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Die Playoff-Runde ist das Ziel

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Der EC Bad Nauheim hat die Playoff-Teilnahme in der DEL 2 zum Ziel gesetzt. »Die vorderen Plätze sind sicher an die Top-Klubs vergeben. Aber wir haben eine charakterstarke Mannschaft und sollten in der Lage sein, um die Plätze sechs bis acht mitspielen zu können«, sagt Andreas Ortwein, der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH.

Und auch Daniel Heinrizi, der Sportliche Leiter beim Eishockey-Aufsteiger aus der Wetterau, zeigte sich im Rahmen der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz zuversichtlich: »Als Neuling sammelt man erfahrungsgemäß zu Saisonbeginn viele Punkte. Und natürlich ist unser Wunsch, um die Playoff-Positionen mitzuspielen.« In den Hardtberggarten der Licher Brauerei hatten die Roten Teufel am Donnerstag eingeladen; auch um die weitere Zusammenarbeit mit dem treuesten Werbepartner (seit 1996) zu verkünden.

»Als hessisches Traditionsunternehmen ist es unser Bestreben nach dem Motto ›In der Region, für die Region» Verantwortung zu übernehmen. Der EC Bad Nauheim hat sich sportlich enorm entwickelt und ist eine feste Größe im regionalen Sport«, sagt Olaf Albrecht als Leiter Sportmanagement der Brauerei, die zu Bierbeißern, Brezeln und Maultaschen eingeladen hatte. Um drei weitere Jahre, bis 2016, wurde die Partnerschaft verlängert.

Die Brauerei zählt neben den Partnern Bauzentrum Gerhard, First Stop, Auto Kuhl und MTS Automobile zu den fünf großen Partnern, die »die Hälfte der Sponsoring-Einnahmen ausmachen«, wie Ortwein im Verlauf des Zusammentreffens ausführte. Rund 50 Prozent der Einnahmen setzen sich aus Dauerkartenverkauf und Sponsoring zusammen, die zweite Hälfte resultiere aus den Tagestickets und dem Catering, von dem die GmbH - anders als andere Klubs - »in vollem Umfang« profitiere.

Die Ausgaben im 1,5 Millionen-Budget setzen sich zur Hälfte aus Personal-, zur anderen Hälfte aus Sachkosten zusammen. Beinhaltet sei hier auch eine Summe von etwa 90 000 Euro, die in die Infrastruktur (beispielsweise Ticketsystem, Autos) investiert worden sei. »Mittelfristig wird sich das tragen. Darüber sind sich Gesellschafter und Beiräte einig«, sagt Ortwein, der angesichts von rund 800 Dauerkarten mit jeweils 600 zahlenden Fans an der Abendkasse kalkuliert, um die Kosten zu decken.

In einheitlichen Polo-Shirts präsentierte sich der komplette Kader in lockerer Runde, ebenso einheitlich im schwarzen Anzug standen die Gesellschafter und Beiräte der Eishockey Cracks GmbH unter der Moderation von Pressesprecher Christian Berger Rede und Antwort. Nur einer fehlte: Trainer Frank Carnevale. Der Italo-Kanadier leide an einem Hexenschuss, könne nicht kommen, hieß es.

Bereits am Donnerstagnachmittag stand eine Trockentrainingseinheit auf dem Terminplan, am Abend dann die Materialausgabe im Colonel-Knight-Stadion, wo in dieser Woche mit der Eisaufbereitung begonnen worden ist. Am Freitag geht’s in Viernheim noch einmal 90 Minuten auf das Eis, am Abend folgt die Mannschaft der Einladung eines Werbepartners zu einer internen Grillfeier, ehe der Kader am Samstag auf dem Gelände von »First Stop« in Butzbach den Fans präsentiert wird. Los geht’s um 15 Uhr, gegen 17.30 Uhr werden Helm- und Trikotdesign vorgestellt, gegen 18.15 Uhr dann die Spieler. Ob auch der fünfte und letzte Kontingentspieler vorgestellt wird, haben Ortwein und Heinrizi gestern noch offen gelassen. Man sei bemüht, den Spieler möglichst zu Beginn des Trainingslagers zu integrieren.

Am Sonntagmorgen um 11 Uhr reisen die Roten Teufel nach Duisburg, wo im Landhaus Milser Quartier bezogen wird. Dort hatte während der Fußballweltmeisterschaft 2006 die Nationalmannschaft Italiens residiert. Ralf Pape, Mäzen des Oberligisten EV Duisburg, hatte den Kontakt vermittelt. Mit dabei sind neben Dennis Schulz, der als dritter Torwart offiziell auch im DEL 2-Kader geführt wird, auch Goran Pantic (Verteidiger), Marc Kevin Perkins und Daniel Schindler (beide Stürmer) aus dem Kader der Junioren-Mannschaft. Denkbar ist zudem ein Probetraining eines Gastspielers für die Verteidigung. »Durch den Rückzug der Hannover Indians und der Hannover Scorpions sind aktuell noch sehr viele Spieler auf dem Markt«, erklärt Heinrizi. Eine Förderlizenzkooperation - Gespräche mit den Eisbären Berlin und Düsseldorf waren geführt worden - ist bislang nicht zustande gekommen.

Einen neuen Klub hat inzwischen Eigengewächs Marius Pöpel gefunden. Der 23-jährige Verteidiger wechselt zum Oberligisten Eisbären Hamm.

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