Fußball

Offenbach setzt gegen den FSV auf Standards

  • vonRedaktion
    schließen

(op). Der Blick auf die Heimbilanz gegen den FSV Frankfurt in der Fußball-Regionalliga Südwest lässt für heute Abend (19 Uhr) ein Torspektakel in Offenbach erwarten. Seit dem Abstieg des FSV aus der 3. Liga kam Kickers Offenbach in den beiden Partien am Bieberer Berg zu zwei glatten Siegen (7:0, 4:1). Heute aber treffen sich zwei Derbyrivalen, die beide ihre Chance im Aufstiegsrennen wittern.

Die Kickers können mit einem Sieg auf Rang zwei rücken. Der FSV will nach zuletzt zwei Niederlagen den Anschluss wahren.

Der OFC hat nach der herben Schlappe in Steinbach schnell wieder in die Spur gefunden, gegen Freiburg II (1:1) stark gespielt und in Alzenau (3:1) souverän gewonnen. »Das war sehr wichtig, dass wir diese Reaktion gezeigt haben«, sagt Offensivspieler Serkan Firat. Die Bilanz im Jahr 2021 unter Sreto Ristic ist die eines Aufstiegskandidaten: 28 Punkte aus 13 Spielen, im Schnitt also 2,15 Punkte pro Partie. Allerdings: Bislang ist der OFC den Nachweis schuldig geblieben, gegen die Topteams auch gewinnen zu können. Gegen Steinbach (1:1/0:4), Freiburg (2:2/1:1), Ulm (0:1) und Elversberg (0:0) reichte es nur zu vier Punkteteilungen.

Defensiv stabil, aber viele Verletzte

Für den OFC spricht die Stabilität in der Defensive. 21 Gegentore sind Ligabestwert. Gleichauf Zweitbeste in dieser Kategorie: der FSV Frankfurt und die SV Elversberg (je 29). Kaum zu bezwingen ist OFC-Torwart Stephan Flauder in Heimspielen. Die imponierende Bilanz lautet: 23:6 Tore in 13 Spielen am Bieberer Berg. Eine weitere große Qualität der Kickers, die unter Sreto Ristic richtig zum Tragen kommt: die Standards. Die letzten fünf Treffer der Kickers fielen allesamt nach ruhenden Bällen.

Personelles: Sreto Ristic zuckte jüngst nur noch mit den Schultern angesichts der Ausfallliste. Auch heute Abend stehen ihm sieben Akteure nicht zur Verfügung. Immerhin: Maurice Pluntke, Jakob Lemmer und Marco Fritscher wollen in dieser Woche ins Training einsteigen. Aber: Wer ins Spiel reingeworfen wird, funktioniert. »Jeder, der bei uns trainiert, ist ein Startelfkandidat«, sagt Ristic. Das bewiesen Luka Garic als Marcos-Vertreter, Lucas Albrecht als Innenverteidiger/Sechser. Mathias Fetsch kann, seit Elia Soriano fitter wirkt, auch mal von der Bank kommen. Und als Turbo nach der Pause macht Marcell Sobotta stets Betrieb. In Tim Dierßen hat sich ein laufstarker Mittelfeldspieler zurückgemeldet.

Das größte Problem lautet: Wer ersetzt Charles Elie Laprevotte? Der Winterzugang, als Sechser längst unverzichtbar geworden, fällt nach seiner Schultereckgelenkssprengung in Alzenau lange aus. »Das ist ein Riesenverlust für uns«, räumt Trainer Sreto Ristic ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare