Petrasek Matchwinner bei 46ers

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(gae/tim). Die Gießen 46ers haben beim 100:93 gegen Bayreuth eine starke Teamleistung gezeigt, erfolgreich Revanche für das Hinspiel genommen und feiern den zweiten Sieg in Folge in der Basketball-Bundesliga gefeiert. Schlechte Stimmung unterdessen bei den Frankfurt Skyliners: Das 76:87 in Bamberg war die sechste Niederlage im siebten Spiel.

Gießen 46ers - medi Bayreuth 100:93:Bezeichnend für das Spiel der 46ers: Luke Petrasek erzielte durch Freiwürfe den "Hunderter", fischte sich hinten den letzten Rebound und hielt den Ball bis zum Abpfiff in seinen Händen. A nschließend gab Gießens Powerforward auch eine gute Figur mit dem Mikrofon ab: Traditionell stimmt der beste Spieler 46ers bei einem Heimsieg die "Humba" an. Ohne Probleme - nur mit einer klitzekleinen Hilfe von Souffleur Bjarne Kraushaar - spulte der 2,08-Meter-Schlaks das übliche Programm für die Fans mit jedem einzelnen Buchstaben und den gesungenen Wörtern "Heimsieg" und "Ausrufezeichen" ab. Der Großteil der 3155 Zuschauer war noch in der Halle und grölte mit.

Überglücklich war der 24-jährige Petrasek, der aufgrund einer Rückenverletzung erst seit kurzem wieder einsetzbar ist. "Ich war heiß auf das Spiel. Ich bin dankbar dafür, dass alle so lange Geduld mit mir hatten. Unser Ziel war es nach dem gewonnenen Ludwigsburg-Spiel, einen weiteren Heimsieg zu holen. Das haben wir getan", sagte der Matchwinner. Er avancierte mit 25 Punkten zum Topscorer, bei einer 75-prozentigen Dreierquote (5 von 7), holte sich sechs Rebounds, verteilte drei Assists und kam auf starke 31 Zähler in der Effektivitätswertung. Natürlich war das Bestleistung für ihn in der BBL:

Komplimente verteilte ein sichtlich zufriedener Gießener Trainer Ingo Freyer: "Luke Petrasek hat gut gespielt, aber auch Stephen Brown hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Wir wissen, dass wir da Qualitäten haben, nicht so leicht auszurechnen sind und jeder da mal in die Bresche springen kann." Der 48-Jährige hob aber auch die gute Leistung aller anderen heraus.

Brose Baskets Bamberg - Frankfurt Skyliners 87:76:"Nein", versicherte Frankfurts Marco Völler am Mikrofon bei Magentasport, er schaue nicht nach unten in der Tabelle. "Und die anderen Jungs auch nicht", schob der Center des Tabellen-14. hinterher. Dass der Blick nicht unbedingt nicht nach unten gehen muss, liegt einzig und alleine daran, dass der Tabellenletzte, der Mitteldeutsche BC, mit nur zwei Siegen aus 17 Partien keine Anstalten macht, sich aus seiner Misere zu befreien. Auch die Hamburg Towers (drei Siege) sind noch schlechter einzuschätzen, als die Skyliners. Die Frankfurter können sich in erster Linie wegen ihrer Verletzungssorgen nicht aus dem Negativstrudel befreien. In Bamberg fehlten den Basketballern aus der Mainmetropole wie schon eine Woche zuvor ihre drei Leistungsträger Leon Kratzer, Richard Freudenberg und Lamont Jones. "Wir haben gegen unsere Nachteile auf der Innenposition wie Berserker gekämpft", sagte Skyliners-Trainer Sebastian Gleim. Bis zur Halbzeit hatte sein Team die Partie offen gehalten und hätte mit etwas weniger unnötigen Ballverluste höher als nur mit einem Punkt führen können (38:37). Im dritten Viertel passierte dann das, was diese Saison so oft passiert: die Skyliners brachen ein. Die Bamberger, die in der ersten Hälfte keinen einzigen Dreier getroffen hatten, verwandelten alleine fünf in den ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit zur 63:54-Führung. "Dadurch haben wir den Rhythmus aus der Hand gegeben", analysierte Gleim.

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