Offenbach tritt auf der Stelle

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(cd). Marcell Sobotta steht in diesen Tagen stellvertretend für das große Manko der Offenbacher Kickers in den Topspielen: Der Offensivmann des Fußball-Regionalligisten zeigt zwar großen Einsatz, es kommt unterm Strich aber zu wenig dabei heraus. Das war vor zwei Wochen gegen den SC Freiburg II (1:1) so und das wiederholte sich nun im Verfolgerduell mit dem FSV Frankfurt (0:

0). Folge: Anstatt mit einem Sieg auf Platz zwei zu klettern und den Rückstand auf den Tabellenführer auf vier Zähler zu verkürzen, bleiben die Kickers Vierter - sechs Punkte hinter Rang eins.

»Es ist schade für die Mannschaft, dass sie sich für ihren Aufwand in diesen zwei Spielen nur mit zwei Punkten belohnt hat«, sagt Geschäftsführer Thomas Sobotzik, sieht die Mannschaft aber dennoch auf dem richtigen Weg: »Es ist eine Entwicklung zu erkennen. Unser Ziel ist es, immer besser zu werden.« Optimierungsbedarf gibt es vor allem bei der Verwertung der Tormöglichkeiten. Dessen ist sich auch Sreto Ristic bewusst. »Wir müssen daran arbeiten, aus unseren Chancen auch Tore zu machen«, sagt der OFC-Trainer.

Gegen die weiter von den Nachwehen mehrerer CoronaFälle gebeutelten Bornheimer stand der OFC hinten gewohnt sicher, ließ jedoch vorne zu viel liegen. »Wir sind hinten schwer zu knacken und können gegen jeden gewinnen«, meint Vizekapitän Maik Vetter. Dafür müssten die Kickers ihre Möglichkeiten aber besser nutzen. Elia Soriano (2) und Florent Bojaj vergaben gegen den FSV drei »hundertprozentige Chancen«, blickt Sobotzik zurück. »Das hat nicht immer nur mit Pech zu tun.« FSV-Keeper Daniel Endres parierte zwar mehrfach stark, teilweise waren es aber auch dankbare, weil unplatzierte Bälle für den Ex-Offenbacher.

»Fakt ist: Wir betreiben einen Riesenaufwand, aber gefühlt kommt zu wenig dabei heraus«, resümiert Sobotzik. Und so treten die Kickers in der Tabelle weiterhin auf der Stelle.

Ristic wertet das jüngste Remis gegen den FSV Frankfurt keineswegs als Rückschlag, er sieht den OFC weiterhin gut im Rennen: »Das 0:0 ist ärgerlich, bedeutet jedoch erst mal gar nichts.« Mittelstürmer Mathias Fetsch sieht es ähnlich: »Der Aufstieg wurde nicht heute entschieden. Wir hätten mehr verdient gehabt, letztlich war es aber ein Punkt gegen eine gute Truppe, die mit uns und einigen anderen Mannschaften oben steht. Wir dürfen jetzt nicht lange hadern, sondern müssen weitermachen. Es sind noch viele Spiele.« 13, um es genau zu nehmen, 39 Punkte sind also noch zu vergeben. Da kann also in der Tat noch einiges passieren, allerdings nur, wenn der OFC seine Probleme in den Griff bekommt. Neben der Chancenverwertung war auch das Konterspiel ausbaufähig.

»Wir können nicht Woche für Woche sagen, dass noch viele Spiele zu absolvieren sind«, gibt Maik Vetter zu bedenken. »Irgendwann müssen wir solche Partien gewinnen.«

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