Neuzugang Ihab Darwiche beim Trainingsauftakt des FSV Frankfurt - mit dabei waren auch etliche Zaungäste. FOTO: PV
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Neuzugang Ihab Darwiche beim Trainingsauftakt des FSV Frankfurt - mit dabei waren auch etliche Zaungäste. FOTO: PV

Den Pokal-Geldtopf im Visier

  • vonred Redaktion
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(fri). Der Trainingsauftakt beim FSV Frankfurt zu Corona-Zeiten wird allen Beteiligten in Erinnerung bleiben. Während Cheftrainer Thomas Brendel zwischen 17 und 18.30 Uhr sein Team zum lockeren Start mit Spielchen zum Abschluss bat, saßen auf Bänken neben Volksfesttischen mehrere Dutzend Anhänger des Fußball-Regionalligisten und verfolgten das Treiben. "FSV!, FSV!, FSV!", skandierten einige, als die Spieler hinterher den "Käfig", das Trainingsfeld am Haupteingang, Richtung Katakomben verließen.

"Wir wünschen uns grundsätzlich mehr Support", hatte zuvor Standardspezialist Steffen Straub an die Fans appelliert. In welcher Form dies zu Beginn der Spielzeit 2020/21 überhaupt geschehen kann, ist noch ungewiss. Zum Gratmesser könnte das Endspiel um den Hessenpokal werden. Für dieses haben sich die Bornheimer kurz vor dem Lockdown noch qualifiziert - und sie wollen auch das Finale, das für den 22. August angesetzt ist, austragen (siehe Artikel links). Der Gegner wird im zweiten Halbfinale am 15. August zwischen den Ligakonkurrenten TSV Steinbach und dem FC Gießen ermittelt.

Dass diese Veranstaltung im Fokus der drei Clubs steht, liegt auf der Hand. Denn es geht nicht nur um sportliches Renommee, sondern auch um viel Geld; der Sieger qualifiziert sich für die erste Runde im DFB-Pokal und wird eine sechsstellige Summe einstreichen. "Bis jetzt haben wir nur die halbe Miete, in vier Wochen wollen wir uns belohnen", bekräftigte Timo Kunert. Der Rechtsverteidiger war der letzte FSV-Torschütze vor dem Abbruch der Saison 2019/20 - beim 2:0-Halbfinalsieg in Stadtallendorf.

Wie Kunert trägt auch Fabian Burdenski weiter die Farben Schwarz und Blau. Vor Beginn des Starttrainings hatte der FSV die Vertragsverlängerung mit dem Mittelfeldakteur bekannt gegeben, der sich bei seinem dritten Gastspiel bei den Bornheimern nach 2014/15 und 2017/18 endlich einen Stammplatz erkämpfen will. Damit umfasst der Kader 23 Spieler, sechs davon sind neu.

Mit Daniel Endres verpflichteten die Frankfurter nicht nur einen leistungsstarken Keeper, sondern auch einen Führungsspieler, dessen Meinung Gewichtung hat. Mit ihm vom Ligakonkurrenten FC Bayern Alzenau kam Abwehrmann Alieu Sawaneh. Wie Endres hat auch Ihab Darwiche (zuletzt FC Homburg) eine Offenbacher Vergangenheit. Dem Aufgebot gehören nun auch Canel Burcu (Rot-Weiss Frankfurt) sowie Demyan Imek und Simon Lüders (beide eigene U 19) an.

Sparen ist angesagt

Sechs Akteure haben indes keinen Vertrag mehr bekommen beim FSV. Mit Mirco Born wird es jedoch zu einem Wiedersehen kommen, denn der feine Techniker spielt künftig für Ligakonkurrent FC Astoria Walldorf. In einer ersten Liga tummelt sich Vito Plut, der 2019/20 ziemlich formschwache Stürmer muss sich aber mit der maltesischen begnügen und versucht bei den Tarxien Rainbows sein Glück.

Bereits Ende Mai, sagte Brendel, habe festgestanden, dass der einstige Torgarant Plut den Verein verlässt. Der Slowene war einer der Gutverdiener. "Wir mussten uns aus wirtschaftlichen Gründen von Spielern trennen", betonte Brendel, der zugleich Sportlicher Leiter ist. "Zehn Prozent weniger als vorherige Saison" hätten nun zur Verfügung gestanden. Dies entspricht einer hohen fünfstelligen Summe. Doch es soll noch nachgebessert werden, denn "eine oder zwei Positionen sind noch frei".

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