Jon Gudmundsson (r.) muss mit den Fraport Skyliners gegen Berlins Jonas Mattisseck eine Niederlage zum Auftakt der Bundesliga-Saison einstecken. FOTO: DPA
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Jon Gudmundsson (r.) muss mit den Fraport Skyliners gegen Berlins Jonas Mattisseck eine Niederlage zum Auftakt der Bundesliga-Saison einstecken. FOTO: DPA

Ohne Training keine Chance

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(tt/gae). Skyliners-Athletiktrainer Gregory Aubrey versammelte umgehend nach der Schlusssirene alle Spieler um sich. Die Frankfurter Basketballer legten nach der 66:79-Niederlage beim Deutschen Meister Alba Berlin ihre Handtücher in der Arena am Ostbahnhof aus und begannen sich zu stretchen. "Die oberste Priorität ist, alles dafür zu tun, dass die Spieler gesund bleiben", sagte Cheftrainer Sebastian Gleim vor dem ersten Saisonspiel in der Hauptstadt. Damit ist nicht nur der Schutz vor dem Coronavirus gemeint, sondern auch die körperliche Fitness. Von Samstag bis Donnerstag haben sich die Skyliners-Profis nur über die Videoplattform Zoom fit gehalten. Gleich mehrere Spieler waren vermeintlich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die sogenannten reaktiven Ergebnisse wurden im Laufe der Woche dann durch zwei insgesamt negative PCR-Ergebnisse widerlegt und wurden somit als unspezifisch bewertet. Auch die abschließenden Tests am Freitag waren allesamt negativ.

Das fehlende Training merkte man den Skyliners genauso an wie den riesigen Qualitätsunterschied beider Teams. Nach fünf ordentlichen Minuten spielte der Euroleague-Teilnehmer mit den Frankfurtern Katz und Maus und schickte sie mit einem 22:49-Rückstand in die Kabine. Die Berliner waren selbst erst am Mittwoch aus einer 14-tägigen Quarantäne gekommen und waren am Donnerstag in der Euroleague mit 67:103 gegen Barcelona untergegangen.

"Wir waren zu ängstlich", analysierte Jon Axel Gudmundsson, der mit 21 Punkten Frankfurts bester Schütze war die ersten 20 Minuten. Im dritten Viertel stabilisierten sich die Hessen und im Schlussviertel legten sie einen sagenhaften 25:0-Lauf hin, weil die Berliner komplett abgeschaltet hatten. "Wir fahren aufgrund der zweiten Halbzeit aber mit einem guten Gefühl nach Hause. Wir versuchen gesund zu bleiben und einen Schritt nach vorne zu machen", sagte Gleim.

Gießen 46ers müssen warten

Die Gießen 46ers mussten sich am Wochenende den BBL-Start am Fernseher ansehen. Team und Trainer sind aufgrund eines Coronafalles eines Profis seit dem vergangenen Mittwoch in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne. Wenn alles normal läuft, dürfte die Mannschaft von Trainer Freyer mit dem Heimspiel gegen Ulm am 21. November erstmals in den Ligabetrieb eingreifen.

Eine tolle Nachricht hingegen gab es für Gießens Spielmacher Bjarne Kraushaar. Das 21-jährige Eigengewächs erhielt vom Bundestrainer Henrik Rödl die Nominierung in den 18er-Kader der A-Nationalmannschaft für die anstehenden EM-Quali-Spiele. "Ich freue mich sehr, dass ich in den Gesamtkader der deutschen Nationalmannschaft gerückt bin. Das ist für mich eine riesige Ehre und ein großer Ansporn, an mir weiterzuarbeiten", erklärte Kraushaar.

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