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Qualität und Zusammenhalt sichern A-Liga-Rückkehr

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Dusko Krajajic hat die SG Rodheim zum direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A geführt.
Dusko Krajajic hat die SG Rodheim zum direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A geführt. © Nicole Merz

Nachdem die SG Rodheim in der Spielzeit 2012/2013 sang- und klanglos als Tabellenletzter aus der Fußball-Kreisliga A Friedberg abgestiegen war, stellten die Verantwortlichen vor der vergangenen Saison alles auf Neuanfang.

Die Mannschaft wurde mit neuen Spielern komplett umgebaut. Zudem wurde mit Dusko Krajajic ein erfahrener Trainer geholt, der in seinen 40 Jahren als Übungsleiter schon Mannschaften bis zur damaligen Landesliga trainierte und nun die SGR wieder zu alter Stärke führen sollte. Dieses Konzept ist aufgegangen. Nach 28 Spielen war eine beeindruckenden Bilanz zu verzeichnen: 24 Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage - und dies bedeutete die Meisterschaft und damit den direkten Wiederaufstieg.

»Vor der Saison konnte man nicht mit der Meisterschaft rechnen. Ich habe zunächst die Jungs kennen gelernt und wusste nach der Vorbereitung, dass wir eine gute Mannschaft zusammen haben, die um die Spitze mitspielen kann«, sagt der Meistercoach. Erst nach der Vorrunde, als sich abgezeichnet hatte, dass sich die Meisterschaft zwischen vier Mannschaften entscheiden würde, hätte er dieses Ziel in Erwägung gezogen. Vor allem die Tagesform in den Spielen gegen die direkte Konkurrenz sei ein wesentlicher, aber unberechenbarer Faktor gewesen.

Der einzigen Niederlage gegen Melbach (1:2) und einem Remis gegen Fauerbach (2:2) in der Vorrunde ließ die Krajajic-Truppe eine Siegesserie folgen, die nur durch ein weiteres Unentschieden gegen Mitaufsteiger Ober-Mörlen (1:1) Ende April unterbrochen worden war. Als die entscheidenden Partien sieht Krajajic die Siege in den Rückspielen gegen Dorheim (4:1) und Melbach (3:2) an, die letztlich dazu führten, dass man gemeinsam mit dem SV Ober-Mörlen bereits Wochen vor Saisonende den Aufstieg feiern konnte. Dadurch reichte ein torloses Remis im letzten Spiel gegen den SVO, um mit zwei Punkten Vorsprung Meister zu werden.

Als Schlüssel zum Erfolg sieht Krajajic das hohe fußballerische Niveau seiner Mannschaft. »Wir haben viele sehr gute und ebenso viele hervorragende Fußballer im Team, die letzten Endes den Unterschied gemacht haben. Sei es unser Kapitän Dennis Bucher, der immer alles auf dem Platz umgesetzt hat, was wir vorher besprochen haben, oder Patrick Ruppert als erfahrenen Spieler auf der Sechser-Position. Ebenso Dennis Becker auf als Ideengeber, der unsere Torjäger Marius Wies, Michael Moritz und Tim Unger eingesetzt hat. Kurz gesagt. Ich bin sehr glücklich mit der kompletten Mannschaft, die durch die Bank tolle Leistungen gebracht hat«, schwärmt Krajajic.

Deshalb blickt der Übungsleiter auch voller Zuversicht auf die kommenden Aufgaben in der A-Liga: »Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass, je höher man im Fußball kommt, desto mehr gute Spieler sind in der entsprechenden Liga vertreten. Wenn meine Jungs allerdings die richtige Einstellung an den Tag legen, können wir eine sehr gute Rolle in der A-Liga spielen und werden mit dem Abstieg eher nichts zu tun haben« glaubt der Erfolgstrainer. Ein Platz im oberen Mittelfeld sei zunächst die Zielvorstellung, was durch die Tatsache, dass man keine Abgänge und »sieben bis acht« Neuzugänge vorzuweisen hat, untermauert wird. Auch die Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Michael Busov bleibt bestehen. »Ich bin sehr froh, dass ich mit Michael einen so kompetenten Mann schon seit Jahren an meiner Seite habe, der, obwohl er in Kelkheim wohnt, mit mir nach Rodheim gekommen ist, um etwas aufzubauen.« sagt Krajajic.

Was dem Meistermacher im Hinblick auf die neue Runde missfällt, ist der frühe Start der Punktspiele. »Ich habe mich ein wenig geärgert, dass die Saison schon am 3. August losgeht. Das sind 14 Tage früher als in anderen Kreisen und ist gerade im Bezug auf die Urlaubsplanung für die Amateurfußballer problematisch. Wenn man dann auch noch die Relegationsteilnehmer nimmt, die nur zwei bis drei Wochen Pause haben, ist das aus organisatorischer Sicht nicht so glücklich gewählt«, sagt Krajajic, der generell eine größere Flexibilität im Spielplan begrüßen würde. Marcel Devantier

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