Manuel Odey
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Manuel Odey

"Online-Angebote mildern finanzielle Ausfälle ab"

  • vonred Redaktion
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(pm). Seit November 2019 ist Manuel Odey der Lehrwart des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV). Der Einstieg kam für den Okrifteler etwas früher als erwartet. Dennoch kann der 36-Jährige nun eine positive Zwölf-Monate-Bilanz ziehen. Im Interview mit HLV-Mitarbeiter Björn Günther spricht der Leichtathletik-Abteilungsleiter des TV Okriftel über die Herausforderungen in der Corona-Pandemie sowie über Ziele und neue Lehrangebote für hessische Leichtathletik-Trainer.

Seit gut einem Jahr sind Sie eine treibende Kraft beim HLV im Bildungsbereich. Was waren Ihre Ziele am Anfang?

Meine beiden Schwerpunktthemen waren und sind die Digitalisierung und die Reduzierung der Präsenzzeiten in der Ausbildung. Diese Aspekte wollte ich innerhalb von zwei Jahren deutlich weiterentwickeln. Aber ich hätte nie gedacht, dass wir nach zwölf Monaten bereits so weit sind.

Man kann sich denken, woran das gelegen hat...

Genau, im März kam Corona und plötzlich musste alles ganz schnell gehen. Wir waren gezwungen, schnell neue Ausbildungsformate zu kreieren. Gemeinsam mit dem Team Leistungssport haben wir zunächst die sogenannten Blockgespräche in ein Online-Format überführt. In diesen Videokonferenzen geben die Landestrainer/innen Einblicke in ihr disziplinspezifisches Training.

Und alles hat funktioniert?

Es ist selbstverständlich ein Prozess, in dem wir die neu gewonnenen Erfahrungen fortlaufend weiterentwickeln müssen. Technisch und logistisch sind wir schnell an Grenzen gestoßen. Beispielsweise liefen die Online-Seminare zu Beginn über Skype. Diese Darstellung war allerdings langfristig nicht geeignet, und so sind wir nach intensiver Suche, an der einige HLV-Mitarbeiter beteiligt waren, bei Microsoft Teams gelandet.

Wieder angelaufen ist der C-Trainer Leistungssport.

Richtig, der ist wie immer ausgebucht. Was Anfang des Jahres als unmöglich erschien, diese Ausbildung mit einem Online-Grundkurs und weiten Teilen der Theorie online anzubieten, haben wir geschafft. Dieser neue Grundkurs läuft seit November, die theoretischen Ausbildungsblöcke werden noch in diesem Jahr alle durchgeführt und die gesamte Ausbildung soll Anfang des zweiten Quartals 2021 enden.

Also fällt Ihr Fazit durchaus positiv aus?

Ich bin sehr froh über die positive Entwicklung im Bereich der Lehre. Wir haben in der Leichtathletik-Öffentlichkeit an Aufmerksamkeit gewonnen. Außerdem konnten wir durch die erfreulich hohe Nachfrage nach unseren Online-Angeboten die finanziellen Ausfälle aus dem nicht stattgefundenen Präsenzangebot deutlich abmildern. Viele Landesverbände können aktuell nur sehr eingeschränkt oder gar keine Aus- und Fortbildungen anbieten. Da sehe ich uns auf dem richtigen Weg.

Sie geben bereits das Stichwort: Wie soll es denn nun im Jahr 2021 weitergehen?

Nachdem meine Ziele praktisch bereits nach einem Jahr erreicht worden sind, möchte ich die Chance nutzen und diese Entwicklung weiter vorantreiben. Die Online-Seminare sollen beibehalten werden, denn sie sind für gewisse Inhalte sinnvoll. Dennoch möchte ich unbedingt, dass auch die Lehre in Präsenz weitergeht. Es gibt aber noch ein anderes Thema, welches mir am Herzen liegt. Und wir möchten den C-Trainer Breitensport stärken und damit der Diversität des Breitensports gerecht werden. Die Ausbildung soll verständlicher und attraktiver gestaltet werden, mit spannenden Online-Modulen. Mein Ziel lautet "22 in 22", also 22 neu ausgebildete C-Trainer*innen im Jahre 2022. FOTO: FNP

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