Positives Saisonfazit

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(kaja). Am Tag nach dem Halbfinal-Aus von Frankfurt Universe im Rennen um den Titel in der German Football League (GFL) war bei Geschäftsführer Alexander Korosek von Katerstimmung nichts zu spüren. "Natürlich hatten wir gehofft, weiterzukommen", erklärte der Luftfahrtunternehmer. Aber Anfang der Saison sei nicht mal sicher gewesen, "ob wir überhaupt spielen können". Dass es beim Neustart nach der Insolvenz für den Vorjahresfinalisten direkt wieder unter die besten vier Mannschaften in Deutschland ging, sei als Erfolg zu werten. "Was wir in einem Jahr geschafft haben, dafür brauchen andere zehn bis 15 Jahre."

Bevor sich der Kader wieder in alle Richtungen verstreut, soll es gemeinsam mit Fans und Helfern am Mittwoch (17 Uhr) noch einen gemeinsamen Saisonabschluss und am Samstag eine Party geben. Zudem finden Gespräche statt, die laut Korosek dazu führen sollen, den Kern der Mannschaft eine weitere Saison am Main zu halten. Denn diese habe einen Zusammenhalt bewiesen, der im Profigeschäft nicht selbstverständlich ist.

Auch die Trainerfrage muss geklärt werden. Aus Sicht des Managers gibt es keinen Grund, im Stab etwas zu ändern. Doch Thomas Kösling, der nach dem Abgang von Brian Caler im August das Amt des Headcoaches übernommen hatte, hat deutlich gemacht, dass er als Polizeibeamter dieses nur weiterführen kann, wenn es möglich ist, einige Aufgaben abzugeben.

Was die Finanzen angeht, ist die finale Bilanz noch nicht gezogen. Wichtig ist es Korosek jedoch, zu betonen, dass entgegen Gerüchten "alle Rechnungen bezahlt sind". Die Zuschauerzahl lag nach ersten Schätzungen etwas hinter den kalkulierten 2000 Vollzahlern pro Partie. Im Zuge des Lizenzverfahrens für das nächste Jahr, für das man sich fristgerecht bis 15. Oktober bewerben will, sei man bereit, alles transparent zu machen und jeden gewünschten Beleg vorzulegen. Von Beginn an wollte die neue Führung "den Beweis antreten, dass wir nicht so sind wie die Vergangenheit". Das sei gelungen.

Mit dem FSV, der die Spielstätte am Bornheimer Hang betreibt, sucht man nach Lösungen, um die Stadionmiete zu refinanzieren. "Unser Hauptziel ist es, dass sich alles irgendwann selbst trägt" und die beiden derzeit Pro bono arbeitenden Geschäftsführer, Korosek und Daniel Zeidler, nicht mehr mit privatem Geld die Lücken im etwa 800 000 Euro betragenden Etat füllen müssen.

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