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Patriots wollen ins »Assenheimer« Finale

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(pwz) An diesem Samstag starten die Rhein-Main Patriots aus Assenheim in eigener Halle gegen den letztjährigen Playoff-Halbfinalisten aus Iserlohn um 19 Uhr in die Skaterhockey-Bundesliga-Saison. Auf die Mannschaft von Spielertrainer Patric Pfannmüller und dessen »Co« Jan Hofmann kommt somit der Gegner zu, gegen den man in der vorherigen Saison im Playoff-Viertelfinale das Nachsehen hatte und der aus Sicht der zwölf Trainer als eines von vier Teams zu den Titelfavoriten zählt.

Deswegen sieht Pfannmüller die Rollen klar verteilt. »Natürlich ist Iserlohn Favorit, aber wir kommen mit der Rolle des Außenseiters klar.« Das junge Team aus Assenheim (Altersschnitt 23,5 Jahre), welches noch in der Findungsphase sei, will sich dennoch nicht verstecken. Die Vorgaben des Trainers sind, ein hohes Maß an Laufbereitschaft, Engagement und gesunder Aggressivität in die Waagschale zu werfen. Sollte es zusätzlich gelingen, die starken Offensivspieler des Gegners in den Griff zu bekommen, könnte den Patriots eine kleine Überraschung gelingen.

»Wenn wir taktisch diszipliniert spielen, können wir auch die Großen der Liga schlagen.« Damit meint Pfannmüller vorallem die vier Mannschaften, die er als Favorit auf den Titel sieht. Zu ihnen gehören der deutsche Meister Augsburg, der HC Köln, der letzte Saison Erster der Vorrunde wurde und erst im Playoff-Finale gestoppt wurde, sowie Uedesheim, die der Assenheimer als »Wundertüte« bezeichnet. Und eben die Iserlohn Samurai, die letzte Saison 18 Spiele in Folge ungeschlagen waren und durch Neuzugänge ihr eingespieltes Team zusätzlich verstärken konnten.

Obwohl man in den ersten drei Partien Heimvorteil genießt, kommen mit Augsburg und Duisburg Ligaschwergewichte in die Wetterau. Zielvorgabe des Trainerteams ist, fünf Punkte in dieser schweren Anfangsphase zu holen. Die Vorbereitung lässt den 36-Jährigen positiv in die neue Runde blicken. Obwohl man keines der letzten Testspiele gewann, sehe man eine kontinuierliche Steigerung im Spiel. Außerdem hätten sich die Zugänge sehr gut in das Team integriert. Somit habe die Mannschaft im Vergleich zum letzten Jahr sowohl an Quantität als auch an Qualität zugelegt.

Die Assenheimer waren in der vergangenen Spielzeit gut in die Saison gestartet und waren bis Mitte des Jahres in Meisterschaft, Pokal und Europacup vertreten. Diese hohe Belastung in Verbindung mit dem kleineren Kader waren wohl die Hauptgründe für den Leistungseinbruch zwischen Mitte Juni und Ende Juli. Danach fingen sich die Patriots wieder und konnten mit dem sechsten Platz in der Vorrunde das beste Abschneiden der Vereinsgeschichte im Skaterhockey verbuchen. Auch im Europacup erzielte man als zweitbestes deutsches Team mit Platz fünf einen beachtlichen Erfolg auf internationaler Bühne, bei dem es sogar gelang, Meister Augsburg zu bezwingen.

Einziger Wermutstropfen für Trainer Pfannmüller war das frühe Ausscheiden gegen Düsseldorf im deutschen Pokal. »Das war das negativste Erlebnis der Saison. Wir haben einen schlechten Tag erwischt und uns selbst geschlagen«.

Gerade weil das Pokalfinale dieses Jahr in Assenheim stattfindet, will die Mannschaft unbedingt vor heimischem Publikum um den Pokal mitspielen. In der Bundesliga wäre man hingegen schon mit dem erneuten Erreichen der Playoffs zufrieden. Um diese Ziele zu verwirklichen, baut Pfannmüller vor allem auf die Führungsspieler. Mit Kapitän Marco Kluin und Christoph Bierschenk habe man zwei der besten Defensivspieler der Liga, die einen wichtigen Baustein der Mannschaft darstellen. Aufgrund ihrer Erfahrung sollen diese den jüngeren Spielern in den entscheidenden Phasen zur Seite stehen. In der Offensive muss Hannes Ressel wieder zu alter Stärke finden. Dieser konnte im letzten Jahr berufsbedingt nicht so häufig trainieren und sei darum noch nicht in Topform. Doch auch die Zugänge sind eine Verstärkung für die Patriots.

André Gabler (zweite Mannschaft) und Dennis Berk (Bad Nauheim Grizzlys/Inlinehockey) sorgen in der Defensive für Alternativen, während die neuen Offensivspieler Tobias Etzel (Menden Mambas), Herbert Petz (Wien) und Hendrik Horak (Düsseldorf Rhein Rollers) mehr Torgefahr in das Spiel der Patriots bringen sollen. »Wir werden viel Spaß mit ihnen haben, weil die Einstellung stimmt«, prognostiziert der Assenheimer Coach.

Mit dem Start in die neue Skaterhockey-Saison tritt die neue Drei-Punkte-Regel in Kraft, bisher gab es nur zwei Punkte pro Sieg. Die Möglichkeit der Punkteteilung fällt weg, wie beim Eishockey erhält jedes Team für ein Remis nach regulärer Spielzeit einen Punkt. Im darauf folgenden Penaltyschießen wird ein weiterer Zähler ausgespielt.

Der Kader der Rhein-Main Patriots für die Saison 2013

Tor: Ingo Schwarz, Felix Dombrowsky, Marcel Kempf. – Feld: Jan-Erik Bannenberg, Marco Forster, Marco Kluin, Hannes Ressel, Yannik Wehrheim, Christian Trautmann, Christian Unger, Alexander Blum, Andreas Behrens, Tim May,Jan Barta, Nico Becker, Hendrik Horak, Sebastian Aletter, Tobias Schmidt, Christoph Bierschenk, André Gabler, Tobias Etzel, Herbert Petz, Dennis Berk. – Trainer: Patric Pfannmüller.

Die Punktspiel-Termine

Sa., 2. März Iserlohn (H)

Sa., 16. März Augsburg (H)

Sa., 6. April Duisburg (H)

Sa., 13. April Rostock (A)

Sa., 20. April Lüdenscheid (H)

Mi., 1. Mai Uedesheim (A)

Sa., 4. Mai Rostock (H)

So., 5. Mai Iserlohn (A)

Do., 9. Mai Essen (A)

Sa., 11.Mai Crefeld (A)

Do., 30. Mai Lüdenscheid (A)

Sa., 8. Juni Bremerhaven (A)

So., 9. Juni Bissendorf (A)

Sa., 15. Juni Bremerhaven (H)

Sa., 29. Juni Köln (H)

Sa., 20. Juli Augsburg (A)

Sa., 27 Juli Uedesheim (H)

Sa., 3. August Crefeld (H)

So., 4. August Duisburg (A)

Sa., 10. August Essen (H)

Sa., 7. September Köln (A)

Sa., 14. September Bissendorf (H)

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