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Mit Vollgas will der TV Petterweil um Felix Koffler (am Ball) die Rückrunde in Angriff nehmen - und die Tabellenführung am liebsten bis Saisonende verteidigen. FOTO: NICI MERZ

Petterweil im Top-Spiel gefordert

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(kun/fmm/tfl). Die Rückrunde der Handball-Landesliga Mitte startet mit einem Spitzenspiel. Der Aufsteiger aus dem Bezirk Gießen und aktuelle Tabellendritte empfängt den Vizemeister der letzten Saison und aktuellen Spitzenreiter TV Petterweil am Samstagabend zum Duell. Eröffnet wird der Spieltag allerdings bereits am Freitagabend, wenn der TSV Griedel die HSG Linden zum Nachbarschaftsduell in der Tabelle bittet. Am Samstagabend empfängt zudem die TG Friedberg die TG Kastel.

TSV Griedel - HSG Linden (Freitag, 20 Uhr, Sporthalle Butzbach):Nach dem personellen Umbruch im vergangenen Sommer konnten die Gäste bisher noch nicht an die Spitzenplatzierungen der letzten Jahre anknüpfen. Die Abgänge von Routinier Michael Rocksien im Tor sowie den Leistungsträgern Chris Grundmann (HSG Pohlheim), Jan Nober, Tim Florian Jung, Jens Berger und Lukas Loh (alle Laufbahnende) wiegen spürbar schwer. Zudem konnte Spielmacher Lukas Walter aufgrund einer langwierigen Verletzung in dieser Saison noch kein Spiel bestreiten. Dagegen überzeugte Neuzugang Julian Wallwaey aus Wetzlar mit 52 Saisontoren bisher auf ganzer Linie. "Ihn gilt es genau wie Torjäger Jannis Wrackmeyer, der mit über zwei Metern Körpergröße als linker Rückraumspieler Gardemaß mitbringt, sowie Mats Laun und Linkshänder Sören Deimer im Rückraum in den Griff zu bekommen", fordert Griedels Teammanager Jürgen Weiß, dessen Team zudem auf die stärkste Abwehr der Liga trifft. "Die Weihnachtspause kam für uns sehr ungelegen. Mit drei Siegen in Serie hatten wir einen Lauf. Nun hoffen wir natürlich, an diese Leistungen anknüpfen zu können."

TG Friedberg - TG Kastel (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Am Seebach):Nach einer für die Friedberger enttäuschenden Hinrunde, die in Kastel ihren Anfang genommen hatte, strebt nun das Team rund um das neue Trainer-Duo Steffen Rosenschon/Jörn Mangels nach Wiedergutmachung. Zwar geht es gegen den aktuellen Tabellenfünften der Liga, doch die Entwicklung der Friedberger in den vergangenen Wochen und das positiv gestaltete "Silvesterturnier" als Gastgeber lassen Hoffnung auf eine offene und spannende Partie zu. Auf diese Weise soll der nächste Schritt Richtung Klassenerhalt der jungen Mannschaft gelegt werden. Besonderes Augenmerk werden die Hausherren auf die tor- gefährlichen Rückraumspieler Holtkötter und Panzer legen müssen, die schon im Hinspiel für einige Schwierigkeiten aufseiten Friedbergs sorgten. Mit einer neu formierten Abwehrformation und der Unterstützung des heimischen Publikums soll diesem entgegengetreten und den Weg für eine erfolgreiche Rückrunde geebnet werden.

HSG Lumdatal - TV Petterweil (Samstag, 19.30 Uhr):Das deutliche Ergebnis aus dem Hinspiel (29:20) täuscht über die Leistung der Spielgemeinschaft aus dem Kreis Gießen hinweg. Das Spiel war lange auf Messers Schneide, erst gegen Ende setzten sich die Gelb-Schwarzen ab. Lumdatal spielte während der Hinrunde auf konstant gutem Niveau, besiegte unter anderem den Tabellenzweiten TV Idstein. Für den TV Petterweil ist dieses Spiel also eine Standortbestimmung vor weiteren Auswärtsspielen gegen die Top-Teams der Liga. "Ich bin froh, dass wir ein hartes Einstiegsprogramm haben, da wir von Beginn an da sein müssen. Letzte Saison sind wir schlecht in die Rückrunde gestartet. Diese Punkte haben am Ende der Saison gefehlt. Ich denke, dass uns dies eine Lehre war und wir konzentrierter zu Werke gehen, um den Vorsprung nicht frühzeitig einzubüßen", meint TVP Trainer Martin Peschke. Die HSG Lumdatal besitzt einen starken Rückraum um Marcel Köhler, Max Kühn und Florian Kuhnhenne, den es in Griff zu bekommen gilt. "Im Hinspiel haben wir eine starke Deckung auf die Platte stellen können. Wenn uns dies nicht gelingen sollte, werden wir mit leeren Hände nach Hause fahren", ist sich Peschke sicher. Der Einsatz von Marcus Neuhalfen entscheidet sich aufgrund einer Verletzung erst kurzfristig.

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