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TV Petterweil hat »vielen Widrigkeiten getrotzt«

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(jms) Auf dem vierten Tabellenplatz rangieren die Landesliga-Handballer des TV Petterweil nach Beendigung der ersten Halbserie. Ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, dass Trainer Detlef Ernst nicht erwartet hatte: »Wir haben vielen Widrigkeiten überraschend gut getrotzt. Selbstverständlich war das nicht.«

Unter anderem hatte sich Leistungsträger Alexander Koch einen Abriss der Achillessehne zugezogen. »Wir wussten nicht, wie wir das wegstecken sollten. Aber es ist uns gelungen«, resümiert Ernst, der im fünften Jahr beim TVP arbeitet – und das nach wie vor sehr erfolgreich.

»Wir haben einige Studenten bei uns im Kader. Sie schaffen es zeitlich leider nicht immer«, meint der Coach: »Mit diesen Dingen müssen wir leben. Beachtlich war, dass die Spieler, die längere Zeiten auf der Platte bekommen haben, überzeugt haben.« Doch wie das nun einmal ist im Mannschaftssport, so hat ein kleiner Kader auch zwangsläufig Probleme zur Folge. So war für die Petterweiler die 24:25-Niederlage beim Tabellenschlusslicht TG Kastel am 25. November so etwas wie der bisherige Tiefpunkt der Saison. »Da war ich ein bisschen sauer und enttäuscht, wenn ich das überhaupt sein darf«, sagt Ernst. »Diese Niederlage hätten wir uns sparen sollen.«

Patzer dieser Art blieben aber die Ausnahme. Ansonsten setzte es gegen die Topklubs TV Hüttenberg II (24:34) und HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II (28:36) die erwarteten Niederlagen. Am zweiten Spieltag musste der TVP im Derby bei der TuS Ober-Eschbach eine kuriose 17:19-Pleite einstecken. »Die positiven Dinge haben aber überwogen in der Vorrunde«, sagt der Trainer. Gerade der Jahresabschluss mit dem 34:26-Erfolg gegen die HSG Anspach/Usingen – dem bislang höchsten Saisonsieg – und dem hart erkämpften 21:20-Auswärtserfolg bei der TSG Oberursel konnte sich sehen lassen. »Dass wir in Oberursel gewinnen, ist wirklich eine sehr schöne Sache gewesen«, meint Ernst: »Das war nicht unbedingt zu erwarten. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir wieder in der Tabelle ganz oben dabei sind.«

Die Ergebnisse belegen diese Aussage. Denn Petterweil marschierte nicht problemlos durch die Liga, sondern musste sich fast jeden Sieg hart erkämpfen. Gegen die MSG Linden (29:28) und in Langgöns (24:22) waren wie auch in Oberursel Nervenstärke gefragt. Gegen die TSG Münster II, dem ersten Gegner in der Rückrunde am 19. Januar, stand am ersten Spieltag immerhin ein klarer 27:21-Erfolg zu Buche.

Um ein derartiges Ergebnis zu wiederholen, hat Ernst seine Schützlinge bereits am 4. Januar wieder zusammengetrommelt und die Rückrundenvorbereitung begonnen. Denn jetzt soll der Grundstein dafür gelegt werden, dass Petterweil eine ebenso gute Rückrunde spielt und im Mai – wie in den Jahren zuvor – eine Topplatzierung in der Landesliga Mitte feiern darf. »Die Jungs sind gut dabei und haben sich fit zurückgemeldet. Ich bin guter Dinge«, sagt Ernst.

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