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Rassistische Ausfälle während eines B-Liga-Spiels beschäftigen das Kreissportgericht Friedberg in der kommenden Woche.

Rassismus-Vorwürfe in der B-Liga

Rassistische Beleidigungen und Tätlichkeit: Kreissportgericht verhandelt über B-Liga-Partie

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Das hat ein Nachspiel: Die Partie zwischen dem SV Schwalheim II und der TSG Wölfersheim von vor zehn Tagen kommt wegen einer Tätlichkeit und Rassismus-Vorwürfen nun vor das Kreissportgericht.

Die Geschehnisse im Spiel der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, zwischen dem SV Schwalheim II und der TSG Wölfersheim am 11. August sollen in der kommenden Woche vor dem Kreissportgericht verhandelt werden. Das teilte der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Karl-Ernst Kunkel mit.

Erst die Stellungnahme der Vereine sorgte für eine Verhandlung

Kurz vor Schluss der Partie am Sonntag vor einer Woche soll der Wölfersheimer Spieler Andrew Iyasere im Zuge eines Handgemenges von einem Schwalheimer Abwehrspieler geschlagen worden sein. Während des Spiels hatte Schiedsrichter Wolf-Dieter Mitschele (SSV Heilsberg) diese Tätlichkeit nicht geahndet, machte aber einen Vermerk im Spielbericht.

Für Aufruhr sorgten aber vielmehr die rassistischen Beleidigungen gegenüber Iyasere, die nach dem Handgemenge von mindestens einem Schwalheimer Zuschauern ausgegangen sein soll. Im Spielbericht sollen diese Beleidigungen aber keine Erwähnung gefunden haben. Erst die Aufforderung des zuständigen Einzelrichters an die Vereine, Stellungnahmen abzugeben, brachte nun das Gremium um Kunkel dazu, den Fall mündlich zu verhandeln. Diese Möglichkeit existiert für das Kreissportgericht laut der Rechts- und Verfahrensordnung des Hessischen Fußballverbands von Amtswegen - auch ohne Sonderbericht des Unparteiischen.

Kreissportgerichtsvorsitzender Karl-Ernst Kunkel verzichtet auf Vorsitz

Aufgrund von einer möglichen Befangenheit wird Kunkel bei der Verhandlung auf den Vorsitz verzichten. Diesen soll sein Stellvertreter Klaus Häuser übernehmen. Das benannte Gremium liegt beiden Vereinen vor, bis zur heutigen Mitternacht haben beide Vereine Zeit, Einspruch wegen Befangenheit dagegen einzulegen. Solange ist der Termin noch nicht final angesetzt. Die Verhandlung wird öffentlich geführt.

Beide Vereine wollen sich auf WZ-Nachfrage bis nach Abschluss des Verfahrens nicht mehr zu den Vorfällen äußern.

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