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Rabstein, Kratzsch, Michel Süddeutsche Meister

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(jn/mw) Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Wetzlar haben die Wetterauer Athletinnen und Athleten mit einem kleinen Team sehr gute Ergebnisse erzielt.

»Vier Einzelstarts – drei Mal Gold. Das war wirklich hervorragend«, bilanzierte Leistungssport-Chef Volker Weber von der LG Friedberg-Fauerbach dementsprechend zufrieden. Daniel Rabstein über 400 Meter flach und über die Hürden sowie Gesa Kratzsch im Weitsprung holten bei den Aktiven die Titel für die Kreisstädter. Ganz oben auf dem Treppchen stand in der U18 auch Johanna Michel vom TV Nieder-Weisel im Hochsprung.

Daniel Rabstein konnte sich gleich zweimal den Süddeutschen Meistertitel sichern. Am ersten Wettkampftag entschied er seine Paradedisziplin, die 400 Meter Hürden, für sich. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 51,03 Sekunden, mit der er sich auf Platz neun der deutschen Bestenliste vorschob und den höher eingeschätzten Quentin Seigel (Offenburg) hinter sich ließ. Und das bei über 30 Grad im Schatten. »Das Rennen war hart, aber ich bin super glücklich über die Zeit und den Titel«, freute sich der 25-Jährige hinterher. Noch mehr Grund zur Freude hatte er am zweiten Wettkampftag. In der Hitzeschlacht von Wetzlar startete Rabstein noch über 400 Meter flach. In einem spannenden Duell setzte er sich am Ende in 47,82 Sekunden mit einer winzigen Hundertstelsekunde vor einem Friedberger – Stefan Gorol aus dem bayerischen Friedberg – durch und wurde zum zweiten Mal Süddeutscher Meister.

»Das hätte ich vorher nie gedacht. Ich musste ganz schön kämpfen, aber es hat sich gelohnt«, sagte Rabstein.

Titel Nummer drei für die Fauerbacher sicherte Gesa Katharina Kratzsch. Im Weitsprung landete sie bei 5,95 Metern. Die Weite war am Ende nebensächlich, was zählte war der Titel. Zumal die Athletin erst vor zwei Wochen bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften mit der Bronzemedaille und neuer Bestweite von 6,34 Metern beeindruckte.

Im Anschluss holte Kratzsch einen guten sechsten Platz mit der 4 x 100-Meter-Staffel. Das Quartett mit Kathrin Orth, Gesa Kratzsch, Alina Schneider und der London-Fahrerin Christiane Klopsch benötigte 48,45 Sekunden und erzielte damit eine Bestzeit. Ebenfalls Rang sechs holte die Staffel der weiblichen Jugend U18. Abike Tabel, Anna Hülsmann, Joanne Andratzek und Nina Danckert lieferten in 51,52 Sekunden ein sehr ordentliches Rennen ab. Nicht ins Ziel kam hingegen die Staffel der männlichen U18 der LG nach einem Wechselfehler. Hier standen Clint Dotzert, Janis Schmidt, Gerke Thomas und Nelson Eckardt auf der Bahn. Auf Rang 13 kam Denise Knoop in der weiblichen U18 mit 16,12 Sekunden über 100 Meter Hürden.

Im Hochsprung der weiblichen U18 legte Johanna Michel vom TV Nieder-Weisel eine blitzsaubere Serie hin und nahm alle Höhen bis einschließlich 1,72 Meter im ersten Versuch. Damit stand sie bereits als Siegerin fest. Für eine neue persönliche Bestleistung von 1,75 Meter reichte es für die 17-Jährige nicht mehr, die mit 1,74 Meter auf Rang sechs der deutschen Bestenliste steht.

Im Hammerwurf der Frauen wehte olympisches Flair durch das Stadion, denn wie auch im Speerwurf durch Christina Obergföll ging der Sieg an eine Medaillengewinnerin von London. Kathrin Klaas holte sich mit der Weltklasse-Weite von 74,04 Metern den ersten Platz. Dritte wurde die Florstädterin Svenja Kern im Trikot von Eintracht Frankfurt, die mit 57,67 Metern zwar etwas unter ihren Möglichkeiten blieb – angesichts der großen Weitenabstände allerdings nicht in Gefahr war, den Podestplatz zu verlieren.

Weitere Ergebnisse – U18 männlich, 110 Meter Hürden: 7. Espen Wick (TV Rendel) 15,38 sec (Vorlauf 15,20). – U18 weiblich, 100 Meter: Vorlauf Ariane Leger (LG Altenstadt) 13,20 sec; 200 Meter: Vorlauf Hanna Jungclaus (TG Groß-Karben) 27,81 sec.

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