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Benedikt Pfeiffer (TV Petterweil) fliegt in den Kreis und trifft. Weder die Wiesbadener Deckung noch der Torwart haben eine Abwehrmöglichkeit.

Handball

Petterweiler Gegenstoß funktioniert gegen Wiesbaden

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In der Handball-Landesliga grüßt der TV Petterweil nach dem 32:27-Erfolg über die HSG Wiesbaden von der Spitze. Vor allem erste und zweite Welle laufen gut gegen die Landeshauptstädter.

(tfl). Auch wenn der TV Petterweil mit zwei Siegen und die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit zwei Niederlagen in diese Saison in der Handball-Landesliga gestartet ist, war die Favoritenrolle doch eher den Gästen zugesprochen worden. Trotzdem konnte der Oberliga-Absteiger dem Vizemeister des Vorjahres nicht die erste Saisonniederlage zufügen. Die Schwarz-Gelben setzten sich am Sonntagabend mit 32:27 durch und schoben sich an die Tabellenspitze. "Es war ein hoch verdienter Sieg, bei dem wir es geschafft haben, einen sehr guten Gegner zu kontrollieren. Ein wichtiger Faktor hierbei waren unsere Tore aus der ersten und zweiten Welle", lautet das Fazit von Martin Peschke.

Die Petterweiler kamen sehr gut in die Partie und konnten sich nach knapp 10 Minuten bereits mit 6:3 (Koffler) absetzen. Einige Tore über den Kreis, wie das 10:7 in der 16. Minute durch Roman Hitzel, sowie eine kompakte Deckung in den ersten 20 Minuten sorgten für eine Sieben-Tore-Führung der Heimmannschaft. Daraufhin sah sich das Trainer-Team der Wiesbadener gezwungen, die Abwehr umzustellen. Durch einen vorgezogenen Abwehrspieler gerieten die Petterweiler zunehmend in Schwierigkeiten. "Wir hatten Pascal Henkelmann und Lorenz Engel gut im Griff, spielen dann aber vorne zu viel eins gegen eins", so Peschkes Erklärung zum Halbzeitstand von 16:13.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Gäste sogar auf ein Tor zum 15:16 (34., Garbo) heran. Erst als sich auch Iteb Bouali im Tor auszeichnen konnte, zog der TVP wieder davon. Weiterhin brachten Tore aus dem Tempogegenstoß, häufig von Niklas Wagner, dem Peschke ein "super Spiel" attestierte, den gewünschten Erfolg. Beim 23:19 in der 48. Minute sah sich das Gäste-Team zu einer Auszeit gezwungen, welche aber nicht die gewünschte Wirkung zeigte, denn der TVP hielt die Mannschaft aus der Landeshauptstadt immer mit mindestens drei Toren auf Abstand.

In den letzten zehn Minuten zeigte der erneut stark aufspielende Jonas Koffler seine Klasse und steuerte vier Tore innerhalb von fünf Minuten bei. Auch mit der Einwechslung von Niklas Kehrein war der Petterweiler Coach Martin Peschke sehr zufrieden. Dass Luis Garbo nach der dritten Zeitstrafe in der 53. Minute vom Spielfeld musste, spielte den Gästen selbstverständlich nicht in die Karten.

TV Petterweil: Bouali, Schneiker, Koffler (13/5), Wagner (5), Hitzel (4), Wassberg (3), Pfeiffer (3), Lange (1), Trouvain (3), Kusan, Neuhalfen, Witzel, Kehrein.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden: Kellner, Eisenbach, Engel (11/3), Henkelmann (5), Rausch (3), Garbo (3), Seiwert (2/1), Hutmacher (1), Hieronimus (1), Stadermann (1), Kirchmeier, Hermsen, Schreiber.

Stenogramm: SR: Schneider/Wagner. - Zu.: 200. - Strafzeiten: 6:10 Min. - Disqualifikation: Garbo (53.). - Siebenmeter: 5/9:4/5.

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