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Patriots-Debakel in Köln

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Gedankenversunken: Stefan Napravnik, der Trainer der Rhein-Main Patriots.
Gedankenversunken: Stefan Napravnik, der Trainer der Rhein-Main Patriots. © Andreas Chuc

(mn) Eine Autopanne während der Anreise, eine sportliche Lehrstunde und obendrein zwei weitere Sperren: Die Fahrt nach Köln endete am Samstagabend für die Rhein-Main Patriots mit Frust und Enttäuschung.

Beim amtierenden Deutschen Meister in der Domstadt unterlagen die Wetterauer mit 5:16, so dass die Rote Laterne der Skaterhockey-Bundesliga weiterhin in Assenheim leuchtet. »Zu Hause und auswärts zeigt die Mannschaft zwei verschiedene Gesichter. In eigener Halle wollen die Jungs etwas bewegen, zeigen Moral - auswärts steckt eine Niederlage schon vor Spielbeginn in den Köpfen«, glaubt Patriots-Trainer Stefan Napravnik, der am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Uedesheim gleich auf vier Spieler wegen Sperren verzichten muss. Ob Schlüsselsieler Harry Lange, der bei der Inlinehockey-Weltmeisterschaft für Österreich im Einsatz war, zur Verfügung steht, ist zudem noch offen.

Die Partie hatte noch nicht richtig begonnen, da war sie auch schon entschieden. 5:0 hieß es nach nur wenigen Minuten, mit Undiszipliniertheiten hatten es die Gäste den Hausherren einmal mehr sehr einfach gemacht. Gegenüber der Vorwoche fehlte diesmal auch Eishockey-Profi Alexander Baum als stabilisierender Faktor in der Defensive. Pierre Wex (1:7), Dominik Kail (2:8), Patric Pfannmüller (3:8), Tim May (4:15) und Andre Gabler (5:16) trafen für die Patriots, in deren Gehäuse Marcel Kempf als einziger Torwart die sicherlich unangenehmste Aufgabe hatte.

Der Frust entlud sich kurz vor dem Ende in einer Schlägerei, in der nahezu alle Spieler beide Mannschaften irgendwie involviert waren. Während Wex eine Matchstrafe erhielt und ein Spiel pausieren muss, sah Sven Schlicht die Rote Karte und muss sich auf eine längere Sperre einstellen.

Für das Samstag-Spiel gesperrt ist auch noch Lars Bannenberg, zudem ist im Fall »Christian Unger« noch keine Entscheidung gefallen. Unger muss sich noch immer für ein Vergehen im Anschluss an die Partie gegen Bissendorf verantworten, ist aktuell gesperrt, obwohl er nach dem Bissendorf-Spiel noch zweimal eingesetzt worden war. Gegenüber dem Köln-Spiel ist zumindest wieder mit Alexander Baum und Dennis Schlicht zu rechnen. »Wir können uns die Undiszipliniertheiten nicht leisten, gehen meist mit großen Strafen aus diesen Situationen heraus. Und das lässt sich derzeit einfach nicht kompensieren. Das führt zu Frust und blockiert«, sagt Napravnik. Im fünften Bundesliga-Jahr müssen sich die Rhein-Main Partiots erstmals mit dem Abstieg beschäftigen.

Rhein-Main Patriots: Kempf; Gabler (1), May (1), Wex (1), Sven Schlicht, Blum, Forster, Kail (1), Pfannmüller (1), Lachmann, Schneider.

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