FC Ober-Rosbach verpflichtet zwei Hochkaräter

Bei den Fußballern des FC Ober-Rosbach, mit 48 Zählern souveräner Spitzenreiter der Gruppenliga Frankfurt-West und auf Grund des imposanten Sieben-Punkte-Polsters auf Verfolger FC Kalbach erster Anwärter auf den Sprung in die Verbandsliga Süd, will man, so scheint’s, in Sachen Aufstiegsambitionen nichts dem Zufall überlassen und hat dieser Tage auf dem Transfermarkt noch einmal die Fühler ausgestreckt.

Als Resultat verstärkter Aktivitäten stehen unterm Strich zwei neue Spieler zu Buche, die als enorme Verstärkungen bezeichnet werden können: Erstens kommt der 29-jährige Innenverteidiger Daniel Rasch, der bis Ende der vergangenen Saison für den Regionalligisten SV Wehen Wiesbaden II und davor für den SV Darmstadt 98 und den RSV Würges spielte, sowie zweitens der bislang beim Hessenliga-Spitzenreiter Bayern Alzenau unter Vertrag stehende Andreas Anicic, der früher auch im Dress von Eintracht Trier und Rot-Weiß Erfurt zu finden war.

Dass der Name Anicic auf dem Sportfeld Eisenkrain für Qualität bürgt, ist Kennern der Szene wohl bekannt: Milan Anicic, das Familien-Oberhaupt, führte den Klub einst aus der Bezirksliga Friedberg auf die überregionale Fußballbühne und zählt beim FCO als Co-und Torwarttrainer nach wie vor zu den ganz wichtigen Personen. Michael Anicic, sein inzwischen 36-jähriger Sohn und bekanntermaßen früherer Profi unter anderem bei der Frankfurter Eintracht, übernahm vor der Saison 2009/2010 als Chefcoach die sportliche Verantwortung und formte den FC Ober-Rosbach in der Gruppenliga zu einem echten Spitzenteam. Nunmehr - mit der Verpflichtung des 26-jährigen offensiven Mittelfeldspielers Andreas Anicic - schließt sich der (Familien)-Kreis und lässt die FCO-Meisterschafts-Aktien weiter steigen.

Die Aufgaben der beiden Neuzugänge sind klar umrissen: Andreas Anicic soll über die Außen das Offensivspiel ankurbeln, der mit Gardemaß (1,94) ausgestattete Daniel Rasch im Abwehrzentrum als zusätzlicher Stabilitäts-Faktor den gegnerischen Stürmern das Leben noch schwerer machen, als das bislang ohnehin schon der Falle gewesen war.

Ebenfalls wichtig für den Gruppenliga-Leader, der in Sachen Kaderausstattung mit Sicherheit qualitativ zugelegt hat, aber wegen der Abgänge von Defensivmann Masiullah Mahbubi und Mittelfeldspieler Karim Karouia in der Breite ein wenig auf der Stelle tritt: Überlegungen, Michael Anicic werde ab demnächst neben seiner Trainertätigkeit in Ober-Rosbach als Spieler beim Hessenligisten RSV Würges anheuern, haben sich zerschlagen. Sein Pass bleibt beim FCO. Ins aktive Gruppenliga-Geschehen wird der Ober-Rosbacher Übungsleiter eigenen Angaben zu Folge allerdings nur im Notfall eingreifen: "Sollte uns tatsächlich der Aufstieg in die Verbandsliga gelingen, sähe ab der kommenden Runde die Sache anders aus. Dort zu spielen, wäre für mich durchaus eine Überlegung wert."

Das Vorbereitungsprogramm

Zur Rückrundenfortsetzung genießt die Anicic-Elf gegen die SG Westend Frankfurt (5. März) und gegen Rot-Weiß Frankfurt II (11. März) zwei Mal Heimrecht. "Ein relativ leichter Auftakt", weiß der Coach, "holen wir in diesen beiden Spielen optimale sechs Punkte, könnte sich unser Punktepolster gegenüber den Titelrivalen aus Kalbach, Bornheim und Anspach womöglich noch vergrößern."

Der Trainingsbeginn erfolgt bereits am heutigen Montagabend auf dem neuen Rodheimer Kunstrasenplatz. Nach zwei Hallenevents in Kelkheim (22. Januar) und Friedberg (28. und 30. Januar im Rahmen der Hallenfußball-Kreismeisterschaft) steigt das erste Testspiel im Freien am 1. Februar beim FV Bad Vilbel (Beginn: 19 Uhr). Es folgen fünf weitere Vorbereitungs-Duelle, und zwar auf dem Kunstrasengrün in Fischbach gegen den KSV Tempo Frankfurt (6. Februar/15 Uhr), gegen die KSG Bosnien (13. Februar/15 Uhr) und gegen die SG Hausen/Westerfeld (17. Februar/20.45 Uhr) sowie beim FV Sprendlingen (20. Februar/15 Uhr) und beim Wetterauer Kreisoberliga-Zweiten SC Dortelweil (27. Februar/15 Uhr). In Ober-Rosbach soll in wenigen Monaten der Kunstrasenplatz fertig werden. Uwe Born

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