+
In nur wenigen Szenen des Bezirksoberliga-Derbys kommen die Frauen der HSG Mörlen gegen den WSV Oppershofen so frei zum Wurf wie hier Katharina Dietz (r.). (Foto: Merz)

WSV Oppershofen dominiert in Mörlen

(hep) Nach und nach setzen sich die Prognosen in die Realität um. Die Spitzenteams der Wetterau in der Handball-Bezirksoberliga Frauen heißen FSG Gettenau/Florstadt und WSV Oppershofen. Während die FSG der TuS Waldernbach beim 32:17-Sieg keine Chance ließ, gestalteten die WSV-Frauen das Derby bei der HSG Mörlen zu einer einseitigen Sache und sicherten sich einen 24:18-Sieg.

Durch den 28:20-Erfolg gegen die KSG Bieber verschaffte sich indes die HSG K/P/G/Butzbach einen kleinen Vorsprung von zwei Punkten auf den Abstiegsplatz.

FSG Gettenau/Florstadt – TuS Waldernbach 32:17 (15:4): Mit einem überzeugenden Heimsieg gegen die Frauen aus dem Westerwald festigte die FSG den dritten Platz und bleibt erster Verfolger der beiden Topteams. Wie gewohnt stand die 5:1-Abwehr wie eine Wand und ließ es nicht zu, dass die Gäste zu einem geordneten Spielaufbau kamen. Erste und zweite Welle wurden von Torfrau Daniela Kappes immer wieder mit hervorragenden, langen Pässen bedient und sorgten mit einfachen Toren dafür, dass die Gastgeberinnen über die Stationen 7:1 (9.) und 10:4 (18.) bereits zur Pause praktisch als Sieger feststanden. Lediglich eins der drei TuS-Tore wurde aus dem Feld erzielt, der Rest entsprang verwandelten Siebenmetern. Die zweite Hälfte war ein Ebenbild der ersten. Druck und Tempo der FSG waren weiterhin hoch. Erst in der Endphase kamen die Gäste auch dazu, ihre Torausbeute zu verbessern. "In der ersten Halbzeit stand die Abwehr nahezu perfekt. Nach dem Wechsel ließ naturgemäß die Konzentration nach. Es war eine geschlossene Mannschaftsleitung", lautete das Fazit von FSG-Trainer Ingolf Alt.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Lutz; Bienek (1), Mogk, Julia Glaub (10), Borst (2), Laura Ginter (6/2), Walde (3), Benedikt (1), Philipp (3), Ginter (4), Stiefel (2).

HSG Mörlen – WSV Oppershofen 18:24 (5:12): Spannend, mitreißend, leidenschaftlich sind nur einige Attribute, die einem Derby anhaften. Beim alten Klassiker zwischen der HSG und dem WSV traf all dies bestenfalls für die ersten zehn Minuten zu. Nur bis dahin zeigten sich die Gastgeberinnen mit Oppershofen auf Augenhöhe. Nachdem der WSV sich mit 4:2 absetzen konnte, fand Mörlen keine Mittel mehr, um zu verhindern, dass die Mannschaft von David Siegel Tor um Tor davonzog. Beim 8:18 und 10:20 Mitte der zweiten Halbzeit sah es für die Boller-Truppe nach einem Debakel aus. Während Mörlen technische Fehler produzierte und eine mangelhafte Chancenverwertung an den Tag legte, zeigten sich die Gäste von ihrer besten Seite. Es fing mit überzeugenden Torhüterleistungen durch Ewald und Heller an. Vor den beiden operierte eine bewegliche 5:1-Deckung, in der Laura Kunzelmann eine tragende Rolle spielte. Sahnestück war aber das Umschalten mit erster und zweiter Welle. "Heute haben alle Eckpunkte gepasst.

Mit unserer Deckung haben wir Mörlen zu vielen Fehlern gezwungen", zeigte sich WSV-Trainer David Siegel zufrieden. Der Kommentar seines Gegenübers Marco Boller fiel dagegen kurz aus. Lediglich das Wort "Chancenverwertung", war ihm zu entlocken. Im Kopf hatte er dabei sicherlich auch die sieben Siebenmeter, die seine Mannschaft versemmelte. Es gab jedoch auch zwei positive Meldungen aus dem Mörler Lager. Zunächst der glänzende Einstand von Neuzugang Larissa Schön. Daneben die Nachricht, dass sich die HSG mit Marco Boller darüber einig ist, ein weiteres Jahr zusammenzuarbeiten.

Mörlen: Maibach, Gehlert; Schön (4/1), Heil (1), Obleser (1/1), Theresa Wagner (2/1), Schmeißer, Juliane Wagner (3/1), Birkenstock, Schäfer (3/1), Tizza, Stumm (2), Dietz (2/2). Oppershofen: Ewald, Heller; Weil (2), Häuser (2), Bayer (5), Weinelt, Glaum (2), Grohmann (1), Kunzelmann, Zeiß (1), Groth, Exner (6/1), Piller (4), Bäker (1).

HSG K/P/G/Butzbach – KSG Bieber 28:20 (13:11): Mit einer soliden Leistung sicherten sich die Butzbacher Frauen zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Eine zwischenzeitliche 13:7-Führung der HSG konnte von Bieber kurz vor der Pause wieder auf 11:13 reduziert werden. In der zweiten Hälfte wurde der Vorsprung über die Station 22:15 (45.) bis zum Ende auf 28:20 ausgebaut. Eine überzeugende Leistung zeigte Julia Schroeter, die neun Tore zum HSG-Erfolg beisteuerte.

HSG Kirch/Pohl-Göns/Butzbach: Rohde; Baldauf (2), Berger, Celic (2), Bender (2), Schroeter (9), Maier (1), Grieb, Althaus (2), Höcher (5/2), Exner (3), Ehnert (2).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare