+
Henrik Jasper Kreiswart

Die Probleme bleiben die selben

  • schließen

(msw). Das Saisonabschluss- gespräch mit Tischtennis-Kreiswart Henrik Jasper (TTC Bad Nauheim-Steinfurth) ist in dieser besonderen Tischtennis-Saison etwas anders als in den Jahren zuvor, da der Spielbetrieb schon seit vier Wochen ruht, ehe er in der vergangenen Woche aufgrund der Coronavirus-Pandemie vollständig eingestellt worden ist. Dennoch hat sich Jasper Zeit für unsere Fragen rund um den Tischtennissport in der Wetterau, aber auch seinen Verein TTG Bad Nauheim/Steinfurth genommen.

Herr Jasper, gab es noch andere Ideen, als die Saison mit den bisher gespielten Ergebnissen abzubrechen und auch so zu werten?

Es gibt immer andere Möglichkeiten und Meinungen. Man hätte noch warten und die Saison dann verlängern können. Mit dieser Entscheidung können die Vereine jetzt aber bereits frühzeitig für die neue Saison planen. Und es ist gut, dass bundesweit einheitlich entschieden wurde. Es ist die beste Lösung für die Vereine, auch wenn sie nicht für alle fair ist. Aber egal, wie man es gemacht hätte, irgendjemand wäre immer benachteiligt gewesen.

Somit kann die erste Mannschaft der TTG Bad Nauheim/Steinfurth als Tabellenzweiter der Bezirksliga wieder in die Bezirksoberliga zurückkehren. Wird sie das tun? Und wird auch die vierte Mannschaft als Meister der Kreisliga, Gruppe 2, ebenfalls aufsteigen?

Die Mannschaften müssen das selbst entscheiden, doch ich gehe davon aus, dass beide Teams aufsteigen werden. Bei der ersten Mannschaft ist zwar noch unklar, ob Christian Schmirler in der nächsten Saison bei uns bleiben wird, doch auch ohne ihn glaube ich, dass wir den Aufstieg wahrnehmen werden. Und in der vierten Mannschaft stehen viele junge Spieler, die vor dieser Saison nicht genau gewusst hatten, ob sie sich die Bezirksklasse zutrauen würden, sodass wir die Mannschaft zurückgezogen hatten. Jetzt haben sie sich aber gefestigt und wollen auf Bezirksebene spielen.

Im Tischtenniskreis gibt es mit Markus Reiter und Holger Thösen zwei Trainer, die von ihrer Tätigkeit leben. Wissen Sie, wie es ihnen aktuell in dieser Krise geht?

Für die Beiden ist das Ganze eine Katastrophe, denn ihre Einnahmen sind komplett weggebrochen. Sie können zwar wahrscheinlich Hilfen beantragen, doch es bleibt natürlich unklar, ob ihre Lebensmodelle weiterhin tragbar bleiben. Mit Holger Thösen habe ich gesprochen, und er möchte weiterhin Tischtennis-Training anbieten.

Inwieweit hat die Corona-Krise die heimische Tischtennis-Szene ansonsten beeinflusst?

Der Amateursport wird generell wieder aufstehen. Natürlich müssen wir die Meldungen für die kommende Saison abwarten, doch ich glaube, dass uns vor allem die alten Probleme wie die Besetzung der Ehrenämter, die Förderung des Nachwuchses und die Gewinnung von Trainern auch weiterhin beschäftigen werden.

Wie steht es in dieser schwierigen Gesamtsituation um den Kreistag, der regulär im Juni in Gelnhaar stattfinden soll?

Wir werden den Kreistag vorbereiten wie bisher. Es wird auch in jedem Fall auch wieder ein Online-Kreistagsheft geben. Ansonsten können wir recht entspannt sein, da in diesem Jahr ohnehin keine Neuwahlen anstehen und auch keine Veranstaltungen zu vergeben sind. Lediglich für die Klasseneinteilung brauchen wir eine Abstimmung der Vereine. Aber auch diese könnte online erfolgen. Anträge könnten auch per E-Mail eingereicht werden. Ich wünschte mir zwar eine Präsenzveranstaltung, doch die Chancen dafür sehe ich im Moment als nicht so hoch an, da ja dann etwa 80 Personen in einem Raum zusammen kommen müssten. FOTO: PV

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare