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Oberliga-Play-downs: Positive Bilanz ausbauen

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(vs) »Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin«, rufen die Dortmunder Fußball-Fans seit dem 3:0-Sieg ihrer Borussia gegen Carl Zeiss Jena, dessen Team den Traum vom Pokalfinale am Dienstagabend in der schwarz-gelben Hölle ausgeträumt hat.

Rund 100 Bad Nauheimer Eishockey-Fans fahren mit zwei Bussen schon am morgigen Karfreitag in die Bundeshauptstadt, um ihre Mannschaft im zweiten Play-down-Spiel (19.30 Uhr) gegen die Eisbären-Juniors zu unterstützen. Zum ersten sportlichen Vergleich kommt es allerdings schon an diesem Gründonnerstag (19.30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion. Die dritte Partie findet am Ostermontag um 15 Uhr in Bad Nauheim statt. Weiter geht's am Mittwoch nächster Woche um 14 Uhr in Berlin. Im Modus »best of seven« soll nach dem Wunsch von EC-Trainer Fred Carroll schon da die Entscheidung gefallen sein.

Im Kampf um den Klassenerhalt wollen die Roten Teufel keinerlei Risiko eingehen. Wer vier Mal gewinnt, spielt auch nächste Saison wieder in der Oberliga. Auf taktische Spielchen, die ein Heimspiel mehr bringen könnten, will man sich gar nicht erst einlassen. »Nur wer in dieser entscheidenden Phase hundertprozentig mitzieht, wird dabei sein«, gibt Fred Carroll die Marschrichtung aus. Einer, der sich zuletzt an die Direktiven des Chefs nicht gehalten hat, ist Mat Ponto, dem der RT-Trainer nach weniger berauschenden Leistungen »eine Woche Bedenkzeit« gegeben hat. Sollte der Coach den Eindruck gewonnen haben, dass die professionelle Einstellung des in seinen Leistungen doch recht schwankenden Kontin-gentspielers stimmt, kann er auch wieder mit seinem Einsatz rechnen.

Ob Karl Jasik in den Play-downs wieder hundertprozentig fit sein wird, steht noch in den Sternen. Der Bad Nauheimer Stürmer laboriert an einem schmerzhaften Schultereckgelenk-Anbruch, der eine Nominierung mehr als fraglich macht. Personell gesehen gibt es im Bad Nauheimer Team keine weitere Problematik. Im Tor wird wohl wieder David-Lee Paton den Vorzug vor Torsten Schmitt bekommen. Die Bilanz gegen die Eisbären-Junioren kann sich sehen lassen: Alle vier bisherigen Begegnungen haben die Roten Teufel, wenn auch knapp, für sich entscheiden können. Die Tabellen-Statistik der Berliner liest sich interessant: In 52 Spielen haben sie lediglich 136 Tore erzielt und nur 192 zugelassen. Nur die ambitionierten Dresdner Eislöwen (144), die Blue Lions Leipzig (170) und die Hannover Indians (160) stehen bei den kassierten Treffern besser da.

Im berühmt-berüchtigten »Wellblechpalast« spielen die Juniors nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Schnitt wollen nur 39 Zuschauer den Eisbären-Nachwuchs sehen. Die Berliner DEL-Dauerkarteninhaber könnten die Spiele ohne weiteres Eintrittsgeld besuchen. Doch von denen kommt nur keiner ins Stadion.

Dauerkarteninhaber der Roten Teufel müssen sich für die Play-down-Begegnungen Tickts besorgen. Sitzplatzdauerkarten sind reserviert, müssen allerdings rechtzeit abgeholt werden. Für die Heimspiele in Bad Nauheim haben sich die Verant wortlichen etwas einfallen lassen: In einem eigens für diese Veranstaltungen installierten Zelt auf dem Parkplatz der Spieler werden den Fans kulinarische Köstlichkeiten und Getränke serviert. Auch die Pressekonferenz wird dort stattfinden. Da laut Wettervorhersage nicht davon ausgegangen werden darf, dass zu Ostern frühlingshafte Temperaturen herrschen, wird das Zelt auch geheizt sein, wenn die Temepraturen auf den Nullpunkt sinken sollten.

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