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Pelka setzt auf kontrollierte Defensive

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Von: Uwe Born

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Verständlichem Jubel beim Aufsteiger SKV Beienheim angesichts des 2:1-Sieges über den Lokalrivalen VfB Friedberg stehen Enttäuschung und Fehleranalyse aufseiten der unterlegenen Kreisstädter sowie nach der 1:2-Pleite in Stierstadt auch beim als Titelanwärter gehandelten SC Dortelweil gegenüber: In den Reihen der Wetterauer Fußball-Gruppenligisten erzeugten die jüngsten Resultate unterschiedliche Emotionen.

Verständlichem Jubel beim Aufsteiger SKV Beienheim angesichts des 2:1-Sieges über den Lokalrivalen VfB Friedberg stehen Enttäuschung und Fehleranalyse aufseiten der unterlegenen Kreisstädter sowie nach der 1:2-Pleite in Stierstadt auch beim als Titelanwärter gehandelten SC Dortelweil gegenüber: In den Reihen der Wetterauer Fußball-Gruppenligisten erzeugten die jüngsten Resultate unterschiedliche Emotionen.

Klar, dass für die Teams aus Friedberg und Dortelweil deshalb Runde zwei in erster Linie dazu dienen soll, den unbefriedigenden Eindruck der Premiere zu korrigieren. Beide Klubs genießen am Sonntag Heimrecht, doch die Kontrahenten sind nicht von Pappe: Die Burgfeld-Elf erwartet mit dem FC Neu-Anspach einen der Meister-Kandidaten, während die Mannschaft der Dortelweiler Trainer Markus Beierle und Gökhan Kocatürk auf den bestens gestarteten FV Hausen trifft. Derweil können sich die Beienheimer zurücklehnen, sie haben planmäßig Pause.

Hausen noch euphorisch

SC Dortelweil – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr): Dass mit der Hausener Truppe, die über die Aufstiegsrunde erstmals in der Klubgeschichte Gruppenliga-Status erreichte, nicht zu spaßen ist, bekam vor Wochenfrist TuS Merzhausen zu spüren, denn die Taunuself zog im Frankfurter Stadtteil mit 3:4 den Kürzeren. »Die Hausener leben von der Aufstiegs-Euphorie. Für uns wird’s keinen Deut leichter als letzte Woche«, befürchtet SCD-Trainer Gökhan Kocatürk.

Streichliste: Torjäger Robin Dobios (Sprunggelenkverletzung) und Neuzugang Christian Wiemann (Leistenprobleme) müssen erneut passen. Hinzu gesellen sich mit Dominik Steffen, der bei der Niederlage in Stierstadt durchaus zu gefallen wusste, und Marcel Bittner zwei Urlauber sowie Ralf Widmann und Oliver Steffen (jeweils Trainingsrückstand nach Urlaub).

Team-Tuning: Coach Kocatürk bemängelte in Stierstadt erhebliche Abschluss-Schwächen und zwei völlig unnötige Gegentore: »Wir hätten nach der Führung erhöhen können, ja müssen.« Später habe die Mannschaft den Faden verloren, sei nervös und schließlich unter Wert geschlagen worden. Es gelte deshalb, vorne konzentrierter zur Sache zu gehen sowie punktuellen Rückschlägen mit mehr Ruhe und Übersicht zu begegnen.

Matchplan: Kurzpassspiel und hohe Laufbereitschaft sind nach Kocatürks Dafürhalten das Rezept, um gegen Hausen zu gewinnen: »Gegebenenfalls auch mal das Tempo rausnehmen, gehört dazu, denn für 90 Minuten Volldampf-Fußball wird’s eventuell nicht reichen.« Dawid Polotzek und Nando Pröckl, die in Stierstadt fehlten, sind Kandidaten für die Startelf.

Kader SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Eiwanger, Müller, Assheuer, Dogot, Polotzek, Pröckl, Cholewa, Chekmazov, Ljujic, Vancura, Karagöz, Mouhaman, Arnold.

Anspacher Scharfschützen im Blick

VfB Friedberg – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr): Auf Neu-Anspacher Seite gehören seit Anfang Juli zwei Spieler zum Stammpersonal, die sich in der Wetterau bestens auskennen: Defensiv-Spezialist Alexander Clark (kam von Türk Gücü Friedberg) und Außenstürmer Paul Wischtak (ehemals FCO Fauerbach). »Wir waren in Beienheim vorab nicht der Favorit, und gegen Neu-Anspach sind wir es trotz Heimvorteils noch viel weniger«, meint VfB-Coach Andreas Pelka.

Streichliste: Die Friedberger Personalsituation hat sich durchaus gebessert, zumal Pelka am Sonntag nur noch auf Urlauber Dominique Ware und Außenverteidiger Benjamin Haase (Aufbautraining nach Verletzungspause) verzichten muss. Allerdings sind die Einsätze von Tanyel Fedler (Schulterschmerzen) und Stürmer Waldemar Patzwald (Achillessehnen-Beschwerden) fraglich.

Team-Tuning: Lars Pohl, Lennart Retzloff (Mittelfeld) und David Clement (Abwehr), die gegen Beienheim nicht mit von der Partie waren, heben die Qualität. Dass Innenverteidiger Eugen Rack erneut aushelfen wird, hält der Friedberger Übungsleiter für eher unwahrscheinlich: »Im Defensivzentrum wird wohl David Clement an der Seite von Malte Strothmann beginnen.«

Matchplan: Ist Waldemar Patzwald von Beginn an dabei, kann Andreas Pelka auf das bewährte 4-4-2-System bauen. Wenn nicht, wird Salih Yasaroglu vorne erneut den Alleinunterhalter spielen. Im Übrigen setzt der Friedberger Übungsleiter auf kontrollierte Defensive. Eine Taktik, die auch schon sein Vorgänger Jürgen Ohl mit großem Erfolg durchgezogen hat. Wichtig sei, so der VfB-Coach, die Neu-Anspacher Scharfschützen Marco Weber und Achraf Gara-Ali zu neutralisieren: »Das wäre die halbe Miete.«

Kader VfB Friedberg: Cirak (Jakobs), Maouche, Strothmann, Clement, Kögler, Krank, Fedler, Schmidt, Retzloff, Yasaroglu, Patzwald, Jasko Emrovic, Pohl, Rack (?), Becker, Nesgen, Memovic, Tsianakas, Al Towaity (?).

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