1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Oppershofen verpasst Sensation knapp

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

(mer) Der WSV Oppershofen hat die mögliche Bezirksoberliga-Sensation verpasst. In Lützellinden unterlag die Mannschaft des Trainergespanns Bachenheimer/Mosch am Samstagabend Spitzenreiter MSG Linden mit 23:24 (10:12) und scheiterte dabei vor allem an der miserablen Chancenauswertung. Gleich zehn Torgelegenheiten vom ersten Kreis aus blieben ungenutzt, insgesamt endeten 14 der 57 Oppershofener Angriffe bei MSG-Keeper Andreas Schwarz. Überhaupt konnten auf beiden Seiten die Torhüter und Deckungsreihen vollauf überzeugen, während im Angriff viele Wünsche offen blieben.

So war das Spitzenspiel zwar eine sehr intensiv geführte und spannende Partie, spielerisch agierten beide Teams aber nicht am oberen Limit. »Wir haben im Angriff zu selten Mittel gegen die starke Lindener Deckung gefunden«, räumte der enttäuschte Thomas Mosch nach dem Spiel ein. Sein Kollege Sven Bachenheimer lobte jedoch die Moral des Teams. »Wir sind nach dem 17:23 noch einmal zurückgekommen und hätten einen Punkt verdient gehabt«.

Vor 180 Zuschauern entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Die Gastgeber deckten sehr engagiert und aggressiv, womit sich der WSV anfangs schwer tat. Beim 4:3 durch Exner (11.) lagen die in der Defensive ebenfalls sehr guten Gäste jedoch erstmals vorne. Bis zum 8:8 (Jung/24.) konnte sich kein Team absetzen, dann gelangen den Gastgebern drei Treffer zum 11:8 (26.).

Gleich nach Wiederbeginn glichen Siegel und Kreuzer zum 12:12 für Oppershofen aus (32.). Nach dem 15:14 folgte die wahrscheinlich spielentscheidende Durststrecke des WSV. Dem 16:14 folgten nach Oppershofener Fehlwürfen oder technischen Fehlern drei erfolgreiche Tempogegenstöße von Moritz Hofmann zum 19:14 (43.

). Bis zum 23:17 durch den gut aufgelegten Markus Semmelroth (54.) kamen die Gäste nicht mehr ernsthaft heran. Der dritte von Herbert Weil gehaltene Siebenmeter gab dem WSV jedoch noch einmal neuen Auftrieb. Es folgten drei WSV-Tore zum 23:20, die MSG-Coach Dirk Langsdorf zu einer Auszeit (57.) zwangen. Der starke Raphael Siegel ließ bei inzwischen offensiver WSV-Abwehr zwei Treffer zum 23:22-Anschluss folgen, bevor Lars Müll 105 Sekunden vor dem Ende zum 24:22 traf. Tobias Kreuzers Anschlusstreffer wurde wegen angeblichen Stürmerfouls von den auf beiden Seiten unglücklich agierenden Schiedsrichtern nicht gegeben, doch Oliver Jung erzielte 55 Sekunden vor dem Abpfiff den erneuten Anschlusstreffer. Der WSV kam zwar noch einmal in Ballbesitz, schaffte aber den Ausgleich nicht mehr. Die Zuschauer honorierten die Leistungen beider Mannschaften mit stehenden Ovationen.

MSG Linden: Schwarz, Scholz; Schwellnus (6), Simon Semmelroth, Markus Semmelroth (7/1), Weber (1), Kaplan, Agel, Hofmann (4), Piazolla (1), Müll (2), Allendörfer (1), Nober (2).

WSV Oppershofen: Weil, Steffen Roth; Raab (1), Siegel (8/2), Exner (2/1), Oliver Roth (2), Tobias Kreuzer (5), Winkler, Bergemann (1), Mosch, Schulz, Jung (4).

Im Stenogramm: SR: Rüspeler/Wächtershäuser (HSG Kleenheim). - Zuschauer: 180. - Zeitstrafen: 12:4 Minuten (Schwellnus/2, Kaplan/2, Weber, Nober - Bergemann, Oliver Roth). - SM: 4/1 - 4/3.

Auch interessant

Kommentare