Protest abgewiesen: Seckbach bleibt Gruppenligist

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(rst). Die Beschwerde der FG Seckbach gegen die Wertung der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd wurde vom Hessischen Fußball-Verband (HFV) per Beschluss des Präsidiums zurückgewiesen. Das Präsidium war durch den Einspruch des Frankfurter Gruppenligisten gegen die Entscheidung des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung als letzte Instanz zuständig geworden.

Nach der Aufstiegsrunde war einer der drei punktgleichen Teilnehmer vorschnell und nicht satzungsgemäß zum Aufsteiger erklärt worden (VfB Ginsheim II), obwohl es ein Entscheidungsspiel gegen die punkt- und torgleiche JSK Rodgau hätte geben müssen. Die wurde dann nachträglich ebenfalls noch zum Aufsteiger erklärt, weil ein Entscheidungsspiel zu dem späten Zeitpunkt für die beiden Vereine nicht mehr zumutbar gewesen wäre.

In "sportlicher" Hinsicht löste sich der Fall durch einen Rückzug nach Rundenende in der Hessenliga (FSC Lohfelden) und dem dadurch bedingten Nachrücken des Süd-Vizemeisters Hanau 93. Dadurch wurde plötzlich ein weiterer Platz in der Verbandsliga Süd frei.

Das HFV-Präsidium begründete seine Entscheidung, gegen die kein Widerspruch mehr eingelegt werden kann, vor allem mit der Abschlusstabelle der Dreier-Aufstiegsrunde und der fehlenden sportlichen Rechtfertigung eines Seckbacher Aufstiegs. Rodgau und Ginsheim kamen dort auf drei Punkte und 5:5 Tore, Seckbach auf drei Punkte und 3:3 Tore.

Das Präsidium räumte zwar einen Fehler bei der Verkündung des alleinigen Ginsheimer Aufstiegs ein, habe aber anschließend von ihrem Recht Gebrauch gemacht "rechtsfehlerhafte Verwaltungsentscheide unabhängig von ihrer Bestandskraft zu ersetzen" - sprich: Der Sache war damit Genüge getan, dass es auch Rodgau zum Aufsteiger erklärt habe.

Die FG Seckbach wird sich nun noch einmal mit ihrem Anwalt beraten. "Wir sind immer noch anderer Meinung und finden es schade, dass der Verband nicht das Gespräch mit uns gesucht hat", sagt Joachim Nareike vom FG-Spielausschuss.

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