"Wer dabei ist, ist angeschlagen", sagt der Wettertaler Trainer Sven Tauber über seine Mannschaft vor der Partie gegen den starken Aufsteiger SG Rechtenbach. FOTO: NICI MERZ
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"Wer dabei ist, ist angeschlagen", sagt der Wettertaler Trainer Sven Tauber über seine Mannschaft vor der Partie gegen den starken Aufsteiger SG Rechtenbach. FOTO: NICI MERZ

Personalnot schmälert Chancen

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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(se). Mit den Ergebnissen des vergangenen Handball-Wochenendes können die Wetterauer Bezirksoberliga-Mannschaften nur eingeschränkt zufrieden sein. Immerhin erreichte die HSG Mörlen ein 26:26-Unentschieden gegen Aufstiegsanwärter HSG Wettenberg II und befindet sich bei 21:15 Punkten weiterhin in der erweiterten Spitzengruppe, freilich ohne eine sonderlich große Chance, noch ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Am Samstag sind die Mörler bei der HSG Dilltal zu Gast, die in eigener Halle in dieser Saison zwar auch nicht unverwundbar ist, wie die Heimniederlagen gegen Marburg, Buseck und Kleenheim II gezeigt haben, doch stehen die Vorzeichen in Mörlen dennoch nicht unbedingt auf Sieg.

Die anderen beiden Mannschaften aus der Wetterau sind in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt. Das gilt vor allem für die MSG Florstadt/Gettenau, die nach der Niederlage gegen Schlusslicht Wetzlar nun gegen den Tabellenzweiten HSG Hungen/Lich anzutreten hat. Auch die HSG Wettertal ist noch nicht aus dem Schneider. Die Wettertaler genießen ebenfalls Heimrecht und treffen auf den starken Aufsteiger SG Rechtenbach.

HSG Dilltal - HSG Mörlen (Samstag, 19 Uhr/Sporthalle Werdorf):"Das ist die am besten besetzte Mannschaft in der Bezirksoberliga", urteilt Mörlens Trainer Philipp Petriesas über den Gastgeber. "Wenn wir mit dem Kader, der uns zur Verfügung steht, einen Punkt holen oder gewinnen, wäre es eine Riesenüberraschung." Lang ist diesmal die Ausfallliste der Mörler, die in Werdorf auf Christian Birkenstock, Sebastian Dietz, Simon Dönges, Julian Wolf und Daniel Birkenstock verzichten müssen. Die daraus resultierenden Lücken werden durch Spieler aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend aufgefüllt, kündigt Petriesas an. Das macht die Aufgabe für die Mörler nicht gerade leichter. "Die HSG Dilltal ist eine Top-Mannschaft", stellt Petriesas noch einmal fest, "wenn die ins Laufen kommen, wird es ganz, ganz schwer."

HSG Wettertal - SG Rechtenbach (Sa., 19.30 Uhr/ Sporthalle Münzenberg):"Im Hinrundenspiel haben wir gewonnen, aber an diesem Abend hat auch fast alles bei uns geklappt", erinnert sich Wettertals Trainer Sven Tauber. "So ein Sahnetag wäre erneut vonnöten, denn wir brauchen noch ein paar Punkte." Doch nach so einem Tag sieht es bei den Gastgebern derzeit nicht aus. "Die Vorzeichen werden nicht besser", erklärt der Coach der Wettertaler. So steht Bardo Raab wegen eines Bruchs des großen Zehs nicht zur Verfügung. Fraglich ist auch der Einsatz von Marco Boller. Dazu kommen noch mehrere Grippekranke. "Diese Summe an Ausfällen habe ich selber über einen so langen Zeitraum erlebt. Wer dabei ist, ist angeschlagen", berichtet Tauber, der vor dem Spiel auf die Rechtenbacher Abwehrstärke hinweist. "Hier ist Ex-Bundesliga-Torhüter Matthias Lang das große Faustpfand."

MSG Florstadt/Gettenau - HSG Hungen/Lich (Sa., 20 Uhr/Sporthalle Florstadt):"Jetzt haben wir fünf schwere Spiele vor der Brust", bemerkt MSG-Trainer Christian Sacks. Den Anfang macht das Duell mit dem Tabellenzweiten HSG Hungen/Lich. Spitzenreiter Dutenhofen/Münchholzhausen III, Kleenheim/Langgöns II (jeweils auswärts) sowie Wettenberg II (in Florstadt) und Dilltal (auswärts) sind die nächsten Gegner - also allesamt Mannschaften, die die Plätze eins bis fünf bekleiden. Der Partie gegen Hungen/Lich gewinnt Sacks aber auch eine positive Seite ab: "Wir können ohne Druck ins Spiel gehen", meint er. Zu Recht, denn seine Mannschaft nimmt selbstverständlich die Rolle des Außenseiters ein. Dennoch möchte der MSG-Coach, dass seine Spieler die eigenen Fehler reduzieren. Eine Überraschung kann er nicht aus dem Ärmel zaubern, denn (Hungens Trainer) "Carsten Schäfer kennt alle Mannschaften". Auch in personeller Hinsicht hat sich bei Florstadt und Gettenau in der vergangenen Woche wenig getan. Der Trainer kann noch immer nicht seine Bestbesetzung aufbieten.

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