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Zweiter virtueller Fan-Talk beim EC Bad Nauheim am Donnerstagabend. SCREENSHOT: HSS

Ortwein macht den Spielern Beine

  • vonHolger Hess
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(hss). Ob Duracell-Hasen, »Sehnsucht Südkurve«, Chat-Grüßen aus dem Allgäu oder der Stadtbus-Linie 11 im markanten rot-weißen Design, die um exakt 21.09 Uhr am Haus von Moderator Christian Berger vorbeifuhr - beim zweiten virtuellen Fan-Talk des EC Bad Nauheim, organisiert und ausgerichtet vom Förderverein Teufelskreis Bad Nauheim, kamen vielfältige Themen zur Sprache.

Rund 70 Interessierte nutzten am Donnerstagabend gut eineinhalb Stunden lang das Online-Angebot, die Statements von Harry Lange (Chef-Trainer), Patrick Strauch (Co-Trainer), Matthias Baldys (Sportlicher Leiter), Dag Heydecker (Geschäftsleiter) und Andreas Ortwein (Geschäftsführer) zu verfolgen.

Bad Nauheim Hockey: Schnell den Puck aus der eigenen Zone nach vorne transportieren, Mentalität, Leidenschaft, Wille. Die Schlagworte, mit denen Lange und Strauch formulierten, wie der Hebel umgelegt werden soll. »Das werden wir vorleben und uns im Training hart erarbeiten«, meinte Strauch, allerdings sei dies ein »Drahtseilakt«, ergänzte Lange in Anbetracht des engen Terminplans: »Wir müssen intensiv, aber kürzer trainieren und mit den wenigen Regenerationszeiten zurechtkommen.«

Järvenpää-Aus: »So schwer der Schritt auch war, es war der richtige«, sagte Baldys, der mit der »Art und Weise« leben kann, wie die ersten drei Spiele unter dem neuen Trainer-Duo abgelaufen sind: »Wir können im letzten Drittel zulegen, die Zweikämpfe sind besser und die Fehlerquote ist geringer.« Die Spielidee des Finnen sei gut gewesen, das habe der Saisonbeginn gezeigt. »Natürlich haben wir erwartet, die Balance zu finden, ohne jetzt wieder auf die Verletztenmisere einzugehen«, entgegnete Baldys auf die Frage, ob die Mannschaft nicht zur Philosophie des Trainers gepasst habe. »Da ging es auch um Nuancen, aber die Basics müssen immer eingefordert werden, gerade in Nauheim.«

Deadline-Day: Ob vor dem Ende des Transfer-Fensters am Montag noch ein Ersatz für Marc El-Sayed (Herzmuskelentzündung) verpflichtet werden könne, ließ Baldys offen: »Marc ist nicht 1:1 zu ersetzen. Alle Clubs suchen momentan nach qualitativ hochwertigen deutschen Spielern. Wir sondieren den Markt.«

Sehnsucht Südkurve: Die zur Unterstützung des EC initiierte Aktion, bei der zum virtuellen Kauf von Südkurven- und Verpflegungstickets aufgerufen wird, hat bisher eine Spendensumme von 5600 Euro eingebracht. Sprecher Franzisco Lucio Tippmann appellierte, weiterhin imaginär Steaks oder Würste zu kaufen.

Duracell: »Jetzt ist es Zeit, um zu laufen wie die Hasen, denn die Spieler wollen sich ja für neue Verträge empfehlen«, gab Ortwein zu verstehen, der auch zu Punkten wie Lizenzierung, Planung der »Nach-Corona-Saison« oder Stadion-Neubau Stellung nahm. Hierzu versprach er weitere Informationen in den nächsten Wochen. Der Geschäftsführer bedankte sich ebenso wie Heydecker bei den Fans, die auf eine Rückerstattung ihrer Dauerkarten verzichtet haben. »Das hat uns eine sechsstellige Summe eingebracht. Wir kommen ohne großes Minus durch die Saison.«

Top-Seller: »Ich weiß nicht, wie viele DEL-Vereine das in dieser Qualität hinbekommen hätten«, sagte Ortwein zum Buch anlässlich des Eishockey-Jubiläums und nannte dieses einen »gigantischen Erfolg«. 1250 Exemplare wurden verkauft, ein kleiner Restbestand ist noch zu haben.

Welpenschutz: »Vielleicht haben die Jungs da heute einen Vorteil. Bei uns bleiben sie an der kurzen Leine. Da hebt keiner ab«, erläuterte Strauch. Die Haie-Kooperation funktioniere. Jan-Luca Sennhenn beispielsweise habe sich zum DEL-Spieler entwickelt. »Für einen Sandro Mayr oder Leo Hafenrichter war es eine Riesen-Erfahrung, beim EC in den Profibereich zu schnuppern.«

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