Kickers Offenbach

OFC-Sportdirektor Mehic: "Wäre unfair, drei Siege zu erwarten"

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Sportdirektor Sead Mehic spricht vor dem Auftakt gegen den SSV Ulm am Samstag über die Entwicklung der Kickers Offenabch, Schwierigkeiten bei Transfers und seine Zukunft.

Nach elfwöchiger Punktspielpause geht es für die Offenbacher Kickers in der Fußball-Regionalliga Südwest heute um 14 Uhr mit der Partie gegen den SSV Ulm weiter. Vor dem Verfolgerduell äußert sich OFC-Sportdirektor Sead Mehic – in der Wetterau bestens bekannter Ex-Profi – zur Ausgangslage, den Erwartungen, der Kaderplanung und seiner Zukunft.

Der OFC empfängt den punktgleichen Fünften, neun Zähler Rückstand sind es auf Spitzenreiter Mannheim. Welche Erwartungen haben Sie vor der Partie?

Sead Mehic: Ich hoffe, dass die Jungs weitermachen, wo sie aufgehört haben. Sie haben das in den ersten Rückrundenspielen mit drei Siegen hervorragend gemacht. Es wäre aber unfair, zu erwarten, dass sie auch die nächsten drei Spiele gewinnen. Es findet eine Entwicklung statt, jetzt geht es darum, Kontinuität reinzubringen. Wir planen langfristig und sind auf einem guten Weg.

Mannheim ist zuversichtlich, den Abzug von drei Punkten abwenden zu können. Wäre das die endgültige Entscheidung?

Mehic: Wir können das nicht beeinflussen. Zu Beginn der Saison haben wir uns zu viel mit den Aussagen unseres damaligen Präsidenten Helmut Spahn beschäftigt, dass der Aufstieg nur über uns führe. Das hat keinem gut getan. Das Urteil wird nichts daran ändern, wie wir arbeiten. Eines ist aber klar: Erst neun Punkte Abzug, dann nur drei und am Ende vielleicht keiner – das greift in den Wettbewerb ein.

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Zwischen dem OFC und Mannheim liegen noch Saarbrücken und Steinbach, die sich prominent verstärkt haben. Die OFC-Zugänge kommen aus der der dritten finnischen Liga und der Gruppenliga.

Mehic: Das zeigt, welche finanziellen Mittel diese Klubs haben. Wir sind gezwungen, größtenteils auf junge Spieler zu setzen, aber wir jammern nicht. Irgendwann, wenn wir uns mit erfahrenen Spielern mit Qualität verstärken können, wird es für unser Team einfacher werden, sich zu entwickeln.

Zugang Moritz Reinhard aus der Gruppenliga gilt als nächster Jake Hirst. Was ist ihm zuzutrauen?

Mehic: Er ist klar im Kopf, hat Potenzial und weiß, wo das Tor steht. Aber man darf nicht erwarten, dass er uns in die 3. Liga schießt. Er bekommt Zeit. Die Geduld müssen wir haben mit Spielern, die nicht die Ausbildung in einem Leistungszentrum genossen haben. Er passt zu uns: laufstark, zweikampfstark, ballsicher. Das ist, was wir machen: Wir suchen Spieler, die in die DNA des OFC passen.

Welche Bedeutung hat die Partie gegen Ulm?

Mehic: Wir spielen zu Hause, das hatte immer eine große Bedeutung. Natürlich wäre es angesichts der Tabellensituation auch gut, zu gewinnen. Das heißt aber nicht, dass es ein Entscheidungsspiel ist. Dann kommt für uns Hoffenheim, dann Dreieich. Danach sehen wir, wer welche Ausbeute hat. Und dann kann man sagen, ob das Spiel beim FSV Frankfurt richtungsweisend ist.

Der OFC plant derzeit zweigleisig. Wie weit sind die Gespräche mit den Spielern gediehen?

Mehic: Mit dem Großteil haben wir schon über die sportliche Situation gesprochen, wo wir sie sehen und wie der Weg mit uns aussehen könnte. Wir kontaktieren nun die Berater, um zu sehen, ob wir uns finanziell einig werden, Auf einige Spieler sind natürlich Klubs aufmerksam geworden, die mehr Geld haben. Wir können nicht viel mehr bieten, werden aber alles versuchen. Vergangenes Jahr haben wir es zum Beispiel bei Serkan Firat geschafft. Obwohl er auch Angebote höherklassiger Klubs hatte, ist er geblieben. Wir haben also Argumente.

Wie steht es um Ihre Zukunft beim OFC?

Mehic: Ich berate weiterhin das Präsidium ehrenamtlich. Bei der GmbH bin ich als Sportdirektor angestellt, der Vertrag gilt bis 2020. Über meine Zukunft mache ich mit daher derzeit keine Gedanken.

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