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TSG Ober-Wöllstadt schießt vier Tore und spielt 2:2

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Bruchenbrückens Anthony Dukes legt das Leder am Ober-Wöllstädter Tim Menges vorbei.
Bruchenbrückens Anthony Dukes legt das Leder am Ober-Wöllstädter Tim Menges vorbei. © Nicole Merz

(we/hei) Mit einem 1:0 gelang es dem VfB Friedberg in der Kreisoberliga Friedberg, die bisher makellose Serie des FV Bad Vilbel II zu beenden. Der SV Staden bleibt nach dem 3:1-Erfolg beim VfR Ilbenstadt die einzige noch unbesiegte Mannschaft und rückte auf Platz eins vor. Die TSG Ober-Wöllstadt ist nach einem 2:2 beim SV Bruchenbrücken neuer Tabellenzweiter.

Der SV Steinfurth (6:3 bei TuS Rockenberg) und der Türkische SV Bad Nauheim (2:1 beim FC Massenheim) bewältigten ihre Auswärtsaufgaben, während sich die Tabellennachbarn SV Nieder-Weisel und SSV Heilsberg 2:2 trennten. Die Rote Karte sah der Bad Vilbeler Jens Pätzold beim Spiel in Friedberg.

FC Massenheim – Türkischer SV Bad Nauheim 1:2 (1:1): Der FCM trauerte seinen vergebenen Torchancen nach, denn eigentlich hatte man die Partie über weite Strecken im Griff. Aminur Rahman erzielte auf Pass von Schmutzler das 1:0 (13.). Der Türkische SV antwortete mit dem Ausgleich durch Haris Hodovic vier Minuten später – Arif Karakoc hatte quergelegt. Trotzdem behielt Massenheim die Oberhand, generierte Torchancen, die Rahman, Jung und Morgan allerdings nicht verwerte konnten. So kassierten die Gastgeber in der 69. Minute das 1:2 erneut durch Haris Hodovic, der sich in der Mitte durchgesetzt hatte. Anschließend zogen sich die Gäste etwas zurück und machten die Räume eng, sodass der FC dem Spiel keine Wende mehr geben konnte.

FC Massenheim: Fischer, Schmutzler, Morgan, Braun, Kühn, Schuch, Jung, Hofmann, Schad, Wittchen, Rahman, Schaar, Hahn. – Türkischer SV Bad Nauheim: Deliktas, Yaya, Usta, Turan, Arif Karakoc, Akyüz, Berktas, Hodovic, Altun, Can, Kuzpinar, Aksakal, Folz. – Tore: 1:0 (13.) Rahman, 1:1 (17.) Hodovic, 1:2 (69.) Hodovic. – Schiedsrichter: Andreas Kupferer (Nidderau).

VfB Friedberg – FV Bad Vilbel II 1:0 (1:0): Mit einer starken kämpferischen Leistung trumpfte der VfB gegen den Tabellenführer auf. Als Janos Schmidt Friedberg mit einem Schuss in den Winkel nach fünf Minuten in Führung brachte, ahnte noch keiner, dass dies bereits die Entscheidung gewesen war. Bad Vilbel machte das Spiel, zeigte sich auch feldüberlegen, erspielte sich aber nur wenige Torchancen. In der 30. Minute verpasste Fedler den zweiten Treffer, während Temme zweimal am hervorragend reagierenden Björn Bosland scheiterte. Nach einer Roten Karte für Jens Pätzold nach einem Foulspiel in der 76. Minute scheiterte Patzwald an Etienne Schmidt. Die letzte Gelegenheit in einer chancenarmen Partie hatte Bernhard, der in der 87. Minute knapp verzog.

VfB Friedberg: Bosland, Breitbach, Krank, Rack, Haase, Schäfer, Fedler, Schmidt, Patzwald, Kögler, Eser, Nesgen, Maouche, Schütz. – FV Bad Vilbel II: Schmidt, Herzog, Dallwitz, Weiß, Cue, Pätzold, Bernhard, Schade, Gärtner, Temme, Parvu, Bodrozic, Krasniqi, Kozares. – Tor: 1:0 (5.) Schmidt. – Schiedsrichter: Ingo Steinbring (Gründau). – Rote Karte: Jens Pätzold (76.).

SV Bruchenbrücken – TSG Ober-Wöllstadt 2:2 (0:2): Zumindest in der ersten Hälfte war Ober-Wöllstadt klar die bessere Mannschaft, war von Beginn an spielbestimmend und ging in der 21. Minute durch Jake Hirsts Schuss unter die Latte in Führung. Hannemann scheiterte zwei Minuten später am Pfosten. In der 32. Minute erhöhte Jens Schallenberg auf 0:2 mit einem Flachschuss. Nach der Pause rappelte sich Bruchenbrücken auf und kam besser ins Spiel. Dukes hatte Pech mit einem Kopfball an den Pfosten. Dann nahm die Partie einen kuriosen Verlauf. Nachdem ein Eigentor von Markus Gondolf in der 63. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer geführt hatte, unterlief Lukas Haas in der 71. Minute das gleiche Missgeschick und es stand 2:2. SV-Spieler Anthony Dukes sah in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte. In der Schlussphase hätte Jake Hirst doch noch für drei Punkte sorgen können, doch er traf zunächst den Pfosten und war dann zweiter Sieger gegen Fabian Heilmann.

SV Bruchenbrücken: Heilmann, Pölger, Füller, Sieber, Raczkowski, Schmidt, Macker, Rupp, Harsch, Harsch, Thomas, Daniel Riess, Manuel Riess, Farnung, Dukes. – TSG Ober-Wöllstadt: Eggert, Haas, Schlichting, Gondolf, Hannemann, Grillmaier, Schallenberg, Hirst, Menges, Wolf, Brauburger, Gran, Mayer, Loppe. – Tore: 0:1 (21.) Hirst, 0:2 (32.) Schallenberg, 1:2 (63.) Eigentor Gondolf, 2:2 (71.) Eigentor Haas. – SR: Mert Anil Akemlek (Bad Homburg). – Gelb-Rot: Dukes (73.).

VfR Ilbenstadt – SV Staden 1:3 (0:2): Die Gäste zeigten über die ganze Spielzeit, dass ihr Kader auf jeder Position qualitativ höher besetzt ist als der des Teams von der Klostermauer, ohne Glanz zu versprühen. Pragmatisch sorgte man schon vor der Pause für eine Vorentscheidung: Nach einer Ecke war es Timo Dechert, der per Kopf aus gut sechs Metern einen auf der Linie stehenden Abwehrspieler zum 0:1 tunnelte (5.). Jacky Salomon lief nach einer halben Stunde rechts bis zur Grundlinie durch und passte nach hinten, wo Marius Berting aus kurzer Distanz zur Stelle war. Mitte der zweiten Hälfte wurde Ilbenstadt etwas stärker, doch es war erneut Berting, der einen Alleingang mit dem 0:3 abschloss (85.

). Patrick Quanz sorgte dann noch für Ergebniskosmetik, als er einen langen Ball aufnahm, alle Gegenspieler überlief und dann 20 Meter vor dem Gehäuse einen Pressschlag mit dem in Durchgang zwei zwischen den Stadener Pfosten stehenden Hagen Deis machte. Das Leder fiel ihm wieder vor die Füße und er schob zum 1:3-Endstand ein (88.).

VfR Ilbenstadt: Rasit Celikkanat, Karaduman, Veith, Wenzel, Sam, Schmidt, Quanz, Moldovan, Hagedorn, Frank, Palki, Braun, Aykin, Neubert. – SV Staden: Dombrowsky, Jacobi, Köcher, Knoke, Schneeberger, Sebastian May, Dechert, Berting, Weber, Hebbel, Salomon, Deis. – Tore: 0:1 (5.) Dechert, 0:2 (30.) Berting, 0:3 (85.) Berting, 1:3 (88.) Quanz. – SR: Stefan Schäfer (Ranstadt).

TuS Rockenberg – SV Steinfurth 3:6 (1:3): Marcel Müller auf Zuspiel von Parisi aus zwölf Metern ins lange Eck (23.) sowie Dominik Reichardt, der nach einer Ecke am langen Pfosten stehend nur den Fuß hinhalten musste (30.), legten ein 2:0 für den Favoriten vor – diesem Zwei-Tore-Rückstand liefen die Platzherren vergeblich hinterher. Zwar sorgte Marcel Funke aus spitzem Winkel für den postwendenden Anschluss (32.

), doch Daniel Contin, der nach schnellem Umschalten das Leder aus 18 Metern unter die Latte hämmerte, stellte den alten Abstand wieder her (36.). In der zweiten Hälfte kam Rockenberg durch Marius Wetz noch einmal heran (55.), doch mit Contins zweitem Streich zum 2:4 war die Messe endgültig gelesen (67.). Der eingewechselte Julian Repp auf Zuspiel von Contin (80.) und Contin selbst, der eine Minute später einen Konter erfolgreich vollendete, machten das halbe Dutzend voll, bevor Funke auf Vorlage von Neubauer den 3:6-Endstand herstellte (86.). Insgesamt präsentierte sich die Defensive der Platzherren in desolatem Zustand, da die Akteure meist viel zu weit weg von ihren Gegenspielern standen und sich so nicht über die Flut an Gegentoren wundern mussten.

TuS Rockenberg: Marvin Benk, Miller, Ramon Benk, Groß, Kurz, Adrian Herbert, Verwiebe, Neubauer, Funke, Decher, Wetz, Wurmbach, Thielmann. – SV Steinfurth: Laboy, Liboschik, Adam, Russ, Heile, Rienmüller, Parisi, Marcel Müller, Contin, Reichardt, Demircan, Devantier, Repp. – Tore: 0:1 (23.) Müller, 0:2 (30.) Reichardt, 1:2 (32.) Funke, 1:3 (36.) Contin, 2:3 (55.) Wetz, 2:4 (67.) Contin, 2:5 (80.) Repp, 2:6 (81.) Contin, 3:6 (86.) Funke. – Schiedsr.: Tobias Barthelmes (Elz).

SV Nieder-Weisel – SSV Heilsberg 2:2 (1:1): In einem an Höhepunkten armen Spiel gingen die Platzherren durch Manuel Volp, der von Sebastian Volp eingesetzt wurde, den Torhüter ausspielte und aus sieben Metern einschob, in Führung (12.). Fidel Zegai haute den Ball später aus halblinker Position zum 1:1 ins lange Eck (23.). Im zweiten Durchgang bedeutete die zweite Volp-Co-Produktion die erneute Weiseler Führung. Diesmal legte Manuel auf und Sebastian drosch das Leder aus 15 Metern ins lange Eck (65.). Das insgesamt verdiente 2:2 ging auf das Konto des eingewechselten Gino Wirth: Nach einer Ecke ließ die Weiseler Defensive ihn gewähren, so dass er ungestört abstauben konnte.

SV Nieder-Weisel: Maas, Nockemann, Krimmel, Philipp Rühl, Wolf, Kette, Werner, Antmansky, Börner, Sebastian Volp, Manuel Volp, Patrick Rühl, Fett, Mertes. – SSV Heilsberg: Harun Köroglu, Toussi, Jung, Damar, Göktas, Bunzel, Irfan Köroglu, Sedat Köroglu, Lampe, Wiemann, Zegai, Wirth, Magnus. – Tore: 1:0 (12.) M. Volp, 1:1 (23.) Zegai, 2:1 (65.) S. Volp, 2:2 (77.) Wirth. – Schiedsrichter: Ismail Üstboga.

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