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Ocampo sucht noch einen Guard

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(tin). Diego Ocampo hält eine Pfeife in seiner rechten Hand. Gerade hat er das Startsignal für das fünfköpfige Angriffsteam gegeben, das auf fünf Verteidiger zusprintet und einen Korb erzielen soll. Der Ball geht daneben, nun sind die anderen fünf mit dem Angriff dran. »Bewegung, Bewegung«, ruft Ocampo energisch. In der öffentlichen Trainingseinheit der Frankfurt Skyliners gibt der neue Cheftrainer des Basketball-Bundesligisten körperlich alles.

»Es ist wichtig, wie man den Spielern etwas beibringt«, sagt der 44-Jährige. Er müsse als Trainer mit Energie und der Körpersprache vorleben, was er von seiner Mannschaft erwarte. Vor ein paar Tagen sind die Skyliners in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit gestartet, die mit dem Heimspiel am 26. September gegen Braunschweig beginnt.

Zwar hat Ocampo ein vorhandenes Gerüst von Akteuren, die sich aus der vergangenen Saison schon kennen. Allerdings wird er als Headcoach seine eigenen Ideen verwirklichen wollen und muss das nicht nur den alten, sondern auch den vielen neuen Spielern beibringen, von denen nur Nationalspieler Lukas Wank BBL-Erfahrung vorweisen kann. »Wir wissen nicht, wie sich einige Spieler entwickeln und wie sie sich an die Bundesliga gewöhnen werden«, sagt Ocampo. Hinzu kommt, dass außer Kapitän Quantez Robertson und Rasheed Moore kein Spieler älter als 24 Jahre ist.

Es braucht Geduld und Zeit. Wie hoch hinaus es gehen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Bleiben alle Spieler gesund? Entwickeln sich die vielen jungen Akteure im Kader individuell wie gewünscht? Und kann daraus eine Einheit wachsen? »Wir müssen jeden Tag kompetitiv gegen uns selbst sein, um in den Wettbewerb mit anderen gehen zu können«, betont Ocampo.

Ein neuer Combo-Guard soll noch verpflichtet werden, dann ist das Team komplett. Fast alle Spieler sind entweder von einer Coronavirus-Infektion genesen oder geimpft. Nur Robertson wartet noch auf seine zweite Spritze. Vor wie vielen Fans die Skyliners an ihrer Heimstätte spielen können, ist noch ungewiss. Die Frankfurter wollen 50 Prozent der Kapazität in der Ballsporthalle nutzen, das wären 2500 Zuschauer. Allerdings wird das vom Infektionsgeschehen und den Vorgaben des Gesundheitsamtes abhängen, worauf die Skyliners nur bedingt Einfluss haben werden. Gestern lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt bei über 80.

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