OFC hält am Ziel Aufstieg fest

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(cd). Namen nennt Joachim Wagner zwar nicht. Es gibt jedoch genug bekannte Beispiele für seine These, wie gefährlich es ist, von nur einem Investor abhängig zu sein. Das sei »das Schlimmste, was im Fußball passieren kann«, meint der Präsident von Fußball-Regionalligist Offenbacher Kickers. »Wir wollen eine breite Basis haben.«

Und weil sich die Profi GmbH des OFC mehrere strategische Partner ins Boot geholt hat, schippert sie trotz all der aktuellen Probleme und Unwägbarkeiten wirtschaftlich bisher offenbar in recht ruhigem Fahrwasser. Man könne das nicht hoch genug ansehen, »wie wir als Viertligist, der keine TV-Einnahmen hat, durch die Krise kommen«, betont der OFC-Boss und verspricht: »Wir werden diese Saison vernünftig zu Ende bekommen, auch wenn es ein Husarenritt ist.«

Vor der Planung der kommenden Spielzeit habe er jedoch »großen Respekt«. Partner oder Dauerkarten-Inhaber könnten nämlich versuchen, den OFC in Regress zu nehmen, weil dieser die vereinbarte Gegenleistung aufgrund des Lockdowns nicht erbringen konnte. »Wir wollen 2021/22 wieder einen konkurrenzfähigen Kader haben. Deshalb ist es wichtig, dass so wenig Rückzahlungsansprüche aus der aktuellen Saison wie möglich auf uns zukommen«, betont Wagner. Das Motto der Aktion lautet »Ehrensache«. Und eine solche ist es für viele auch. Bereits am ersten Tag hatten laut OFC 627 Partner und Dauerkarten-Inhaber ihren Verzicht auf Erstattungsansprüche erklärt.

Laut Wagner hat es bisher zwar keine signifikanten Forderungen gegeben, er wollte sich aber klar positionieren. Zumal er um die Ängste der OFC-Fans weiß. In unruhigen Zeiten wie diesen machen sich Anhänger eines Klubs, der in der Vergangenheit oft in finanzieller Not war, eben Gedanken. Der Vereinspräsident und Aufsichtsrats-Chef der Profi GmbH beruhigt jedoch: Man habe »vernünftige wirtschaftliche Möglichkeiten« und sei »wild entschlossen, diese Herzensangelegenheit weiterzuführen Wir haben ein Ziel und uns an dieser Aufgabe festgebissen.«

Neuer Partner?

Ziel ist der Aufstieg. »Wir haben eine intakte Mannschaft mit großem Potenzial«, sagt der OFC-Boss. »Wenn es diese Saison nicht klappt, drehen wir an ein paar Stellschrauben. Und irgendwann werden wir Erfolg haben.« Es stellt sich jedoch die Frage, woher das Geld für immer neue Anläufe kommen soll. Denn auf den einst kommunizierten Dreijahresplan, der 2022 endet, lässt sich Wagner nicht mehr festnageln. Das Zauberwort heißt auch hier: strategische Partnerschaft.

Die Sparda-Bank Hessen, die zehn Jahre lang Namensgeber des Stadions war und 2017 dann 10,7 Prozent der Anteile an der Profi GmbH erworben hatte, plant Wagner zufolge »in Abstimmung mit uns, die Anteile abzugeben«. Die Kickers wollen damit »etwas Neues machen«. 300 000 Euro hatte die Sparda-Bank Hessen für ihre Anteile bezahlt. Viel weniger als 2019 die »Kickers Freunde GmbH & Co. KG«, die 17,5 Prozent für 1,375 Millionen Euro erworben haben, und die »Bündnis Kickers GmbH«, die für 7 Prozent Anteile 550 000 Euro investiert hat. Beide Gruppierungen haben dafür auch Anteile an möglichen TV-Erlösen erhalten. Dem OFC bieten sich also neue Möglichkeiten. Es gibt laut Wagner sogar schon eine »klare Zusage« eines Interessenten. Das Konstrukt sei bereits ausgearbeitet, diesmal soll jedoch keine Beteiligung an den TV-Rechten (ab der 2. Liga) verkauft werden.

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