Der FC Olympia Fauerbach geht mit folgender Mannschaft in die Marathonsaison in der Gruppenliga Frankfurt-West: (hinten, v. l.) Spielertrainer Andreas Baufeldt, Co-Trainer Jamel Atkinson, Jakob Thum, Ignat Chekmazov, Niklas van Beek, Paul Wischtak, Patrick Gompf, Anikat Kumar, Patrick Reinhard (Spielausschuss), (vorn, v. l.) Tim Botschek, Michael Walther, Antonino Coniglio, Alexander Kell, Jens Michalak, David Kurdjan, Valentin Krämer, Alexander Sarkisjan, Felix Günther und Niklas Mies. Es fehlen: Oliver Munz,David Clement und Ugur Ürün. FOTO: PV
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Der FC Olympia Fauerbach geht mit folgender Mannschaft in die Marathonsaison in der Gruppenliga Frankfurt-West: (hinten, v. l.) Spielertrainer Andreas Baufeldt, Co-Trainer Jamel Atkinson, Jakob Thum, Ignat Chekmazov, Niklas van Beek, Paul Wischtak, Patrick Gompf, Anikat Kumar, Patrick Reinhard (Spielausschuss), (vorn, v. l.) Tim Botschek, Michael Walther, Antonino Coniglio, Alexander Kell, Jens Michalak, David Kurdjan, Valentin Krämer, Alexander Sarkisjan, Felix Günther und Niklas Mies. Es fehlen: Oliver Munz,David Clement und Ugur Ürün. FOTO: PV

Fußball-Gruppenliga

FC Olympia Fauerbach: So soll der Klassenerhalt gelingen

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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Beim FC Olympia Fauerbach war der Abstieg fast nicht mehr zu verhindern gewesen. Dann kam Spielertrainer Andreas Baufeldt aus dem Ruhestand zurück. Nun geht es mit viel Optimismus in die neue Saison.

Geht’s hierzulande um Fußball in der Gruppenliga Frankfurt-West, ist der FC Olympia Fauerbach quasi die erste Adresse, denn dort verfolgt der Klub aus dem Friedberger Stadtteil mit einer Ausnahme (Saison 2017/2018) seit August 2013 seine sportlichen Ziele. In der vergangenen Meisterschaftsrunde sah es für die FCO-Cracks zwar lange Zeit gar nicht gut aus, doch ein Trainerwechsel Anfang Oktober (Andreas Baufeldt für Virginio Bazzoli) setzte auf dem Sportfeld Elachfeld anscheinend vorher schlummernde Kräfte frei und bescherte der Mannschaft in der Corona-Endabrechnung mit dem Quotienten 1,09 noch einen respektablen elften Platz. Fernab aller Abstiegssorgen, versteht sich, wobei das bis dato letzte Punktspiel am 8. März mit einem fulminanten 5:1-Auswärtserfolg beim TSV Vatanspor Bad Homburg endete.

Machen die Olympia-Kicker am sechsten September, beim Start in die Saison 2020/2021, dort weiter, wo man vor ziemlich genau einem halben Jahr aufgehört hat, könnte das der Auftakt einer durch weniger Turbulenzen gekennzeichneten Spielrunde sein.

Was hat sich getan? Eigentlich wollte Andreas Baufeldt seine aus der Not geborene Rolle als Fauerbacher Spielertrainer gemütlich ausklingen lassen und fortan nur noch als Coach von der Bank aus Regie führen. Dann, kurz vor dem Ende der Wechselfrist, kam der Ausstieg von Torjäger Cristian Bodea, der sich zusammen mit Verteidiger Bogdan Muntean dem Ligakonkurrenten SKV Beienheim anschloss. "Das kam total überraschend und hat unsere Planungen zunächst ein wenig durcheinander gebracht", erinnert sich Baufeldt. Die Konsequenz: Der 36-Jährige holte die Fußballschuhe wieder aus der Kiste, wird also nach wie vor in der Fauerbacher Offensive seinen Mann stehen und weiß mit Jamal Atkinson (bislang zweite Mannschaft) einen neuen Co-Trainer an seiner Seite. "Die Wogen haben sich inzwischen geglättet. Ich denke, Bodeas Abgang ist kein Nachteil für uns. Ohne ihn sind wir meines Erachtens vorne unberechenbarer geworden", sagt der FCO-Trainer.

Ganz generell sei man personell besser als vor Jahresfrist ausgestattet. "Sieben Spieler sind neu dabei, nur drei sind gegangen. Wir verfügen über eine eingespielte Truppe. Eine Tatsache, die während der Saison von Vorteil sein sollte." Baufeldt selbst darf man getrost als Schwergewicht im Fauerbacher Mannschafts-Puzzle bezeichnen. "Die lange Pause hat ihm gut getan. Er ist topfit", verrät der seit 35 Jahren in Amt und Würden befindliche FCO-Spielausschussvorsitzende Jürgen Güssgen. Übrigens: Seinen ganz speziellen Wunsch, den seit langem geplanten neuen Kunstrasenplatz, sieht Güssgen in Reichweite: "Läuft alles wie vorgesehen, wird die Baumaßnahme im Februar oder März in Angriff genommen. Zeit wird’s allemal."

Wie läuft die Vorbereitung? Trainiert wird auf dem Elachfeld seit dem 27. Juli, wobei die Schwerpunkte zunächst auf Ausdauer und taktischem Verhalten lagen. "Ich bin absolut zufrieden mit dem Stand der Dinge", sagt Baufeldt. Man habe die Mannschaft sinnvoll ergänzt. Ob die von Kreisoberliga-Aufsteiger Spvgg. 08 Bad Nauheim gekommenen Jakob Thum (Mittelfeld) und Felix Günther (Abwehr), der ehemalige Beienheimer Stürmer Oliver Munz, David Kurdjan (Mittelfeld) oder die in Fauerbach ohnehin bekannten Jamal Atkinson, Lars Pohl und Niklas Mies - sie alle seien, so der Übungsleiter, wichtig für die Teamstruktur. Testspiele gab’s bislang nur deren zwei, wobei unterm Strich zwei Siege über die Kreisoberligisten KSG 1920 Groß-Karben (3:0) und SV Bruchenbrücken (2:1) zu Buche standen.

Wie lautet die Zielsetzung? Andreas Baufeldts Rechnung ist recht einfach: "Von 20 Mannschaften werden sechs ins Gras beißen, also reicht Rang 14 aus, um auch weiterhin Gruppenliga-Status zu genießen. Zwei Hochtaunus-Vertreter, die Sportfreunde Friedrichsdorf und der FC Neu-Anspach, hätten beste Titelchancen: "Dagegen sind unsere sieben Konkurrenten aus dem Fußballkreis Friedberg für mich die reinsten Wundertüten."

Das sagt der Trainer: "Die extreme Belastung mit nicht weniger als 38 Pflichtspielen macht die Saison zu einem Vabanque-Spiel. Man muss an seine Grenzen gehen, und die Verletzungsgefahr ist höher als sonst so üblich. Die Kehrseite der Medaille: Eine Alternative zum derzeit geltenden Terminplan sehe ich nicht, obwohl zwei Mannschaften weniger für alle Beteiligten die bessere Lösung gewesen wäre", sagt Baufeldt. Dem Fauerbacher Auftaktprogramm, zunächst bei SF Friedrichsdorf sowie nach dem Heimspiel gegen die Usinger TSG zwei weitere Auswärtshürden in Burg-Gräfenrode und Stierstadt, begegnet er eher gelassen: "Es kommt, wie es kommt. Das kann man sich nicht aussuchen."

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