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Petterweil und Griedel trennen sich 24:24 vor 200 Zuschauern

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Von: Peter Hett

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Jens Schindowski (Griedel) erwartet den Siebenmeter von Björn Ehmer (Petterweil).
Jens Schindowski (Griedel) erwartet den Siebenmeter von Björn Ehmer (Petterweil). © Jürgen Keßler

Kein Sieger im Wetterauer Landesliga-Duell. Der TV Petterweil und der TSV Griedel kommen am Sonntag jeweils auf 24 Treffer.

In der Handball-Landesliga der Männer war im Vorfeld des Wetterau-Derbys zwischen dem TV Petterweil und dem TSV Griedel den Gastgebern aus dem Karbener Stadtteil eine leichte Favoritenrolle zugeschrieben worden. Dem wurden die Schwarz-Gelben nicht gerecht. Das Spiel endete mit einem 24:24 (14:13)-Unentschieden.

Die Partie litt augenscheinlich darunter, dass die Beteiligten den aktuellen Punktestand im Kopf hatten. Die Angst vor dem Verlieren schien größer als die Lust aufs Gewinnen. Das Spiel bezog seine Brisanz aus dem Verlauf und der daraus resultierenden Spannung. Beide Mannschaften führten wechselseitig, wobei der jeweilige Vorsprung über zwei Tore nicht hinauskam.

Der Beginn war zäh und geprägt von technischen Fehlern auf beiden Seiten. Mit Fortdauer des Spiels änderte sich dies zum Positiven. In der Abwehr vertrauten beide auf ein 6:0-System. Während die Gastgeber im Angriff nach ihren Auslösehandlungen schneller der Weg zum Tor suchten und auch schon mal mit Würfen aus dem Rückraum aufwarteten, setzte Griedel mehr auf geduldig vorgetragene Angriffszüge, um Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Mit einstudierten Spielzügen wurde die Deckung der Gastgeber in Bewegung gebracht, um dann in Eins-gegen-eins-Situationen einen Weg zum Tor zu finden. »Wir setzten darauf, dass die großen Leute in der Petterweiler Deckung Probleme damit haben werden«, erklärte Griedels Teammanager Jürgen Weiß diese Taktik.

Bis zum 13:13 legten die Gastgeber meist vor und der TSV zog nach. Acht Sekunden vor dem Pausenpfiff dann eine Auszeit von Petterweil, die fruchtete. Mit einem abgesprochenen Kempa-Trick erzielte Dänner auf Anspiel von Lange die 14:13-Führung mit der letzten Aktion der ersten Hälfte.

Dramatik am Ende

Die zweite Halbzeit war im Prinzip eine Doublette der ersten. Nur legten jetzt vorrangig die Gäste vor. Erneut verlagerte sich die Dramatik in die Schlussminute. 40 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Petterweil erneut eine Auszeit. Resultat war die 24:23-Führung durch Hitzel (59:30). Griedel behiel kühlen Kopf und versuchte es erneut im bewährten Eins-gegen-eins-Spiel. Der überragend spielende Lukas Kipp wurde gefoult und den fälligen Siebenmeter nutzte Nils Siek zum Ausgleichstreffer (59:59).

Beide Parteien waren sich einig darüber, dass das Ergebnis gerecht ist und dem Spielverlauf entspricht. »Ein redlich verdienter Punkt. Nicht nur für die Tabelle, sondern vor allem für den Kopf und die Moral unserer Mannschaft«, erklärte Griedels Jürgen Weiß. »Die Jungs haben besser gekämpft als zuletzt, die Abwehr stand gut und Schindowski im Tor hat gut gehalten. Wir haben gesehen, dass wir mit einer etablierten Landesligamannschaft mithalten können«, berichtete er weiter.

Petterweils Trainer Heiko Trinczek war mit dem Engagement seiner Mannschaft zufrieden. Er kritisierte jedoch, dass sich seine Spieler zu oft in den Eins-gegen-eins-Situation aushebeln ließen. »Wenn man in der Schussminute die Führung erzielt und praktisch mit dem Abpfiff den Ausgleich bekommt, ist das natürlich unglücklich«, bekannte er. »Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt nicht zufrieden gewesen. Jetzt, nachdem ich den gesamten Spielverlauf sehe, kann ich damit leben. Trotz der Schlussminute, « zeigte er sich realistisch.

TV Petterweil: Eckert, Flach; Trouvain, Kehrein (1), Koch (2), Witzel, Pfeiffer, Koffler (1), Dänner (5), Alt (2), Lange (5/1), Thomer, Hitzel (2), Ehmer (6/4).

TSV Griedel: Schindowski, Bonn; Sascha Siek (4/2), Grieb, Nils Siek (3/1), Kipp (9/2), Marx (3), Noll (1), Krüger (1), Weiß, Dietz, Stolte (3).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Beldermann/Kuger (Rödermark). - Siebenmeter: 7/5:7/5. - Zeitstrafen: 2:10 Minuten.- Disqualifikation: Thomer (Petterweil, 45.). - Zuschauer: 200.

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