OFC-Einigung mit Ruhl perfekt

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Ein Notar hat gestern mit der Beglaubigung eines Vertragswerks einen Verhandlungsmarathon beendet, der die Verantwortlichen von Fußball-Regionalligist Offenbacher Kickers seit Herbst vergangenen Jahres intensiv beschäftigt hat. Expräsident und Gläubiger Frank Ruhl wird demnach für 650 000 Euro 24,5 Prozent der Anteile an der Profi GmbH erhalten und weitere 600 000 Euro der Kapitalgesellschaft als Darlehen "zu marktüblichen Konditionen" zur Verfügung stellen.

Ein Notar hat gestern mit der Beglaubigung eines Vertragswerks einen Verhandlungsmarathon beendet, der die Verantwortlichen von Fußball-Regionalligist Offenbacher Kickers seit Herbst vergangenen Jahres intensiv beschäftigt hat. Expräsident und Gläubiger Frank Ruhl wird demnach für 650 000 Euro 24,5 Prozent der Anteile an der Profi GmbH erhalten und weitere 600 000 Euro der Kapitalgesellschaft als Darlehen "zu marktüblichen Konditionen" zur Verfügung stellen.

Der positive Effekt der Geschichte: Der eingetragene Verein (e.V.) ist um 1,250 Millionen Euro Verbindlichkeiten erleichtert. Auf diese Summe hatte Ruhl seit 5. November 2016 durch ein notarielles Schuldanerkenntnis des OFC einen offiziellen Zahlungsanspruch. Im Vertragswerk ist eine bemerkenswerte Zusatzklausel vereinbart. Demnach kann der OFC das Darlehen mit einem Einmalbetrag von 300 000 Euro ablösen und Geschäftsanteile mit einem Betrag in gleicher Höhe zurückerwerben. Neben dem Rückkaufsrecht hat der Verein auch ein Vorkaufsrecht bei Veräußerung der Anteile. Ruhl stimmte einer Klausel zu, nach der er die Geschäftsanteile wenigstens zwei Jahre halten muss. Einzige Ausnahme: Der Verein erwirbt die Anteile zurück.

"Das ist das Optimum für beide Seiten", meinte Daniel Simon über die Einigung mit dem neben Thomas Röder einzig verbliebenen Gläubiger aus Zeiten der Insolvenz von 2013.

"Das ist eine faire und für den OFC vorteilhafte Vereinbarung", meinte Ruhl, der zum zweiten und größten Investor des OFC wird. Im vergangenen Jahr hatte die Sparda Bank Hessen 10,7 Prozent erworben – zum gleichen Preis pro Anteil wie Ruhl. Maximal 49,9 Prozent der Anteile an der Kapitalgesellschaft darf der OFC veräußern.

Ruhl, Inhaber einer Offenbacher Steuerberatungs- und Anwaltskanzlei hält "genau das für wichtig, um potenziellen Förderern eine geeignete Vertrauensbasis zu bieten". Bei gleichbleibender Kapitalhöhe bleiben noch 14,7 Prozent, die künftige Investoren erwerben könnten. Ruhl erhält vereinbarungsgemäß zwei Sitze im Aufsichtsrat der Profi GmbH. Die Vereinbarung, der alle Gremien nach Angaben des Klubs einstimmig zustimmten, wertet Simon als klares Signal zur Befriedung des Vereins, der am Dienstag (19 Uhr) in der Mühlheimer Willy-Brandt-Halle seine Mitgliederversammlung abhält.

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