Online-Angebote im Reha-Sport

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(hbrs). In den Vereinen des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes (HBRS) findet der ärztlich verordnete Rehabilitationssport in normalen Zeiten in der Regel in Sportgruppen von bis zu 15 Teilnehmern/innen statt. Im Rahmen der angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ist dieses aktuell nicht möglich. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben nun in Abstimmung mit den Anbietern des Rehabilitationssports (z. B. HBRS) eine bundesweite Sonderregelung getroffen.

Bis auf Widerruf können Angebote des Rehabilitationssports und des Funktionstrainings als Tele- und Online-Angebot durchgeführt und mit den Kostenträgern abgerechnet werden. Voraussetzung ist, "dass sowohl die Teilnehmer/innen als auch die Sportvereine als Anbieter die technischen Voraussetzungen der notwendigen Informations- und Kommunikationstechnologie anbieten und nutzen können", so die GFV. Das Ziel dieser Sonderregelung ist es, dass eine möglichst große Zahl der Verordnungsinhaber/innen wieder kontinuierlich aktiv werden kann. Damit sollen u. a. körperliche Beeinträchtigungen durch die fehlende Bewegung verhindert werden.

Aus der Sicht der vielfältigen biopsychosozialen Zielsetzungen des Rehabilitationssports, in einem Gruppengefüge gelebt, kann die Durchführung als Online-Angebot vom Grundsatz her nur als ungeeignet bezeichnet werden. Neben einer Verbesserung von Kraft, Ausdauer, einer gesteigerten Beweglichkeit/Flexibilität, zählen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe gerade die Interaktion in der Gruppe, des emotionalen Erlebens von Spiel und Spaß in der Gruppe zu den wichtigen Zielsetzungen des Rehabilitationssports.

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