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Ower, Strauch, Lange und May verlängern

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(mn) Thomas Ower, Harry Lange, Patrick Strauch und Tim May bleiben. Am Dienstag hat der EC Bad Nauheim die Weiterverpflichtung dieses Quartetts aus der Meistermannschaft der Eishockey-Oberliga vermeldet.

»Mit Patrick Strauch und Harry Lange haben wir die beiden charakterlichen Führungsspieler der letzten Saison weiterverpflichten können. Beide haben zudem bereits gezeigt, dass sie in der 2. Bundesliga spielen können«, freut sich Daniel Heinrizi, der Trainer Frank Carnevale einerseits assistiert, zum anderen aber auch als Sportlicher Leiter fungiert. Torwart Thomas Ower habe zudem in den Playoffs überragend gehalten, zweimal zu Null gespielt und sich ebenfalls schon als Nummer eins in der zweiten Liga bewiesen. »Und Tim May ist der Spieler, der sich wohl am besten entwickelt hat. Wir glauben, dass noch sehr viel Potenzial in ihm steckt«, erklärt der 27-jährige A-Lizenz-Inhaber die Vertragsabschlüsse.

»In Bad Nauheim stimmt einfach das Gesamtpaket. Vom direkten Umfeld, über die Zuschauer und die Stadt. Ich musste im Grunde nicht lange überlegen«, sagt Patrick Strauch, der den Sommer mit der Familie in Köln verbringt. Drei Wochen lange habe er den Erfolg sacken lassen und nun mit leichtem Training auf dem Fahrrad und im Kraftraum begonnen. »Ich freue mich auf die 2. Liga. Das heißt: 48 Spiele am Limit, keine Auszeiten.

Schnelles, körperbetontes Spiel mit Zug zum Tor«, sagt der 33-Jährige. Und welches Ziel scheint im Kreis von Heilbronn, Landshut, Ravensburg oder auch Weißwasser realistisch? »Ich will den maximalen Erfolg und so lange wie möglich um Platz acht mitspielen.«

Thomas Ower, in der Oberliga West zum Torwart des Jahres gewählt, macht keinen Hehl daraus, seine sportliche Zukunft an den Aufstieg geknüpft zu haben. »Der letzte Winter mit maximal einem schweren Spiel am Wochenende war schon extrem. Das sieht künftig ganz anders aus. Die Geschwindigkeit ist eine ganz andere. Das kostet wesentlich mehr Energie«, weiß der 28-Jährige, der in der Spielzeit 2011/12 als Stammkeeper das Tor der Hannover Indians gehütet hatte. Schon einmal, nach der Meisterschaft mit den Tölzer Löwen, hatte Ower einen Aufsteiger verlassen, kam seinerzeit - allerdings zwei Klassen höher - in Frankfurt aber nicht über die Position des Bankdrückers hinaus. »Bad Tölz damals zu verlassen, war mein bislang größter Fehler. Einen Wechsel würde ich mir deshalb dreimal überlegen.

« Der Schlussmann, dessen Ehefrau Melanie in Friedberg beruflich tätig ist, verbringt den Sommer in der Wetterau, tauscht den Eishockey- mit dem Golfschläger und will im Golfpark Winnerod sein Handicap verbessern.

»Tim May wird von der WZ-Redaktion telefonisch auf Mallorca angetroffen. Nur eine gute Woche hatte der 22-Jährige nach Abschluss der Eishockey-Saison pausiert und fortan für den Skaterhockey-Bundesligisten Rhein-Main Patriots die Schuhe geschnürt. »Die Playoffs, der Titel - das war schon alles schwer zu glauben. Aber es hat riesig Spaß gemacht«, sagt der Mittelstürmer, der im Verlauf der Saison mehr und mehr die Aufmerksamkeit anderer Klubs bekommen hat. »Natürlich macht man sich da Gedanken. Aber ich bin hier groß geworden, an Bad Nauheim hängt mein Herz. Das ist schon noch etwas Besonderes«, sagt May, der sich auf die Herausforderung in höherklassiger Umgebung freut. »Im Pokal habe ich einige Eindrücke gewonnen. Ich werde mein Bestes geben.« Harry Lange verbringt den Sommer in seiner Heimat in Österreich.

»Wir haben zwei Minuten gesprochen - und dann waren wir uns einig«, berichtet Heinrizi von den Gesprächen mit dem 29-jährigen Center, der - je bedeutender die Partien geworden waren - seine Leistung immer noch einmal zu steigern verstand. »Eine weitere Oberliga-Saison mache ich wohl nicht mit«, sagt Lange und hatte über einen Wechsel in das Berufsleben nachgedacht.

»Die ersten Personalentscheidungen sollen den Dauerkarten-Verkauf ankurbeln, nachdem es trotz des Hypes um Titel und Aufstieg und die Vertragsverlängerung mit Frank Carnevale in der strukturellen Übergangsphase von der alten GmbH von Wolfgang Kurz zur »neuen« Gruppe um Geschäftsführer Andreas Ortwein nach außen hin ruhig geworden war. Intern habe man Weichenstellung betrieben, erklärt Ortwein, der zeitnah auch die hauptamtlichen Stellen im adminstrativen Bereich besetzt sehen möchte. Ein Kernthema in diesen Tagen: der geplante Start der zweiten Liga am 13. September; im Vorjahr hatten die Teufel mangels Eis bis zu diesem Zeitpunkt nicht eine Trainingseinheit im Colonel-Knight-Stadion absolvieren können.

Auf eine Einigung zur Eisbereitung zum 30. August hofft die GmbH in den Gesprächen mit der Stadt. Zuvor werde man ein Trainingsquartier außerhalb der Wetterau absolvieren.

Die Marke von 500 Dauerkarten haben sich die neuen Macher zum Ziel gesetzt – am Montag war die 300er-Marke beinahe geknackt worden. Über Mitgliederzuwachs freut sich der »Teufelskreis«. Der Förderverein ist neben den Werbepartnern Jörg Semmler und Thomas Korff sowie dem Nachwuchsverein einer von vier Gesellschaftern. Aktuell wird hier die 150er-Marke angepeilt. Prominentester Zugang: Trainer Frank Carnevale. »Ich möchte ein Zeichen setzen und dem Teufelskreis durch meine Mitgliedschaft mein Vertrauen schenken«, sagt der Italo-Kanadier.

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