Handball-Landesliga

TV Petterweil erst nach Roter Karte stark

Es war das erwartet schwere Spiel, doch am Ende hatte der TV Petterweil das Parkett wieder als Sieger verlassen. Im Duell mit dem direkten Konkurrenten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden hat sich der TVP mit 27:25 (12:13) gewonnen und sich wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft in der Handball-Landesliga Mitte gesichert. "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht unsere gewohnte Leistung gezeigt und sind so einem Rückstand hinterhergelaufen. Wiesbaden hat sich durch die vielen Strafzeiten das Leben schwer gemacht, somit können wir am Ende glücklich über die zwei Punkte sein", sagte Petterweils Trainer Martin Peschke.

Zu Beginn fand der TVP nicht so recht ins Spiel. Trotz einer Zwei-Minuten-Strafe (Schmelzer/3.) und der daraus resultierenden Überzahl lagen die Gäste früh mit 0:3 (Schreiber/6.) in Rückstand. Erst nach knapp sechs Minuten gelang den Petterweilern der erste Treffer durch Niklas Wagner. Die Abwehr der Landeshauptstädter stand gut und stellte den Tabellenführer vor eine große Herausforderung. Somit sah sich Peschke nach 14 Minuten, beim Stand von 3:6, gezwungen die erste Auszeit zu legen.

Wiesbadens Konstantinos Schreiber vergab im Anschluss einen Strafwurf und ein Doppelschlag von Felix Koffler zum 5:6 (16.) brachte die Gelb-Schwarzen zurück in die Partie. Die darauf folgende Auszeit der Wiesbadener zeigte ebenso Wirkung. In Überzahl erzielte der Tabellendritte drei Tore in Folge und lag mit 9:5 (19.) in Führung. Die Wiesbadener verteidigten den Rückraum der Gäste effektiv. Auch der Topscorer der Liga, Jonas Koffler, kam nicht so recht in Fahrt und markierte erst nach 20 Minuten seinen ersten Treffer zum 6:9. Doch der TVP schaltete wieder einen Gang hoch. Koffler traf erst zum 9:10 (23.) und verwandelte kurz vor der Pausensirene einen Siebenmeter zum 12:13. Lediglich die erste Welle über Felix Koffler funktioniert in der ersten Halbzeit.

In der zweiten Hälfte agierte die Abwehr der Petterweiler deutlich besser. Und auch die Torhüter steigerten sich. Roman Hitzel gelang in der 37. Minute der Ausgleich zum 16:16 und in Überzahl erzielte Lennart Trouvain sogar die erste Führung (17:16/39.) für die Petterweiler. Ein Doppelschlag von Pascal Henkelmann wendet das Blatt aber wieder und beim Stand von 19:19 (44.) sah sich Martin Peschke erneut zu einer Auszeit gezwungen. Das Spiel wurde zunehmend brutaler. Der Wiesbadener Tim Hieronimus sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (49.).

Nun merkte man einen Bruch im Spiel, der auch darin begründet lag, dass die Hausherren in der zweiten Halbzeit ganze zwölf Minuten in Unterzahl agieren mussten. Jonas Koffler verwandelt einen Strafwurf zum 22:21 (49.). In doppelter Überzahl erzielten die Gäste erneut drei Tore am Stück und setzten sich entscheidend zum 25:21 ab. Doch die Wiesbadener gaben nicht auf, nach einer Auszeit und anschließender eigener Überzahl verkürzten sie zum 25:26 (Walter/59.). Nun zeigt sich die Klasse von Jonas Koffler, der vier Sekunden vor Ende den letzten Treffer zum 27:25 erzielte. Der TVP-Coach Peschke hatte aber noch einen zweiten Mann mit starker Leistung gesehen: "Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte Roman Hitzel heraus, der heute sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ein starkes Spiel gemacht hat."

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden: Gippert, Kellner; Kirchmeier (7/3), Schreiber (5), Henkelmann (5), Walter (3), Stadermann (3), Seiwert (2), Matejka, Schröder, Hieronimus, Schmelzer.

TV Petterweil: Bouali, Schneiker, Ahlborn; F. Koffler (7), J. Koffler (6/2), Trouvain (4), Hitzel (4), Wassberg (3), Lange (2), Wagner (1), Koch, Witzel.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Bley/Bulat (Großen-Linden/Kastel). - Siebenmeter: 3/5 - 2/3. Strafzeiten: 14:8 Min. - Disqualifikation: Hieronimus (Wiesbaden/49.). - Zuschauer: 150.

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