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Petterweil holt furios auf und vergibt den Sieg

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(kun) Handball kurios am Sauerborn: Gegen den TV Idstein kassierten die Landesliga-Handballer des TV Petterweil am Sonntagabend vor 200 Zuschauern eine 21:24 (10:14)-Heimniederlage – und das obwohl die Schützlinge von TVP-Coach Heiko Trinczek einen Acht-Tore-Rückstand in eine Zwei-Tore-Führung gedreht hatten und Mitte der zweiten Halbzeit bereits wie die sicheren Sieger aussahen.

Zu unfreiwilligen Hauptdarstellern wurden dabei die Unparteiischen. »Normalerweise bin ich kein Typ, der ein Schiedsrichtergespann anschwärzt. In diesem Fall muss ich jedoch sagen, dass die Begegnung über weite Strecken fremdbestimmt war«, konstatierte der Petterweiler Übungsleiter nach der Partie, deren Beginn die Gelb-Schwarzen völlig verschlafen hatten. »Die Mannschaft agierte in der ersten Halbzeit wie unter Schockstarre. Erst nach 25 Minuten haben wir endlich zu unserem Spiel gefunden.« Nachdem sich das Gästeteam von Trainer Ralph Gaßmann bereits nach zehn Minuten mit vier Treffern abgesetzt hatte (2:6), lagen die Hausherren nach 20 Minuten gar mit sechs Toren im Hintertreffen (5:11). Den höchsten Rückstand hatte die Trinczek-Sieben fünf Minuten vor der Pause zu verzeichnen (6:14). In der Folge bewiesen die Gelb-Schwarzen jedoch Moral und fanden zunehmend besser in die Partie. »Zugegebenermaßen unter freundlicher Mithilfe des Schiedsrichtergespanns.

Man muss jedoch auch betonen, dass bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie alles zugunsten der Gäste gepfiffen wurde«, ärgerte sich der Petterweiler Coach, dessen Mannschaft ihren Rückstand bis zur Pause auf vier Tore verkürzen konnte (10:14).

Nach dem Seitenwechsel setzten die Petterweiler ihre Aufholjagd fort und konnten beim 15:15 in der 42. Minute den Ausgleichstreffer bejubeln. »In dieser Phase hat sich auch Helmut Michalke als starker Rückhalt präsentiert und einige Würfe aus dem Rückraum glänzend pariert«, lobte Trinczek seinen Schlussmann. Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Hausherren mit zwei Toren in Front (18:16). »Da war der Gegner eigentlich schon am Boden. In der Schlussphase ist die Auslegung der Unparteiischen dann erneut gekippt. Nachdem zunächst so gut für uns gepfiffen wurde, dass wir einen Acht-Tore-Rückstand aufholen konnten, wurde den Gästen in den Schlussminuten zum Sieg verholfen«, haderte Trinczek nach der Partie mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns. »Ich hatte nicht das Gefühl, dass beide Mannschaften das Ergebnis spielerisch ausgefochten haben.«

TV Petterweil: Michalke, von Borstel; Thorsten Koch (5), Koffler (5), Trouvain, Pierre Lange (4/2), Schneider (3), Scherrer, Peschke (2/1), Rautschka, Alexander Koch (1), Gosenheimer (1), Thomer.

TV Idstein: Quandt, Schiess; Kleß, Heuss (1), Marxen (5), Denard, Cremers (5), Jan Welsch, Stübing (1), Amstutz, David Welsch (1), Schubert (11/1), Luft.

Steno: Schiedsrichter: Gottron/Kulemann (Eppstein). – Zeitstrafen: 8:8 Minuten. – Siebenmeter: 5/3:1/1. – Zuschauer: 200.

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