1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Petterweil übernimmt Spitze

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

(mw/hei) Der Dreikampf um die beiden ersten Plätze in der Kreisoberliga Friedberg nimmt immer konkretere Formen an. Der 2:4-Patzer des SV Staden im Heimspiel gegen die abstiegsgefährdeten Ockstädter Germanen dürfte der Knockout für die Teutonen im Aufstiegskampf gewesen sein – zumal das Spitzentrio punktete.

Dabei übernahm der VfB Petterweil durch ein 4:1 gegen den SV Assenheim die Tabellenspitze, weil sich der SKV Beienheim und der FCO Fauerbach im direkten Duell 0:0 trennten. Die Olympianer behalten durch ihre zwei Spiele in der Hinterhand immer noch die beste Ausgangsposition im Titelkampf. Neben dem SV Ockstadt stellte auch der Traiser FC im Abstiegskampf durch ein 2:1 gegen die SG Oppershofen den Kontakt zum hinteren Mittelfeld her. Die SGO kann unterdessen die Planungen für die A-Liga forcieren.

Müller-Tor nicht gegeben

SKV Beienheim – FCO Fauerbach 0:0: Beide Trainer waren nach der durchwachsenen Partie auf hartem Boden mit dem Ergebnis zufrieden. SKV-Coach Dirk Haigis meinte: »Wir haben nicht verloren und wieder zu Null gespielt, ich kann gut schlafen«. Berthold Vetter haderte mit dem nicht gegebenen Treffer von Florian Müller (»das Tor muss der Schiedsrichter geben«) – freute sich aber darüber, »dass wir es immer noch in eigener Hand haben, Meister zu werden«. Vetter hatte in der Abwehr umstellen müssen, weil Jamel Atkinson aus Ockstadt ein dickes Knie am Gründonnerstag mitgenommen hatte. Doch Manuel Michel spielte tadellos, und Sven Harsch war beim unbequemen Darko Matic über 90 Minuten gut aufgehoben.

Spielerisch waren die Gäste wie erwartet das bessere Team, während es die Beienheimer oft ohne Mittelfeld versuchten und direkt die schnellen Spitzen Harsch und Williams bedienen wollten. Haigis bemängelte jedoch, dass sein Team zu wenig Druck produziert habe. Beide Mannschaften waren auf dem schwer bespielbaren Geläuf nicht so passsicher wie gewohnt, erst in der Schlussphase nahm die Partie höheres Tempo auf. Die etwas besseren Olympianer belohnten sich jedoch nicht mit dem Siegtreffer, obwohl das vermeintliche 0:1 bereits in der 48. Minute gefallen war. Florian Müller soll jedoch im Abseits gestanden haben. Müller schoss bereits nach 27 Sekunden über das SKV-Gehäuse, während Harsch bei der einzigen gefährlichen Beienheimer Aktion vor der Pause unter Druck das Leder nicht unter Kontrolle brachte (14.). Nach der Pause drängte insbesondere bis zur 60. und ab der 75. Minute Fauerbach auf den Dreier. Florian Richlys Abschluss war ebenso zu schwach (51.

) wie Oberschelps Kopfball (59.), zudem klärte Christiansen einen Wischtak-Freistoß zur Ecke (76.) und Jannik Müller schoss nach einem Christiansen-Abpraller knapp vorbei (89.). Beienheims beste Gelegenheiten nach der Pause vergaben Dural per Freistoß (Heilmann klatscht ohne Konsequenz ab/55.) und Vogeler (köpft nach einer Ecke knapp vorbei/74.).

SKV Beienheim: Christiansen, Schnell, Dominik Friede, Dali, Dural, Daniel Friede, Kirim, Harsch, Williams, Visoka, Vogeler, Böker, Berktas. – FCO Fauerbach: Heilmann, Rösinger, Walther, Florian Richly, Florian Müller, Jannik Müller, Tosunoglu, Wischtak, Oberschelp, Matic, Michel, See. – Tore: Fehlanzeige. – Schiedsrichter: Nickel (Hanau).

Gianluca Campagna trifft doppelt

VfB Petterweil – SV Assenheim 4:1 (4:0): Der Favorit spielte den Gegner im ersten Durchgang förmlich an die Wand und hätte die deutliche Pausenführung noch klarer gestalten können, wenn Campagna, Goek und Münch ihre Großchancen noch genutzt hätten. Dennoch war die Partie schon früh entschieden, denn Jerome Wittmann besorgte mit einem dank Windunterstützung und guter Technik direkt verwandelten Eckball für die frühe Führung (3.

). Nach einem missratenen Rückpass der SV-Defensive markierte Gianluca Campagna das 2:0 (11.), dem er nach einem schönen Spielzug über Aydinli und Kemen den dritten Streich folgen ließ (34.). Münch bereitete den vierten Treffer durch Eric Kemen vor (42.). Angesichts des komfortablen Zwischenstands schaltete Petterweil nach dem Seitenwechsel einen Gang zurück und verwaltete das Ergebnis, ohne ernsthaft in Verlegenheit zu geraten. Den Gästen gelang dennoch der Ehrentreffer, als Adrian Stranczyk aus dem Gewühl heraus für den 4:1-Endstand verantwortlich zeichnete.

VfB Petterweil: Puth, Sandro Rosini, Wittig, Wittmann, Goek, Kemen, Campagna, Szoerny, Aydinli, Münch, Voss, Dott, Begovic, Dalhoff. – SV Assenheim: Sorbillo, Dolze, Antonio Rosini, Torsten Seefeld, Lohse, Löffler, Christ, Wünsche, Adrian Stranczyk, Musa, Neugebauer, Sen, Sanna. – Tore: 1:0 (3.) Wittmann, 2:0 (11.) Campagna, 3:0 (34.) Campagna, 4:0 (42.) Kemen, 4:1 (90.+2) Stranczyk. – Schiedsrichter: Karnapke (Kelsterbach).

Gäste ohne jegliche Torgefahr

FV Bad Vilbel II – KSV Klein-Karben II 3:0 (1:0): Nach einem langen Ball von Alempic schlug David Sembene mit der ersten Vilbeler Möglichkeit eiskalt zu (5.). Anschließend konnten sich die Gäste nicht mehr aus der Umklammerung der Platzherren befreien und strahlten nach vorne demzufolge keinerlei Torgefahr aus. Die Vilbeler kamen jedoch ihrerseits auch nur zu wenigen Gelegenheiten, waren dabei aber erheblich effektiver. Eine Ausnahme stellte der an Uslu verursachte Foulelfmeter dar, den Darius Johnson an den Pfosten schoss (48.). Besser machte er es im Anschluss an ein schönes Zusammenspiel mit Köroglu, als er das Leder über KSV-Keeper Kubera hinweg zum 2:0 ins Netz beförderte (61.). Stefan Rasevic setzte den Schlusspunkt, indem er einen Konter über Uslu zum glatten und hochverdienten 3:0-Endstand verwertete (75.).

FV Bad Vilbel II: Orband, Grzyb, Lahdo, Murat Damar, Alempic, Abu, Johnson, Kuzpinari, Rasevic, Erkan Uslu, Sembene, Irfan Köroglu, Metin Damar, Kayoua. – KSV Klein-Karben II: Kubera, Pierce, Klatt, Genc, Goronzy, Courtial, Parafinczyk, Gramowski, Leonhardi, Schütz, Bakanhan, Wellmann, Rühl, Pfahl. – Tore: 1:0 (5.) Sembene, 2:0 (61.) Johnson, 3:0 (75.) Rasevic. – Bes. Vorkommnis: Darius Johnson setzt einen Foulelfmeter für Bad Vilbel an den Pfosten (48.). – Schiedsrichter: Denizli (Offenbach).

Tempelmeyer und Heilig verletzt

SV Staden – SV Germania Ockstadt 2:4 (2:0): Die Zuschauer sahen zwei grundverschiedene Halbzeiten. Zunächst dominierten erwartungsgemäß die Platzherren, während die Germanen fast Arbeitsverweigerung betrieben. Logische Konsequenz waren zwei Volltreffer von Stadens Goalgetter Otto Weber. Zunächst war er nach einer Schütz-Ecke erfolgreich (15.), zehn Minuten später erhöhte er nach einem langen Pass durch die Schnittstelle der Viererkette auf 2:0 – es war sein 100. Kreisoberliga-Tor für den SV Staden! Nach einer entsprechenden Pausenansprache von Trainer Karl-Heinz Stete kam Ockstadt wie verwandelt aus der Kabine und durch Halil Yilmaz prompt zum Abschlusstreffer (48.

). Als kurz darauf der seit langem wieder einmal eingesetzte Marco Scheibner nach einer Yilmaz-Ecke im Liegen zum 2:2 gegen seinen Ex-Verein einschoss (50.), brach Staden mehr oder weniger auseinander. Zwar verstärkte man nun den Druck, agierte aber halbherzig, so dass Blasius Stachowiak nach einer abgewehrten Ecke mit einer Volleyabnahme aus 20 Metern den Abstiegskandidaten nach vorne schoss (77.). In der Nachspielzeit machte Yilmaz mit einem direkt verwandelten Freistoß den Sieg für Ockstadt perfekt. Dass sich der Jubel in Grenzen hielt, lag an den schweren Knieverletzungen der Gäste-Akteure Tobias Heilig und Stefan Tempelmeyer, denen eventuell längere Pausen drohen.

SV Staden: Kling, Müller, Dielmann, Pierre May, Andreas Scheibner, Schütz, Weber, Wagner, Riess, Martin Hetmanczyk, Dombrowsky, Wirsing, Fich, Knoke. – SV Germania Ockstadt: Kostwein, Marco Scheibner, Hoinka, Thorsten Ganser, Stachowiak, Heilig, Hosenseidl, Tempelmeyer, Osman, Yilmaz, Linhart, Kramer, Kern, Ginter. – Tore: 1:0 (15.) Weber, 2:0 (25.) Weber, 2:1 (48.) Yilmaz, 2:2 (50.) M. Scheibner, 2:3 (77.) Stachowiak, 2:4 (90.+2) Yilmaz. – Schiedsrichter: Golditz (Gelnhausen).

Karpuz an allen Toren beteiligt

VfR Ilbenstadt – SV Bruchenbrücken 4:2 (2:1): Es war ein spannendes und lange Zeit offenes Derby, das sich die beiden Teams lieferten. Alexander Thomas» 1:0 aus sieben Metern auf Vorlage von Ümit Karpuz (17.) egalisierten die kampfstarken Bärenschweizer in Person von Manuel Riess, der sich von der Strafraumkante nach einem Abpraller ein Herz nahm (30.). Thomas aus kurzer Distanz brachte den VfR noch vor dem Seitenwechsel wieder nach vorne; erneut hatte sich Karpuz als Vorbereiter betätigt (43.). Maximilian Mück egalisierte ein weiteres Mal per schönem 25-Meter-Schuss (52.). So wogte das Geschehen hin und her, denn die Gäste blieben trotz spielerischer Unterlegenheit stets gefährlich, vor allem bei Standards. So traf Benjamin Krätschmer den Pfosten (32.), während Kliehm aus 16 Metern freistehend über das Tor schoss (75.). Karpuz machte letztlich den Unterschied, indem er sich als doppelter Torschütze um den Ilbenstädter Sieg verdient machte. Zunächst traf er nach Zuspiel von Rüzgar aus zehn Metern (60.

), bevor er nach toller Vorarbeit von Raczkowski auch für den 4:2-Endstand verantwortlich zeichnete (71.). Die Gäste vermelden unterdessen die Zugänge von Patrick Ess (Dorn-Assenheim) sowie Denis Kaestle und Manuel Michel (beide FCO Fauerbach) für die kommende Saison.

VfR Ilbenstadt: Stich, Harsch, Thorn, Rüzgar, Fatih Altuncicek, Dallwitz, Raczkowski, Karpuz, Thomas, Cue, Janos Schmidt, Wolf, Yigin. – SV Bruchenbrücken: Mehnert, Izzi, Bickert, Adams, Sieber, Brück, Henry Schmidt, Mück, Krätschmer, Schneider, Riess, Kliehm. – Tore: 1:0 (17.) Thomas, 1:1 (30.) Riess, 2:1 (43.) Thomas, 2:2 (52.) Mück, 3:2 (60.) Karpuz, 4:2 (71.) Karpuz. – Schiedsrichter: Freese (Schöneck).

Lotz und zur Löwen treffen

Traiser FC – SG Oppershofen 2:1 (2:0): Im Kellerduell verdienten sich die Hausherren einen immens wichtigen Arbeitssieg. Bereits in der zweiten Minute konnte Fabian Lotz nach Zuspiel von Dennis Buchholz den Ball aus zehn Metern im Oppershofener Tor unterbringen. Danach kamen auch die Gäste zu ihren Chancen, doch Riegert (scheiertert an Block/11.

) sowie Suchantke, der nur die Latte traf (16.), waren im Pech. Besser machte es Tristan Zur Löwen auf der anderen Seite, der nach Vorarbeit von Lotz die beruhigende 2:0 Halbzeitführung für Trais besorgte (34.). Vier Minuten nach Wiederanpfiff brachte Pierre Pfeil die Gäste per verwandeltem Foulelfmeter zurück in die Partie. Allerdings blieb der erwartete Aufschwung nach dem Treffer aus und so kam lediglich der Traiser FC noch zu Chancen. Die besten Möglichkeiten hatte Ohlemutz, der zwei Mal den Pfosten anvisierte (68./83.).

Traiser FC: Block, Edlich, Lauber, Baier, Halberg, Grot, Ohlemutz, Zur Löwen, Buchholz, Sascha Bell, Lotz, Schneider, Wörner, Langsdorf. – SG Oppershofen: Marianayagam, Schäfer, Pfeffer, Bayer, Padberg, Suchantke, Schmidt, Dimmer, Pfeil, Müller, Riegert, Kalkbrenner, Weil, Franz Bell, Reichl, Bergemann, Nelz. – Tore: 1:0 (2.) Lotz, 2:0 (34.) Zur Löwen, 2:1 (49. FE) Pfeil. – Schiedsrichter: Harald Mersdorf (Beselich).

Auch interessant

Kommentare