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FC Ober-Rosbach verliert zunächst vier Punkte

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(ub) Böse Überraschung für den heimischen Gruppenligisten FC Ober-Rosbach: Das abstiegsgefährdete Team von FCO-Coach Thorsten Brennemann muss vier seiner erst 19 erstrittenen Zähler zunächst mal streichen, doch zwei Wiederholungsspiele machen auch ein Gewinn von zwei Punkten (bei zwei Siegen) am Ende möglich.

Denn nach einem Urteil des Regionalsportgerichts unter Vorsitz von Alfred Schülli (Hochtaunus) ist der Spieler Waldemar Patzwald in den Ober-Rosbacher Partien gegen Viktoria/Preußen Frankfurt (4:4-Auswärtsremis am 19. August) und gegen die DJK Bad Homburg (2:1-Heimsieg am 22. August) unberechtigterweise eingesetzt worden.

Weil inzwischen sowohl Viktoria/Preußen Frankfurt als auch die DJK Bad Homburg ihren Anspruch auf eine Neuansetzung gegenüber Klassenleiter Harald Vorndran geltend gemacht haben, werden beide Begegnungen wiederholt.

Das Kuriose an der ganzen Sache: Den FC Ober-Rosbach trifft keinerlei Schuld, denn Waldemar Patzwald, der nach Ablauf der Saison 2011/2012 von der SG Obbornhofen/Bellersheim ans Sportfeld Eisenkrain gewechselt war, verfügte in beiden Partien sehr wohl über einen gültigen Spielerpass. »Zu Unrecht«, befand das Regionalsportgericht und stellte gleichzeitig klar, dass sich der Verein FC Ober-Rosbach im Grunde genommen nichts vorzuwerfen habe und deshalb auch nicht mit einer weiteren Bestrafung zur Rechenschaft gezogen werden könne.

Fehler, für die der FC Ober-Rosbach dennoch »bezahlen« muss, sind somit an anderer Stelle gemacht worden: Etwa beim Verein SG Obbornhofen/Bellersheim, der Patzwalds Abmeldung anscheinend nicht rechtzeitig an die Pass-Stelle des Hessischen Fußball-Verbandes weiterleitete. Oder auch bei der HFV-Pass-Stelle selbst, die dem Spieler Waldemar Patzwald eine Spielgenehmigung für den FC Ober-Rosbach erteilte, obwohl die Abmeldung seitens der SG Obbornhofen/Bellersheim noch gar nicht vorlag. FCO-Klubchef Christoph Käding trug’s mit Fassung: »Wir verzichten auf einen Einspruch beim Verbandssportgericht. Vielleicht gelingt es uns, aus der leidigen Angelegenheit sogar zu profitieren. Dies wäre dann der Fall, wenn aus den beiden Duellen sechs anstatt vier Zähler herausspringen würden«.

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