Mit offener Manndeckung zur Wende

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Unfassbar glücklich lagen sich die Landesliga-Handballer des TV Petterweil nach dem Abpfiff des Spiels bei TuS Holzheim in den Armen. Sie hatten ein jederzeit spannendes Duell noch mit 27:26 (11:13) für sich entschieden. Damit gelang ihnen womöglich ein wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft. Holzheim gilt als überaus heimstark. Selbst Meisterschaftsfavorit Breckenheim wurde zu Hause mit acht Toren Unterschied geschlagen.

Unfassbar glücklich lagen sich die Landesliga-Handballer des TV Petterweil nach dem Abpfiff des Spiels bei TuS Holzheim in den Armen. Sie hatten ein jederzeit spannendes Duell noch mit 27:26 (11:13) für sich entschieden. Damit gelang ihnen womöglich ein wichtiger Schritt in Richtung Meisterschaft. Holzheim gilt als überaus heimstark. Selbst Meisterschaftsfavorit Breckenheim wurde zu Hause mit acht Toren Unterschied geschlagen.

Der Tabellenführer aus der Wetterau nahm den Anpfiff des Spiels offensichtlich erst in der 43. Spielminute wahr. Bis dahin legten die Hausherren ausnahmslos vor und hatten eine 19:14-Führung inne. Holzheim spielte so, wie es Petterweils Trainer Martin Peschke prognostiziert hatte. Nils Wolfgram hatte im Rückraum die Zügel fest in der Hand, und Robert Dettling warf einfache Tore aus dem Rückraum. Mit gekonntem Umschaltspiel wurden über die erste und zweite Welle zudem weitere leichte Treffer erzielt. "Meine Mannschaft war auf alles vorbereitet, schaffte es aber nicht, den Gegner aus dem Konzept zu bringen", zeigte sich Peschke verwundert über den Spielverlauf. Bis zum 9:7 (15.) legte der TuS jeweils mit einem oder zwei Toren vor, baute die Führung zwischenzeitlich auf 12:8 (24.) aus, um mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause zu gehen.

Nach dem Wechsel änderte sich zunächst nichts, und die Mannschaft aus dem Rhein-Lahn-Kreis wähnte sich mit dem 19:14 auf dem Weg zum Sieg. Peschke reagierte mit einer Auszeit, in der er eine offene Manndeckung anordnete. Eine in der heutigen Zeit selten gesehen Maßnahme. Zumindest nicht zu einem solchen Zeitpunkt. Petterweil hatte jetzt sein Erfolgsmodell gefunden. Mit drei Toren hintereinander (Wassberg, J. und F. Koffler) wurde auf 19:17 verkürzt. Die Gelb-Schwarzen liefen aber bis zum 22:20 weiterhin vergeblich der Musik hinterher. Erneut musste ein 3:0-Lauf (Wassberg, F. Koffler, Koch) herhalten, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu drehen. Mit dem jetzt erzielten 23:22 (54.) wurde Holzheim endgültig das Stoppschild hochgehalten.

Die verbleibende Spielzeit war nichts für schwache Nerven. Auf beiden Seiten wurde jeweils ein Siebenmeter verworfen, ehe Marcus Neuhalfen für seine Farben zum 26:24 (57.) traf. Trotz aller Bemühungen schafften es die Hausherren nicht, sich zumindest noch einen Punkt zu ergattern. Sie scheiterten in den letzten Minuten mehrmals an Iteb Bouali im TV-Tor, der gegen total frei gespielte Gegner, die Bälle hielt. Lediglich der 26:27-Anschlusstreffer gelang dem TuS noch. "Das war heute ein klassischer Big-Point, der uns im Hinblick auf das anstehende Spiel gegen Linden, das nötige Selbstvertrauen vermitteln sollte", freute sich Petterweils Trainer, und sprach von einer geschlossenen Teamleistung.

TuS Holzheim: Fischer, Linke; Nink, Moos (1), Becker, Giebenhain (4), Lazzaro (3), Wolfgram (7/1), Dettling (4), Grandpierre, Schenk (1), Baum (3), Friedrich, Schwarz (3).

TV Petterweil: Ahlborn, Bouali; Trouvain (3), Koch (6), Witzel, Pfeiffer, Felix Koffler (2), Alt, Schneider, Jonas Koffler (5), Neuhalfen (2), Lange (3/3), Hitzel (1), Wassberg (4).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Bökamp/Kämmerer (Nieder-Olm). - Siebenmeter: 3/1 – 4/3. - Strafzeiten: 4 Min. – 4 Min. - Zuschauer: 260.

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