gar nicht mehr um das Thema Playoffs, sondern mit einer professionellen Einstellung die Saison "stark zu beenden." Nach 40 Minuten in Bonn war er auch recht zufrieden, vor allem mit der Verteidigung. Dass die Skyliners trotz einer miserablen Dreierquote von 20 Prozent (sechs von 30) und einer Freiwurfquote von 53 Prozent (15 von 28) überhaupt gewinnen konnten, sprach gestern nicht für die Stärke der Hessen, sondern für die Schwäche der Gastgeber. Was die Skyliners, wie zuletzt häufig, richtig gut machten, war die Dominanz unter den Brettern: Das Rebound-Duell gewannen die Frankfurter mit 38:33, schnappten sich 16 Abpraller am offensiven Brett. Besonders Shawn Huff tat sich mit sieben Offensivrebounds hier hervor.

"Der Schlüssel zum Erfolg war Huff, der mit seinem außerordentlichen Einsatz all die kleinen Dinge getan hat, die du für einen Sieg brauchst", lobte Herbert den erfahrenen Finnen, der ansonsten eine schwache Saison spielt. Erstmals durfte Andrej Mangold im Skyliners-Trikot für 1:17 Minuten ran. Mehr Einsatzzeit gab es für den 32-jährigen "Bachelor" nach eineinhalb Jahren ohne Erstligaeinsatz von Trainer Herbert aber nicht.

Timur Tinc

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