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Petterweil wehrt Angriff ab

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Eine der größten Chancen im Spitzenspiel zwischen dem Türkischen SV Bad Nauheim und dem VfB Petterweil: Gökhan Cirak lenkt das Leder an den Pfosten.	(Foto: Chuc)
Eine der größten Chancen im Spitzenspiel zwischen dem Türkischen SV Bad Nauheim und dem VfB Petterweil: Gökhan Cirak lenkt das Leder an den Pfosten. (Foto: Chuc) © Andreas Chuc

(hei/mw/we) Der VfB Petterweil hat zwar den ersten von drei Matchbällen vergeben, steht aber in der Fußball-Kreisoberliga kurz vor der Meisterschaft. Die Elf von Rainer Pausch wehrte den Angriff des heimstarken Türkischen SV Bad Nauheim beim 0:0 in Rödgen ab und liegt nun zwei Punkte vor dem SV Steinfurth (5:1 gegen Rockenberg), der allerdings nur noch ein Spiel zu absolvieren hat.

Der Türkische SV liegt vier Punkte hinter Petterweil, die in Rödgen von ihrem kommenden Gegner FC Ober-Rosbach beobachtet wurden – der FCO gewann kampflos gegen den SV Assenheim mit 3:0. Am Ende der Tabelle vor dem bereits abgestiegenen SVA hat sich das Feld der drei weiterhin gefährdeten Teams zusammengeschoben. Burg-Gräfenrode (am Freitag 3:2 in Nieder-Florstadt) und Trais (15:1 gegen acht Bad Vilbeler in nur 75 Minuten) siegten, während der VfR Ilbenstadt gegen Massenheim immerhin ein 1:1 erreichte.

Türkischer SV Bad Nauheim – VfB Petterweil 0:0: In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein gutes Spiel von beiden Mannschaften, das in der zweiten Halbzeit zunächst aufgrund von Nickligkeiten und vielen Unterbrechungen verflachte. Erst gegen Ende nahm die Begegnung wieder Fahrt auf, und mit etwas Glück wäre eine der beiden Mannschaften als Sieger vom Platz gegangen. Letztlich war es ein gerechtes Remis in einem taktisch gesehen echten Spitzenspiel. Die Gastgeber versuchten es mit langen Bällen und drängten auf den Sieg, während Petterweil mit dem Remis zufrieden war – aber dennoch am Ende Riesenmöglichkeiten hatte. Der Petterweiler Anhang war zumindest in der 39.

Minute dem Jubel am nächsten, als ein Kemen-Freistoß vom Innenpfosten auf die andere Torausseite sprang. Auch in der 63. Minute rettete der Pfosten, als Cirak patzte und das Leder nach dem Alutreffer in letzter Sekunde geklärt wurde. Kemens Doppelchance (Cirak wehrte jeweils ab) läutete eine hitzige Schlussphase ein, in der auch die Gastgeber ihre beste Möglichkeit hatten: Taitschinov, leicht bedrängt, verpasste das Ziel nur knapp (92.). Hodovic (35./unter Bedrängnis), Turan (55.) und Akbulut (77.) schossen jeweils am Tor vorbei – exakt diesen Gelegenheiten trauerte der gesperrte TSV-Spielertrainer Özkan Can später nach. »Wir hätten die Dinger reinmachen müssen. In der ersten Halbzeit hatten wir leichte Vorteile und haben sehr gut gespielt. Die zweite Halbzeit hat mir nicht gefallen.« VfB-Coach Rainer Pausch hatte eine »von Taktik geprägte Partie« gesehen, nach der er betonte: »Wichtig war, dass wir nicht verloren haben«.

Türk. SV Bad Nauheim: Cirak – Bayrak, Mujdza, Taitschinov, Yaya – Kuzpinar, Altun – Bayrak, Deliktas, Turan – Akbulut; Usta, Folz, Hasani. – VfB Petterweil: Puth – Gök, Klatt, Rosini, Voss – Dalhoff, Wittig, Aydinli – Kemen, Campagna, Münch; Herch, Siembab. – Tore: Fehlanzeige. – Schiedsrichter: Failing (Biebertal).

VfR Ilbenstadt – FC Hessen Massenheim 1:1 (0:0): Aus der ersten Halbzeit gab es nichts zu berichten, außer dass es ein sehr umkämpftes Spiel war. In der zweiten Hälfte waren mehr Torraumszenen zu beobachten; die zunächst größte vergab dabei Youngster Janick Palki, der an FC-Keeper Fischer scheiterte (50.). Keine zwei Minuten später gab es einen umstrittenen Foulelfmeter für die Gäste, bei dem die Ilbenstädter einen regelkonformen Zweikampf gesehen haben wollten. Jannik Jung nutzte die Gunst der Stunde und verwandelte eiskalt zum 0:1. Doch nur wenig später stand Thomas Benkhofer nach Karpuz» Flanke goldrichtig und schoss zum 1:1 ins lange Eck ein (57.

). Es blieb letztlich beim leistungsgerechten Remis, auch weil Palki eine zweite sogenannte »hundertprozentige« Gelegenheit vergab und freistehend den Torhüter anköpfte (81.).

VfR Ilbenstadt: Celikkanat, Karaduman, Dallwitz, Haliti, Palki, Yigin, Benkhofer, Rüzgar, Karpuz, Cue, Jonientz, Fröhlich, Duric, Tufan Altuncicek. – FC Hessen Massenheim: Fischer, Niklas Baum, Kratz, Morgan, André, Netopil, Hohmann, Schuch, Jung, Hofmann, Christian Schmutzler, Matter, Fromann. – Tore: 0:1 (52./FE) Jung, 1:1 (57.) Benkhofer. – Schiedsrichter: Andreas Kupferer (Nidderau).

SV Steinfurth – TuS Rockenberg 5:1 (3:0): Richtige Spannung kam in diesem Derby nicht auf, denn zu sicher kontrollierte der Rangzweite von Anfang an das Geschehen. Und als es nach 20 Minuten nach dem Kopfball-Tor von Dominic Herbert (wechselt nach der Saison nach Rockenberg) im Anschluss an eine Rienmüller-Ecke (15.) und einer Direktabnahme von Marcel Müller von der Strafraumkante 2:0 stand, gaben sich die Gäste de facto schon geschlagen. Nach Foul an Rienmüller erhöhte Müller per Strafstoß auf 3:0 (44.

). Später – nach einem Treffer von Daniel Contin stand es bereits 4:0 (51.) – leistete er sich den Luxus, einen zweiten Foulelfmeter übers Tor zu schießen (60.). Dieses Schicksal teilte Rockenbergs Marco Dobner (wechselt im Sommer nach Steinfurth), dessen Versuch vom ominösen Punkt am Pfosten des Steinfurther Gehäuses endete (80.). Contin sorgte nach einem Abpraller per Abstauber für das 5:0, während Jakob Bittner in der letzten Minute den Schlussakt mit dem Ehrentreffer für die Weimer-Truppe setzte.

SV Steinfurth: Laboy, Riedmeier, Dominic Herbert, Russ, Rienmüller, Marcel Müller, Esposito, Wettner, Landvogt, Contin, Reichardt, Stachelroth, Schaupp, Piee. – TuS Rockenberg: Marvin Benk, Ramon Benk, Neubauer, Kurz, Adrian Herbert, Dobner, Hantschel, Bittner, Wetz, Wurmbach, Decher, Miller, Raab. – Tore: 1:0 (15.) D. Herbert, 2:0 (20.) Müller, 3:0 (44./FE) Müller, 4:0 (51.) Contin, 5:0 (70.) Contin, 5:1 (90.) Bittner. – Bes. Vorkommnisse: Marcel Müller schießt einen Foulelfmeter für Steinfurth über das Tor (60.), Marco Dobner einen für Rockenberg an den Pfosten (86.). – Schiedsrichter: Holger Lenz (Bad Camberg).

Traiser FC – FV Bad Vilbel II beim Stand von 15:1 (9:0) abgebrochen: TFC-Pressesprecher Arnold Muck konnte sich nach Spielende gar nicht beruhigen ob des Auftretens der Rumpftruppe der Vilbeler Verbandsliga-Reserve. Zu acht war man angereist und hatte sich offenbar entschlossen, keinerlei Gegenwehr zu leisten. Nach 18 Minuten stand es nämlich schon 6:0 für die stark abstiegsbedrohten Gastgeber. Joshua Ohlemutz hatte alleine viermal getroffen – darunter ein Hattrick innerhalb von vier rekordverdächtigen Minuten (5./12./15./16.), des Weiteren noch Jan Grossmann (10.) und Patrice Krämer (18.). Erneut Grossmann (30.), Waldemar Grot (35.) sowie Ohlemutz (43.) schraubten das Ergebnis auf 9:0 zur Pause hoch. Nach dem Wechsel traf Fatih Uslu zum Vilbeler Ehrentreffer (47.), aber kurz danach stellte Fabian Lotz den alten Abstand wieder her (55.). Danach dezimierten sich die Gäste noch weiter, wegen Meckerns und Ballwegschlagens sahen Spielertrainer Kenan Kovacevic (56.) und Hakan Köröglu Gelb-Rot (59.). Der Rest wehrte sich gar nicht mehr, sondern vertrieb sich die Zeit mit Unterhaltungen und Provokationen. Ohlemutz machte das 11:1 (63.), und in der 66. Minute machte Christian Scheel das Dutzend voll.

Nachdem Ohlemutz (70.), Stefan Wörner (73.) und Tristan zur Löwen (75.) auf 15:1 erhöht hatten, brach der Schiedsrichter angesichts von nur zwei aufrecht stehenden Brunnenstädtern die Skandal-Begegnung ab.

Traiser FC: Block, Halberg, Wörner, Baier, Jan Grossmann, Grot, Ohlemutz, zur Löwen, Lotz, Patrice Krämer, Edlich, Scheel, Wießner, Bell. – FV Bad Vilbel II: Schmidt, Kovacevic, Murat Damar, Fatih Uslu, Bakanhan, Brühl, Hakan Köröglu, Irfan Köröglu. – Tore: 1:0 (5.) Ohlemutz, 2:0 (10.) Grossmann, 3:0 (12.) Ohlemutz, 4:0 (15.) Ohlemutz, 5:0 (16.) Ohlemutz, 6:0 (18.) Krämer, 7:0 (30.) Grossmann, 8:0 (35.) Grot, 9:0 (43.) Ohlemutz, 9:1 (47.) Uslu, 10:1 (55.) Lotz, 11:1 (63.) Ohlemutz, 12:1 (66.) Scheel, 13:1 (70.) Ohlemutz, 14:1 (73.) Wörner, 15:1 (75.) zur Löwen. – Gelb-Rot: Kovacevic (56.), Hakan Köröglu (59./beide FV). – Schiedsrichter: Martin Diehl (Bellersheim).

SV Staden – VfB Friedberg 4:2 (1:0): Trotz lauen Sommerkicks, in dem es um nichts mehr ging, sahen die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel. Staden präsentierte sich feldüberlegen, Torhüter Tobias Kling hatte einen geruhsamen Nachmittag, doch die Gäste wussten ihre wenigen Chancen zu nutzen. Zunächst war Jan Dombrowsky nach einem Freistoß zum 1:0 (20.) erfolgreich. In der 53. Minute erhöhte Timo Dechert mit einem Kopfball nach einer Müller-Flanke auf 2:0. Vier Minuten später verkürzte Friedberg per Foulelfmeter, der von Ahmed Akyüz verwandelt wurde, auf 2:1. Die Serie besonders schöner Tore leitete Andreas Scheibner in der 73. Minute ein, der einen Pass von Wagner volley in die Maschen beförderte. Auf der Gegenseite profitierte Daniel Knebel von einem Fehlpass und drosch das Leder aus 28 Metern zum 3:2 ins Eck. Wunderschön auch das 4:2 (85.): Sascha Bingel erzielte den Treffer aus 20 Metern per Dropkick.

SV Staden: Kling, Müller, Dielmann, May, Schütz, Dechert, Bingel, Fich, Scheibner, Wirsing, Dombrowsky, Wagner, Schneeberger. – VfB Friedberg: Kaestle, Haase, Knebel, Breitbach, Maouche, Schäfer, Mauckner, Akyüz, Becker, Kögler, Clement, Schütz, Venuto, Nesgen. – Tore: 1:0 (20.) Dombrowsky, 2:0 (53.) Dechert, 2:1 (57.) FE Akyüz, 3:1 (73.) Scheibner, 3:2 (80.) Knebel, 4:2 (85.) Bingel. – Schiedsrichter: Martin Reitz (Biebergemünd).

KSV Klein-Karben II – SV Nieder-Weisel 3:0 (0:0): In einem spielerisch ausgeglichenen Spiel vermochte der KSV zunächst keine Torchancen zu generieren. Stattdessen hatten die Gastgeber Glück, mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine gehen zu können, da die Gäste aus Nieder-Weisel kurz vor der Pause zahlreiche Möglichkeiten hatten. Zunächst prüfte Wellmann den eigenen Torhüter, eine Minute später köpfte Schwarz knapp vorbei. Schließlich erkannte Schiedsrichter Depta einen Gästetreffer wegen Abseitsstellung nicht an. Im zweiten Abschnitt spielte ein früher Treffer Klein-Karben in die Karten. Nach einer kurz ausgeführten Ecke bediente Leonhardi Sven Schnierle, der zum 1:0 traf (47.

). Danach kontrollierte der KSV die Begegnung. Nachdem Schnierle knapp verpasst hatte, verwandelte Sven Burkert in der 70. Minute einen Strafstoß zum 2:0. Schließlich erzielte Jonathan Okbasilase das 3:0 nach Vorarbeit von Cifci und Burkert (85.).

KSV Klein-Karben II: Kubera, Leonhardi, Genc, Courtial, Fischer, Wellmann, Okbasilase, Zilate, Schnierle, Mistetzky, Burkert, Adusei, Cifci. – SV Nieder-Weisel: Maas, Kette, Antmansky, Krimmel, Schwarz, Nockemann, Börner, Goebel, Fett, Manuel Volp, Sebastian Volp, Werner, Sinemli, Winter. – Tore: 1:0 (47.) Schnierle, 2:0 (70.) FE Burkert, 3:0 (85.) Okbasilase. – Schiedsrichter: Bernhard Depta (Bad Soden-Salmünster).

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