Handball-Landesliga

TV Petterweil: In Griedel Tabellenführung verspielt

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Der TSV Griedel hat in der Handball Landesliga der Männer mit einem 37:31 (12:15)-Heimsieg gegen den Tabellenführer TV Petterweil für eine faustdicke Überraschung.

Der TSV Griedel hat in der Handball Landesliga der Männer mit einem 37:31 (12:15)-Heimsieg gegen den Tabellenführer TV Petterweil für eine faustdicke Überraschung. Damit verlief die Leistungskurve beider Mannschaften innerhalb einer Woche extrem konträr. Während der TSV zuvor gegen den Tabellenletzten TSG Oberursel verlor, feierte der TVP im Spitzenspiel gegen die MSG Linden einen triumphalen Sieg und die Tabellenführung. Nach dem Spiel war die Freude auf Griedeler Seite riesengroß, dagegen zeigte sich TVP-Coach Martin Peschke verärgert und "mega enttäuscht". Er gratulierte dem TSV zum Sieg, der auch in der Höhe verdient war.

In der ersten Hälfte dominierten die Abwehrreihen. Nach einer Viertelstunde (4:5), in der beiden Mannschaften der Druck des Gewinnen-Müssens und die damit verbundene Nervosität deutlich anzumerken war, setzte sich der Favorit aus Petterweil mit 9:6 (Wassberg/22.) ab und nahm den Drei-Tore-Vorsprung mit in die Pause. "Zu diesem Zeitpunkt hätten wir deutlicher führen müssen", kritisierte Peschke.

Griedel kam nach der Halbzeitpause mit großer Entschlossenheit aufs Spielfeld und glich mit dem 15:15 (Grieb/34.) schnell aus. Bis zum 17:16 verteidigte die Peschke-Sieben ihre Führung. Kipp, Grieb und Noll sorgten mit drei Toren in Folge für die entscheidende Wende. Die Gäste reagierten mit einer Auszeit, die allerdings nicht verhinderte, dass ab diesem Zeitpunkt die Akzente nur noch von den Gastgebern gesetzt wurden. Griedel baute den Vorsprung schrittweise auf 24:21 (45./S. Siek) aus und hatte bis zum Abpfiff einen Vorsprung inne, der zwischen drei und sechs Toren pendelte.

Auch mehrmalige Änderungen des Petterweiler Deckungssystems brachten keine Wende mehr. "Wir haben alles versucht und in der Deckung alles gespielt, was möglich ist. Über 6:0, 5:1, 3:3, offene Manndeckung und Manndeckungen für einzelne Spieler, der Griedeler Lauf war nicht aufzuhalten", sagte Peschke.

Obwohl die Gastgeber in den letzten sechs Minuten in Unterzahl spielten, geriet der deutliche Sieg nicht mehr in Gefahr. "Wir haben speziell in der zweiten Spielhälfte auf die taktischen Maßnahmen der Gäste immer die richtigen Antworten gefunden. Mit aufopferungsvollem Kampf und mannschaftlicher Geschlossenheit haben wir uns den Sieg verdient", sagte Griedels Teammanager Jürgen Weiß.

Die Gäste stimmten Weiß zu. "Griedel hat uns heute vorgemacht wie es läuft, wenn man mit Leidenschaft, Wille und Einstellung spielt. Wir sind nach dem Wechsel nur hinterher gerannt. Unsere Deckung hat ohne jeglichen Körperkontakt gespielt und in den Eins-gegen-Eins-Aktionen nicht einmal das gegnerische Trikot berührt", sprach Peschke den Griedelern ein Lob aus und und kritisierte damit gleichzeitig den Auftritt seiner Mannschaft.

TSV Griedel: Krüger, Roth; Sascha Siek (10), Strasheim, Grieb (7), Nils Siek (1), Kipp (9/1), Köhler, Noll (5), Krüger, Weiß (3), Dietz (2).

TV Petterweil: Ahlborn, Bouali; Trouvain (1), Koch, Pfeiffer, Felix Koffler (2), Dänner (5/2), Alt (3), Jonas Koffler (6), Neuhalfen (3/3), Lange (3/3), Hitzel (2), Wassberg (5), Juli (1).

Im Stenogram / Schiedsrichter: Wollbeck/Zang (Obernburg/KIrchzell). – Siebenmeter: 1/1 – 5/5. – Strafzeiten: 12 Min. – keine. – Zuschauer: 200.

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