100 Millionen Euro?

Offenbar kein Hilfspaket geplant

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(dpa). Dem deutschen Profi-Sport soll in der Corona-Krise mit einem 100-Millionen-Euro-Hilfspaket auf die Sprünge geholfen werden. Das hatte der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel in der vergangenen Woche öffentlich gefordert und hat eine Initiative beim Bundeswirtschaftsministerium gestartet. Das für den Sport zuständige Bundesinnenministerium dagegen hat für die Profi-Clubs kein Förderprogramm geplant, da es sich bei den Vereinen der Top-Ligen um Wirtschaftsunternehmen handelt.

Der Deutsche Olympische Sportbund wollte konkret auf die Steffel-Initiative keine Stellungnahme abgeben. Generell zur Notwendigkeit für staatliche Hilfe für den Sport äußerte sich aber DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Die Bundesländer leisten bereits wertvolle Unterstützung für Vereine, dafür haben wir gemeinsam mit unseren Landessportbünden in allen Ländern geworben", sagte er dem "Spiegel". "Was wir aber nachhaltig fordern, ist das Thema eines nationalen Notfallfonds für den Sport, um auch für die Zeit nach der Krise gewappnet zu sein und Sportdeutschland in seiner Vielfalt erhalten zu können."

Steffel, CDU-Obmann im Sportausschuss des Bundestages, hatte im Berliner Radiosender 105,5 Spreeradio von einem 100 Millionen Euro umfassenden Hilfspaket gesprochen, das in das "große Rettungspaket des Wirtschaftsministeriums integriert werden", das Anfang Juni für viele Branchen kommen solle. Dazu solle es in dieser Woche weitere Gespräche geben.

Die Sportauschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, ihr sei nicht bekannt, ob überhaupt und wenn ja, mit wem Steffels Vorstoß abgesprochen sei. Sie teile aber Steffels Sorgen um den Sport.

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