Petterweiler mit KOL-Paukenschlag gegen Fauerbach

(hei/we) Oben wie auch unten geht in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg es vier Spieltage vor Schluss spannend zu. Spitzenreiter Türk Gücü Friedberg entledigte sich seiner Pflichtaufgabe gegen den neuen Tabellenletzten Türk. SV Bad Nauheim beim 5:0-Sieg souverän.

Der Paukenschlag schlechthin gelang dem VfB Petterweil, der eine keinesfalls schwache Fauerbacher Olympia mit 5:2 nach Hause schickte. Der VfB hat damit den Klassenerhalt endgültig gesichert. Am anderen Ende der Fahnenstange zog das bisherige Schlusslicht TSG Ober-Wöllstadt durch das 3:0 in Dorn-Assenheim am Gegner und den Nauheimer Türken vorbei und liegt nun lediglich einen Punkt hinter dem Traiser FC (2:3 gegen den VfR Ilbenstadt) und der SG Oppershofen (0:0 in Nieder-Florstadt). Deren Akteur Alexander Müller sah am Sonntag als einziger Spieler die Rote Karte.

Starker Keeper Christiansen hält Sieg fest

SV Germania Ockstadt – SKV Beienheim 2:3 (2:2): Der Auftakt sprach Bände: Nach einer Kombination über Riess und Linhart prüfte letzterer SKV-Torhüter Kevin Christiansen, der den Ball bravourös parierte (3.). Das sollte noch mehrfach der Fall sein; ohne dessen Paraden gegen Wörner (41.) sowie Linhart (50./89.) hätte Beienheim gestern wohl kaum dreifach gepunktet. Dazu kamen noch diverse Momente, in denen den Germanen schlicht und einfach die Präzision fehlte, um sich für die starke Offensivleistung zu belohnen. Scheibners indirekter Freistoß an den Pfosten (32.

) sowie Salijhus und Wörners Bälle, die das Ziel verfehlten (60./64.), seien hier beispielhaft genannt. Besser machte es Jeton Visoka, der auf Pass von Harsch von halblinks zum 0:1 ins lange Eck schoss (5.). Dies konnte Ockstadt in Person von Marcel Wörner, der eine Salijhu-Flanke von der Grundlinie aus fünf Metern einschoss, egalisieren (8.). Nachdem Noack per Freistoß an SV-Keeper Kostwein gescheitert war (15.), brachte Matthias Linhart – ebenfalls auf Zuspiel von Salijhu – den Ball im Nachschuss zum 2:1 im Tor unter. Den ersten Versuch hatte Christiansen noch brilliant pariert (30.). Kurz darauf nutzte Visoka diverse Unaufmerksamkeiten in der SV-Defensive und legte für Marcel Bilkenroth auf, der aus kurzer Distanz einköpfte (35.). Das 2:3 fiel extrem unglücklich und stand dabei symbolisch für die Niederlage: Eine Freistoß-Flanke von Dural aus dem Halbfeld verlängerte Daniel Riess ins eigene Gehäuse (84.).

SV Germania Ockstadt: Kostwein, Weck, Mies, Engelhaupt, Hosenseidl (72. Haas), Grillmaier (68. Kunkel), Linhart, Andreas Scheibner, Wörner, Salijhu (82. Hoinka), Riess. – SKV Beienheim: Christiansen, Schnell, Noack, Bilkenroth (65. Berktas), Dural, Hachenburger, Üstündag, Harsch (88. Endmann), Kardas, Visoka, Vogeler (86. Michel). – Tore : 0:1 (5.) Visoka, 1:1 (8.) Wörner, 2:1 (30.) Linhart, 2:2 (35.) Bilkenroth, 2:3 (84./ET) Riess. – Gelb-Rot : Wörner (86./SV). – Schiedsrichter : Kroth (Kronberg).

Eigentor kostet Hessen zwei Punkte

FC Hessen Massenheim – VfB Friedberg 1:1 (1:0): Im ersten Durchgang war von den Gästen rein gar nichts zu sehen. Folgerichtig lagen die engagierteren Platzherren vorne; Christian Schmutzler war nach einem Pass von Perry aus acht Metern erfolgreich (30.). Hofmann und Perry vergaben weitere gute Gelegenheiten (27./43.). In der zweiten Hälfte wurde der VfB besser und das Spiel hektischer. Nach dem 1:1 durch ein Eigentor von Till Baum, der eine scharfe Flanke unglücklich ins eigene Netz lenkte (51.

), sah der Massenheimer Christoph Netopil Gelb-Rot (52.) und Niklas Baum scheiterte an VfB-Keeper Dennis Fiedler (54.). Trotz der Unterzahl spielten die Hessen weiter gut mit, hatten aber Glück, dass Daniel Fiedler dreimal (!) binnen fünf Minuten (70.-75.) kein Treffer gelang. Sarkisjans Kopfball schlug an den Pfosten (77.), bevor die Platzherren in der Schlussphase drei Konter durch Perry, Matter und Hofmann nicht nutzen konnten.

FC Hessen Massenheim: Fischer, Till Baum, Kratz, Hahn, Netopil, Niklas Baum, Hohmann, Matter (90. Stefan Geppert), Hofmann, Perry, Schmutzler (55. Germeroth). – VfB Friedberg: Dennis Fiedler, Wladarz, Tiras, Schusterschitz (21. Becker / 77. Ahura Faegh), Tufan Altuncicek (70. Turan), Michael Schäfer, Fatih Altuncicek, Kögler, Daniel Fiedler, Sarkisjan, Sancar. – Tore: 1:0 (30.) Schmutzler, 1:1 (51./ET) T. Baum. – Gelb-Rot: Netopil (52./FC). – Schiedsrichter: Yigit (Wächtersbach).

Beste Saisonleistung bedeutet Klassenerhalt

VfB Petterweil – FC Olympia Fauerbach 5:2 (1:1): Schon zu Beginn hätten Campagna, Wittmann, Dahlhoff und Michèle den Außenseiter in Front bringen können, doch nach dem 0:1 durch Sascha Hartmanns Volleyschuss aus 20 Metern nach einer eigentlich schon geklärten Ecke schien alles seinen erwarteten Gang zu gehen (18.). Der Torschütze selbst (23.) und Florian Müller per von Szoerny verursachtem Foulelfmeter (31.) vergaben noch beste Chancen zu erhöhen, bevor Marco Michèle nach einer Ecke von Florian Münch das 1:1 markierte (32.). Otto Szoernys Doppelschlag sorgte dann für eine Vorentscheidung. Zunächst traf er volley nach einer Münch-Ecke (62.); dann visierte dieser den Pfosten an und wurde von Torhüter Kornmesser umgerannt (66.). Szoerny ließ ihm beim Strafstoß keine Chance. Als Münch im zweiten Versuch das 4:1 erzielte (70.), gab es kein Halten mehr. Hartmann verkürzte noch einmal (75.), bevor der eingewechselte Levent Bayram mit einer Energieleistung den 5:2-Endstand erzielte (87.). Fauerbach enttäuschte insgesamt nicht, Petterweil gewann jedoch aufgrund der besten Saisonleistung verdient.

VfB Petterweil : Puth, Dennis Müller, Dott, Michèle, Dahlhoff, Wittmann, Gök, Campagna (87. Bayram), Szoerny, Münch, Wittig. – FC Olympia Fauerbach : Kornmesser, Oberschelp, Matic, Weber, Walther, Richly, Kilian, Jannik Müller, Florian Müller, Hartmann, Schneider. – Tore: 0:1 (18.) Hartmann, 1:1 (32.) Michèle, 2:1 (62.) Szoerny, 3:1 (66./FE) Szoerny, 4:1 (70.) Münch, 4:2 (75.) Hartmann, 5:2 (87.) Bayram. – Bes. Vorkommnis: VfB-Keeper Dominik Puth hält einen Foulelfmeter des Fauerbachers Florian Müller (31.). – Schiedsrichter: Dutschmann (Bonbaden).

Chehab macht das Tor des Tages

KSV Klein-Karben II – SV Gronau 0:1 (0:0): In einer starken und ausgeglichenen Partie bot die zweite Garnitur des Verbandsligisten den favorisierten Gästen Paroli und hatte sogar mehr Chancen in einem insgesamt an Tormöglichkeiten armen Spiel. Im entscheidenden Moment zeigte Gronau aber seine Erfahrung. Abdelhalim Chebab leitete den Angriff ein, Vancura flankte den Ball von links auf die rechte Angriffsseite, wo Traut den Ball in die Mitte schlug. Hier war Chebab zur Stelle, der aus vollem Lauf zum Treffer des Tages einköpfte (70.). Karben steckte danach nicht auf, doch weder Klatts Kopfball (81.) noch Gramowskis Freistoß (90.) fanden den Weg ins Tor.

KSV Klein-Karben II : Qosa, Klatt, Jelko, Wellmann, Goronzy (75. Düring), Völke, Parafinczyt (87. Steinschneider), Gramowski, Leonhardi, Schütz (62. Courtial), Bartoscheck. – SV Gronau : Jonas, Matkovic (57. Koch), Zahradnik, Del Carpi, Tement (84. Salu), Pereira (57. Wysotzki), Wagner, Vancura, Traut, Chehab, Basanesi. – Tor : 0:1 (70.) Chehab. – Schiedsrichter: Bauer (Bad Orb).

Timo Beck trifft zur Entscheidung

Traiser FC – VfR Ilbenstadt 2:3 (2:1): Nach einem Querpass von Wolf erzielte Alexander Thomas aus acht Metern die Ilbenstädter Führung (11.). Der Traiser FC hatte nach einem Doppelschlag den Spielstand gedreht. Zunächst war Jan Grossmann in der 23. Minute mit einem 22-Meter-Freistoß erfolgreich (21.), zwei Minuten später lenkte Mathias Borowski nach einem Schuss von Scheel den Ball ins eigene Tor (23.). Durch Grot und Scheel hatten die Gastgeber weitere vielversprechende Möglichkeiten. Im zweiten Abschnitt verpassten zunächst Beck auf der einen (50.

) und Lotz (56.) auf der anderen Seite, bevor Alexander Thomas ein Zuspiel von Schmidt erfolgreich zum 2:2 abschloss (65.). Der Traiser FC musste seine Partie in Unterzahl zu Ende spielen, da Fabian Lotz in der 71. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Kurze Zeit später nutzte Timo Beck nach Vorarbeit von Thomas und Wolf seine Chance zum 2:3-Endstand (76.), ein nicht unverdientes Ergebnis, wenngleich auch der Traiser FC seine Chancen hatte.

Traiser FC: Block, Bell (55. René Paul), Krämer (78. Wörner), Baier, Grossmann, Grot (85. Walter), Lotz, zur Löwen, Ohlemutz, Edlich, Scheel. – VfR Ilbenstadt: Stich, Borowski, Thorn, Jonientz, Raczkowski, Schmidt, Beck (90. Veith), Rüzgar, Thomas, Wolf, Cue. – Tore: 0:1 (11.) Thomas, 1:1 (21.) Grossmann, 2:1 (23.) Eigentor Borowski, 2:2 (65.) Thomas, 2:3 (76.) Beck. – SR: Martin Koch (Waldgirmes). – Gelb-Rote : Fabian Lotz (71.).

TSG gewinnt Kellerduell

TSV Dorn-Assenheim – TSG Ober-Wöllstadt 0:3 (0:3): Es war eine enttäuschende Vorstellung des TSV, der sich früh aufgab und sich bei Schlussmann Kai Kempf bedanken konnte, dass die Niederlag nicht noch höher ausfiel. Der TSG genügte die erste Hälfte, um den Sieg perfekt zu machen. Nach Vorarbeit von Feuerbach traf Norman Sebald zum 0:1 (15.). Tim Dinger nutzte einen Querpass von Schallenberg in der 28. Minute zum 0:2. In der 45. Minute erhöhte Niclas Feuerbach auf 0:3.

TSV Dorn-Assenheim: Kai Kempf, Lars Kempf, Jan Kempf, Friede, Ess, Karaca (46. Armbrüster), Hoffmann, Winkler, Burger (60. Pfarrer), Schütz, Kaas (46. Bell). – TSG Ober-Wöllstadt: Jung, Guthmann (75. Löw), Tobias Gondolf, Dinger, Feuerbach, Winkler, Markus Gondolf, Fett, Papst, Schallenberg, Sebald. – Tore: 0:1 (15.) Sebald, 0:2 (28.) Dinger, 0:3 (45.) Feuerbach. – Schiedsrichter : Mirko Trutin (Bornheim).

Torhüter Seidel reagiert zweimal glänzend

FC Nieder-Florstadt – SG Oppershofen 0:0: Trotz einer Vielzahl von guten Möglichkeiten hatte am Ende keiner der Akteure den Ball im Netz unterbringen können. Pfeil zwang Torhüter Pascal Seidel in der 16. Minute zu einer Blitzreaktion. Mit einem Freistoß streifte Möller den Pfosten (32.). Auch bei einem Flatterball von Christoph Müller reagierte Pascal Seidel glänzend (39.). In der Schlussphase der ersten Hälfte kamen Höller und Ruf jeweils frei zum Schuss. In der 44. Minute sah Alexander Müller die Rote Karte. In der 50. Minute lag der Ball endlich im Netz, doch Schiedsrichter Trutin hatte eine Torwartbehinderung erkannt. Mit der letzten nennenswerten Gelegenheit streifte ein Schuss von Blumenstock die Latte.

FC Nieder-Florstadt: Seidel, Köhler, Östreich, Möller (84. Weber), Huber (80. Wagner), Blumenstock, Fabian, Kipp, Höller (70. Meiß), Hilß, Ruf. – SG Oppershofen: Marianayagam, Suchantke (87. Bayer), Pfeffer, Alexander Müller, Henrici, Christoph Müller, Schmidt, Dimmer, Pfeil, Wilhelm, Schnitter (51. Jüngel). – SR: Mirko Franz (Langsdorf). – Rote Karte : Alexander Müller (44.).

Klare Überlegenheit von Türk Gücü

Türk Gücü Friedberg – Türkischer SV Bad Nauheim 5:0 (1:0): In der fairen Begegnung dominierte der Tabellenführer. Die Gäste allerdings hatten die erste Chance, als Yilmaz mit einem Freistoß an Sercan Kaplan scheiterte. In der 13. Minute erzielte Ramil Taitchinov die Führung. In der Folgezeit verpasste Alit Usic (23.), Menderes Yasaroglu konnte einen Strafstoß nicht im Tor unterbringen (25.). Die letzte Gelegenheit im ersten Abschnitt hatte wieder der Türkische SV durch Mujdza, doch Sercan Kaplan lenkte den Schuss mit den Fingern über die Latte. Vedat Uslu im Bad Nauheimer Tor parierte in der 48. Minute einen Freistoß von Özcan, zwei Minuten später hatte Ferdi Özcan allerdings mehr Erfolg, als er einen Pass von Usic zum 2:0 nutzte (50.). Fünf Minuten später konnte Mujdza nach einer Aktion von Usic auf der Linie retten. Das 3:0 resultierte aus einem kurz ausgeführten Freistoß von Özcan, den Treffer markierte Murat Sentürk. In der 83. Minute dribbelte sich Ferdi Özcan in den 16-Meter-Raum und schloss zum 4:0 ab. Zwei Minuten vor dem Ende bediente Witte Firat Can, der das 5:0-Endergebnis sicherte.

Türk Gücü Friedberg: Kaplan, Sentürk, Taitchinov, Ngoluomo, Atkinson, Yasaroglu, Özcan, Can, Witte, Ürün, Usic. – Türkischer SV Bad Nauheim: Uslu, Öztürk, Altun, Demirci, Bayrak, Yilmaz, Aslan, Tillmann, Celikkapi, Yilmaz, Mujdza, Gül, Acar, Akbal. – Tore: 1:0 (13.) Taitchinov, 2:0 (50.) Özcan, 3:0 (75.) Sentürk, 4:0 (83.) Özcan, 5:0 (88.) Can. – Schiedsrichter : Tobias Barthelmes.

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