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Der VfR Butzbach um Luis Paul Brück (M.) will am Sonntag die Reserve vom TSV Bad Nauheim ärgern. Fabio Gohlke und der Traiser FC II sind beim KSV Bingenheim Außenseiter. FOTO: NICI MERZ

Mit Pessimismus in den März

(lab). Auch wenn es einige bei nasskaltem Wetter noch nicht so auf die Fußballplätze zieht: Der Spielbetrieb nimmt wieder Fahrt auf, am Sonntag steht der erste Spieltag der Kreisligen B nach der Winterpause an - sofern die Spiele stattfinden. Die Wintervorbereitung lief bei einigen Klubs allerdings alles andere als erwünscht - teilweise geht man pessimistisch in den März.

Denn bei Sommerwetter kickt es sich einfach besser, merkte auch Denis Fiedler, seit dieser Saison Coach des FC Olympia Fauerbach II aus der Gruppe 2. Einstellung, Wetter, Platz - drei Faktoren, die dazu führten, dass beim Rangsechsten der Gruppe zwei die Trainingsbeteiligung im Winter ordentlich hinkte. Dabei sollte die Motivation eigentlich da sein: "Wir stehen ja oben, haben aber drei Spiele weniger. Wenn wir die gewinnen, sind wir Dritter", betont Fiedler. Mit dem FSV Kloppenheim, ungeschlagener Dauer-Primus, steht nun zum Auftakt allerdings der absolute Härtetest bevor (Sonntag, 15 Uhr). "Ich sehe uns nicht als Außenseiter", versprüht Fiedler im Vorfeld etwas Optimismus.

Zu den Topteams gehört auch der SV Assenheim. Platz vier und noch zwei Nachholspiele, da ist was drin. Das kommende Hindernis der Truppe lautet nun FC Massenheim II (Sonntag, 15 Uhr). Die Reserve von Platz zehn weiß um ihre Außenseiterrolle, drei Siege vor der Winterpause stimmen Coach Timo Winter aber zuversichtlich. Lediglich an der Chancenverwertung müsse man arbeiten, es fehle manchmal an einem Knipser, so Winter.

Nicht ganz so freudig ist dagegen die Stimmung beim TSV Dorn-Assenheim II. Mäßige Vorbereitung, knapper Kader, Verletzungen im A-Team - die Aussichten bei der Reserve halten sich aktuell eher vage. Immerhin: Mit Lars Kempf hat man nach der Trainerentlassung eine interne Lösung bis Sommer gefunden und der Klassenerhalt scheint auch keine Herkulesaufgabe zu werden.

Die Partie am Sonntag gegen die SG Ober-Wöllstadt/Ilbenstadt II (13 Uhr) kann man entsprechend locker angehen.

In der Topbegegnung der Gruppe 1 empfängt der VfR Butzbach den TSV Bad Nauheim II (Sonntag, 15 Uhr). Während die Konkurrenz um den SV Ober-Mörlen und den SV Steinfurth II mit dem SVP Fauerbach (Sonntag, 15 Uhr) und dem SV Schwalheim II (Sonntag, 13 Uhr) klare Favoritenrollen einnimmt, muss der TSV bangen. Es herrscht Personalmangel, Neu-Trainer Yilmaz kann auf einige Spieler nicht mehr wie gewohnt bauen. Da steigen die Chancen für Butzbach, direkt den ersten Coup zu landen.

Bereits morgen um 17 Uhr lohnt sich ein Blick nach Nieder-Weisel: Dort empfängt die Reserve den Tabellenelften TSV Rödgen. Bei den Weiselern zeigt man sich durchaus zufrieden mit der aktuellen Lage: "Das Ziel, junge Spieler zu integrieren, klappt. Unter anderem Nico Schewerda wird nun mehr in der Ersten eingesetzt", sagt Trainer Björn Lauckhardt. Lediglich Torwart Nils Schäfer hat der Mannschaft im Winter den Rücken gekehrt, nun muss Lauckhardt selbst in den Kasten. Beim Duell mit Rödgen dürfte die Mannschaft dann auch mal wieder auf den Rasenplatz - die Vorbereitung zuletzt fand wahlweise auf dem Hartplatz oder in der Soccerhalle statt.

Und auch der KSV Bingenheim kann am Sonntag mit der vollen Ausbeute kalkulieren, Trainer Tobias Stete hält jedoch den Ball flach. "Bei zweiten Mannschaften zu Hause weiß man nie. Aber wir wollen natürlich drei Punkte", sagt Stete. Jener vermeintlich starke Gegner ist der Traiser FC II, Fünfzehnter, bisher zwei Siege. Bingenheim hat zwölf Zähler mehr und eine gute Vorbereitung hinter sich. Drei Punkte, die für die Gäste am Sonntag um 13 Uhr sprechen - jetzt fehlt nur die Umsetzung.

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